Wenn ein Sturm nicht folgenlos vorüberzieht

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(verpd) Es gibt nur wenig, was der Einzelne tun kann, um sich vor einem Sturmschaden zu schützen.

Allerdings gibt es Versicherungslösungen, die einen eingetretenen Schaden im und am Haus oder auch am Auto zumindest kostenmäßig begrenzen.

Zieht ein Sturm auf, empfiehlt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) den Betroffenen, sich und ihre Angehörigen in Sicherheit zu bringen, also nicht im Freien zu bleiben, sondern am besten in ein Gebäude zu gehen. Ist man zu Hause, sollte man rechtzeitig, bevor der Sturm kommt, alle Fenster und Türen sowie Fensterläden schließen und eventuell vorhandene Markisen aufrollen.

Draußen stehende Gartenmöbel oder andere Gegenstände sollten gesichert beziehungsweise am besten in ein Gebäude, zum Beispiel in die Garage, in einen Geräteschuppen oder in den Keller getragen werden. Autos sind am sichersten in der Garage oder zumindest auf einem Parkplatz, an dem keine Bäume stehen. Da es keinen hundertprozentigen Schutz vor Sturmschäden gibt, empfiehlt sich zusätzlich zu den genannten Sicherungsmaßnahmen, ein entsprechender Versicherungsschutz für das Hab und Gut.

Absicherung von Sturmschäden am Gebäude, Hausrat und Auto

Eine Wohngebäude-Versicherung ersetzt nach einem sturmbedingten Schaden, beispielsweise wenn ein Baum auf das Dach fällt, unter anderem die notwendigen Reparaturkosten an der Bausubstanz des Hauses. Versichert sind alle Bauteile, die fest mit dem Haus verbunden sind, wie Fassaden, Fenster, Türen, das Dach sowie Anbauten. Optional können in einer solchen Police in der Regel auch Bauten auf dem Versicherungsgrundstück wie Gartenhäuser, Carports und Garagen mitversichert werden.

Eine Hausratversicherung deckt Sturmschäden am Hausrat, also beispielsweise an den Einrichtungs-Gegenständen, die nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind, wie Möbel und Elektrogeräte, sowie an Nahrungsmittelvorräten, Teppichen und Kleidung ab. Bei Mietern übernimmt die Hausrat-Police auch Schäden an Gebrauchsgegenständen, die an der Immobilie angebracht sind, wenn sie vom Mieter bezahlt und benutzt werden, wie Markisen und Satellitenschüsseln. Versichert ist unter anderem, wenn durch ein sturmbeschädigtes Dach Regen eindringt und die Möbel ruiniert.

Eine finanzielle Absicherung vor Sturmschäden am Auto bietet die Teilkasko-Versicherung, die automatisch auch in einer Vollkasko-Versicherung enthalten ist. Als Sturmschäden gelten in der Wohngebäude-, Kfz-Kasko- und/oder Hausratversicherung Schäden, die ein Wind ab einer Windgeschwindigkeit von mindestens 63 km/h (Windstärke acht nach der Beaufortskala) anrichtet.

Wenn ein Sturmschaden eingetreten ist

Wurde das Eigentum durch einen Sturm beschädigt, sollte umgehend der entsprechende Versicherer, bei dem das betroffene Hab und Gut gegen Sturmschäden versichert ist, informiert werden, um mit ihm das weitere Vorgehen abzusprechen. Der Versicherer hat das Recht, den Schaden begutachten zu lassen. Häufig ist jedoch ein sofortiges Handeln notwendig, denn der Versicherungskunde muss den Schaden so gering wie möglich halten. Daher sind Notreparaturen, wie das Abdecken eines bei Sturm beschädigten Fensters, um das Eindringen von Regen zu verhindern, erlaubt und sinnvoll.

Grundsätzlich, so der GDV, sind jedoch riskante Rettungsversuche zu vermeiden, um sich oder andere nicht zu gefährden. Für eine reibungslose Schadenregulierung empfiehlt es sich, die Sturmschäden vor der Beseitigung mit Fotos und/oder Beweisstücken zu dokumentieren. Hilfreich ist es zudem, wenn der Versicherungskunde die Kaufbelege hochpreisiger Einrichtungsgegenstände zum Beispiel für einen wertvollen Teppich oder eine teure Stereoanlage aufbewahrt und im Schadenfall vorlegen kann.

Viele Sturmereignisse treten regional begrenzt auf. Als Nachweis, dass der Schaden durch einen Sturm der Windstärke acht oder höher verursacht wurde, dienen lokale Zeitungsartikel, die aufzeigen, dass der Sturm auch an anderen Gebäuden in der Region Schäden, die nur bei einer derartigen Sturmstärke üblich sind, angerichtet hat. Auch entsprechende Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (Telefon: 069 80620) können weiterhelfen. Unter www.dwd.de/wettergutachten kann der Betroffene notfalls auch ein amtliches Gutachten darüber kostenpflichtig anfordern.

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