Wertvolle Alltagsschätze

 - 

(verpd) Der Wert Ihres Hausrats bleibt selten gleich. Im Laufe der Jahre sammeln sich immer mehr oder auch teurere Gegenstände wie Teppiche, Möbel, Unterhaltungselektronik, Schmuck und Kleidung an. Dementsprechend ist die Hausratversicherung anzupassen.

Da das Ersparte selten ausreicht, um nach einem Brand oder Diebstahl die Kosten für einen neuen Hausrat selbst zu tragen, empfiehlt sich unter anderem die Absicherung durch eine Hausratversicherung und je nach Ausstattung eventuell ergänzt durch andere Versicherungspolicen.

In einer Hausratversicherung kann der gesamte Hausrat gegen diverse Risiken abgesichert werden. Versicherbar sind beispielsweise Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz, Diebstahl, Beraubung, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm und Hagel.

Gegen einen kleinen Aufpreis kann der Versicherungsschutz in den meisten Policen erweitert werden: zum Beispiel gegen Schäden durch Überspannung und Vandalismus, aber auch im Rahmen einer Elementarversicherung gegen außergewöhnliche Naturereignisse wie Hochwasser, Überschwemmung, Erdbeben und Lawinen. Optional versicherbar sind oftmals auch Glasbruchschäden, einfacher Diebstahl von Gartenmöbeln, Schäden am Gefriergut bei Stromausfall und/oder die Übernahme von Hotelkosten nach einem Schadenfall.

Von den Möbeln bis zum Teppich

Die Hausrat-Police deckt die Schäden, die durch die versicherten Risiken entstanden sind, an fast allem, was in einem Haushalt zu finden ist, im Rahmen der individuell vereinbarten Versicherungssumme ab. Zum versicherten Hausrat zählen beispielsweise Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände, wie Möbel, Teppiche, Kleidung, Geschirr, Werkzeug, Elektro- und Hifi-Geräte, CDs und DVDs, Computer, Bücher, Sport- und Campingausrüstung.

Auch Heimwerkerausrüstung, also Werkzeug, sowie Lebensmittel und Kosmetikutensilien; selbst Dinge für das Hobby wie Kanus, Ruder-, Falt- und Schlauchboote, Surfgeräte, Fall- und Gleitschirme sowie nicht motorisierte Flugdrachen sind in den meisten Policen mitversichert. Auch als Mieter angeschaffte und privat genutzte Antennenanlagen und Markisen gehören in der Regel zu den versicherten Gegenständen.

Selbst Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, die der Versicherungsnehmer oder eine mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebende Person ausschließlich beruflich nutzt, sind in der versicherten Wohnung bei neueren Policen mit abgedeckt. Bei älteren Versicherungsverträgen kann das jedoch anders sein. Daher empfiehlt es sich, bei einem beruflich genutzten Arbeitszimmer immer beim Versicherungsfachmann nachzufragen, ob der Inhalt des Arbeitszimmers durch die Hausrat-Police abgedeckt wird.

Wiederbeschaffung

Normalerweise ersetzt die Hausrat-Police den Neuwert, also den Preis, der für die Neuanschaffung der beschädigten Gegenstände benötigt wird. Voraussetzung ist, dass die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht.

Für Wertsachen wie Bargeld, Sparbücher, Schmuck, Pelze und Antiquitäten gibt es üblicherweise Sonderregelungen. Versichert sind die Wertsachen gemäß den in der Hausratversicherung vereinbarten Entschädigungsgrenzen, beispielsweise bis maximal zu einem bestimmten Betrag oder bis zu einem vereinbarten Prozentsatz der Versicherungssumme.

Wurden die Wertsachen bei Schadeneintritt nicht in einem Tresor, wie es in den meisten Verträgen vorgeschriebenen ist, aufbewahrt, gelten üblicherweise niedrigere, ebenfalls vertraglich vereinbarte Obergrenzen. Nicht in der Hausrat-Police berücksichtigt werden kann der ideelle Wert einer versicherten Sache.

Wo Versicherungsschutz besteht

Der Schutz der Hausratversicherung gilt für die Wohnung, den Garten, die Garage und eventuell die selbst genutzten Kellerräume des Versicherungsnehmers auf dem im Versicherungsvertrag angegebenen Versicherungsgrundstück.

Im Rahmen einer möglichen Außenversicherung können oft optional auch Sachen des Hausrates wie Kleidung oder Fotoapparat in anderen Gebäuden oder Räumen, beispielsweise im Hotelzimmer, mitversichert sein. Dieser Schutz gilt dann für den mitgeführten Hausrat bis zu einem in der Police festgelegten Zeitraum von meist maximal drei oder sechs Monate und einer vereinbarten Entschädigungsgrenze, deren Höhe auf einen festgelegten Anteil der Gesamtversicherungs-Summe begrenzt ist.

Kein Versicherungsschutz besteht für weitere Wohnsitze, Wochenend- und Schrebergartenhäuser sowie Bade-, Jagd- und Skihütten und andere nicht ständig bewohnte Gebäude, außer dies wurde gesondert im Vertrag vereinbart.

Für besonders wertvolle Dinge

Einige wenige Dinge, die im Haushalt vorhanden sind oder sein können wie Gebäudebestandteile und Kraftfahrzeuge, sind nicht über die Hausratversicherung, sondern in der Regel über andere Policen abzusichern. So sind zum Beispiel Gebäudebestandteile wie fest verankerte Einbaumöbel, verklebte Teppiche, das Dach, Fenster, Türen und Wände vom Hauseigentümer über die Wohngebäudeversicherung zu versichern.

Kraftfahrzeuge, deren Anhänger, Motor- und Segelboote samt Zubehör sowie Luftfahrzeuge können meist über eine Kfz- oder Bootsversicherung abgedeckt werden. Auch der Hausrat eines Untermieters ist in der Regel nicht über die Hausrat-Police mitversichert. Der Untermieter muss hierfür selbst eine entsprechende Hausratversicherung abschließen.

Wenn die in der Hausrat-Police möglichen Entschädigungsgrenzen nicht ausreichen, um vorhandene Wertsachen wie Schmuck, Antiquitäten, Gemälde oder Kunstgegenstände umfassend abzusichern, können spezielle Policen wie beispielsweise eine Schmuckversicherung die Lösung sein. Damit können normalerweise nicht nur die tatsächlichen Werte, sondern teils auch mehr Risiken als in der Hausrat-Police vereinbart versichert werden. Derartige Spezialversicherungen gibt es auch für wertvolle Kameraausrüstung und Musikinstrumente.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.