Wertsachen ausreichend versichern

 - 

(verpd) Entspricht die Versicherungssumme einer Hausratversicherung dem tatsächlichen Wert des Hausrates, kommt der Versicherer im Versicherungsfall für den entstandenen Schaden auf.

Freilich gibt es bestimmte Wertsachen, für die im Versicherungsvertrag festgelegte Entschädigungsgrenzen, die nicht unbedingt dem Wert des jeweiligen Gegenstandes entsprechen, gelten. Doch mit einer passenden Police lassen sich auch diese Wertgegenstände ausreichend absichern.

In einer Hausratversicherung sind üblicherweise Ge- und Verbrauchsgüter des täglichen Lebens, die im Haushalt zu finden sind, wie Möbel, Kleidung, Lebensmittel, Elektrogeräte, Bücher und Geschirr, zum Neuwert versichert. Das heißt, im Versicherungsfall zahlt der Versicherer den Wert, der nötig ist, um die beschädigten Gegenstände neu zu kaufen, vorausgesetzt die vereinbarte Versicherungssumme der Police ist nicht niedriger als der Neuwert des Hausrats.

Versicherungsschutz besteht in der Regel für Beschädigungen durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz, Diebstahl, Beraubung, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm und Hagel. Allerdings gelten üblicherweise für bestimmte Wertsachen in der Hausratspolice festgelegte Entschädigungsgrenzen, die im Versicherungsfall maximal ausgezahlt werden. Die Entschädigungsgrenzen sind bei den Wertgegenständen unabhängig vom tatsächlichen Wert, das heißt, der Schaden kann höher sein als der Betrag, den man im Schadenfall dafür bekommt.

Sonderfall Wertsachen

Solche Entschädigungsgrenzen gibt es in der Regel für Bargeld, Wertpapiere, Sparbücher, Münzen und Medaillen, Schmuck, Edelsteine, Edelmetalle wie Gold und Platin, Pelze, handgeknüpfte Teppiche, Gobelins und Kunstgegenstände wie Bilder und Skulpturen. Auch Antiquitäten, also Dinge, die älter als 100 Jahre sind, zählen mit Ausnahme von Möbeln zu den Wertgegenständen.

Häufig sind beispielsweise Wertgegenstände nur bis zu einem vereinbarten Prozentsatz der Gesamtversicherungssumme, maximal jedoch bis zu einem festgelegten Beitrag, versichert. Typische Entschädigungsgrenzen für Wertgegenstände sind zum Beispiel 20 oder 40 Prozent der Versicherungssumme, maximal jedoch 10.000 € oder 20.000 €.

Für manche Wertgegenstände wie Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck oder Münzen kann zudem die Aufbewahrung in einem Tresor, der bestimmte Sicherheitskriterien aufweisen muss, vorgeschrieben sein. Wurde der Wertgegenstand zum Zeitpunkt des Schadens außerhalb eines vorgeschriebenen Safes aufbewahrt, gelten noch niedrigere Entschädigungsgrenzen wie beispielsweise 1.000 € für Bargeld oder 2.500 € für Wertpapiere und Sparbücher.

Spezialpolicen für einen umfassenden Schutz

Zwar können gegen Aufpreis meist auch höhere Entschädigungsgrenzen in der Hausratspolice vereinbart werden, allerdings empfiehlt sich für besonders wertvolle Stücke, deren Werte die Entschädigungsgrenzen übersteigen, der Abschluss spezieller Versicherungspolicen.

Beispielsweise sind mit einer solchen Spezialpolice wie einer Schmuck- oder Kunstversicherung nicht nur die tatsächlichen Werte abgedeckt, sondern sie deckt in der Regel auch mehr Risiken als eine Hausratversicherung ab.

Derartige Spezialversicherungen gibt es unter anderem auch für Antiquitäten, Pelze sowie für wertvolle Kameraausrüstungen, Musikinstrumente und Elektronikgeräte.

Geldwerte Tipps lesen Sie in unserem Dossier Hausratversicherung: Klauseln kennen – Fallstricke vermeiden .

Weitere News zum Thema

  • Eine passende Absicherung für das Elektrofahrrad

    [] (verpd) Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes e.V. (ZIV) besitzen die Bürger hierzulande mittlerweile rund drei Millionen Elektrofahrräder. Da diese Pedelecs und E-Bikes nicht selten 1.000, 2.000 Euro oder noch mehr kosten, ist es umso ärgerlicher, wenn einem so ein Rad gestohlen wird, oder man es bei einem selbst verschuldeten Sturz beschädigt. Es gibt jedoch Versicherungslösungen, die in solchen Fällen die Reparatur- oder Anschaffungskosten übernehmen. mehr

  • Jeder dritte Cyberangriff gelingt

    [] (verpd) Die Mehrheit der Unternehmen hat ein hohes Vertrauen in ihre Sicherheitsstrategien, wenn es um die Abwehr von Cyberkriminellen geht, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings zeigte die Untersuchung auch, dass es im Durchschnitt monatlich zwei bis drei erfolgreiche Cyberattacken auf Unternehmen gibt. Ein guter Teil der Angriffe wurde allerdings gar nicht durch die IT-Sicherheitsteams selbst entdeckt. Dennoch glaubt die Mehrheit der für IT-Sicherheit Verantwortlichen in Deutschland bei der Abwehr von Angriffen gut gerüstet zu sein. mehr

  • Die fiesen Praktiken der Einbrecher

    [] (verpd) Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat mit 30 inhaftierten Wohnungseinbrechern gesprochen. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge begehen Täter Einbrüche entweder aus einer Notlage heraus, um schnelles Geld zu machen, oder sie sehen es als ihren Beruf an. Auf Bargeld, Schmuck und Gold haben es die meisten Einbrecher abgesehen. Alarmanlagen und Videoüberwachung schrecken nur Anfänger ab. mehr

  • Fahrraddieben das Leben schwer machen

    [] (verpd) Auch wenn im vergangenen Jahr laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik die Anzahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, so werden dennoch pro Jahr 332.500 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Die Chancen, dass man sein gestohlenes Rad wiederbekommt, sind also ziemlich gering. Besser, wenn es gar nicht gestohlen wird. Man kann es potenziellen Dieben nämlich ziemlich schwer machen. mehr

  • Fällt der Chef aus, haben viele Firmen ein Problem

    [] (verpd) Bei kleineren Unternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen ist der geschäftliche Erfolg oft nur oder zum größten Teil von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Fällt ein solcher Unternehmer aus irgendeinem Grund über längere Zeit aus, gehen die Einnahmen stark zurück oder fallen ganz weg, während viele Betriebsausgaben weiter entrichtet werden müssen. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, mit denen sich dieses existenzielle Risiko eines Unternehmens absichern lässt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.