Weniger Chancen für Bootsdiebe

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(verpd) Das Interesse an Booten ist groß, wie die Zahlen der deutschen Versicherer zeigen. Im Jahr 2011 haben sie Boote – vom kleinen Motorboot bis hin zur luxuriösen Großjacht – im Wert von rund 6 Milliarden Euro versichert. Doch auch für Gauner sind Schiffe eine gefragte Beute. Sollte ein Dieb tatsächlich zugeschlagen haben, hilft ein Bootspass dem Eigentümer bei der Meldung an den Versicherer sowie um die Fahndung nach dem Eigentum zu erleichtern.

Boote sind im Gegensatz zu Lkws, Pkws und Motorräder nicht einheitlich gekennzeichnet. Daher ist eine detaillierte und umfassende Beschreibung der Schiffsmerkmale wichtig. „Nach einem Diebstahl kann die Identifikation eines Bootes und die Fahndung der Polizei erheblich erleichtert werden, wenn der Bootsbesitzer einen aktuellen Bootspass hat“, erklärt Bernhard Gause, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Kostenloser Bootspass

Ein solcher Bootspass ist beim Versicherer erhältlich oder kann auf den Internetseiten für Skipper des GDV kostenlos heruntergeladen werden. Er enthält umfassende Daten, die zur polizeilichen Fahndung, aber auch für die Diebstahlmeldung beim Bootsversicherer hilfreich und notwendig sind. Unter anderem sind hier der Name des Bootes, technische Daten, Besonderheiten und Merkmale, wie nicht serienmäßige Ausstattungen und Beschädigungen einzutragen. „Die genaue und umfassende Beschreibung von Boot und Zubehör erhöht für den Dieb das Entdeckungsrisiko“, betont Gause.

Die Angaben im Bootspass sollten immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden, insbesondere nach dem Anbau von Zusatzgeräten oder nach größeren Reparaturen. Zudem ist es sinnvoll, das Schiff sowie dessen Besonderheiten und das Bootszubehör aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren und die Bilder dem Bootspass beizulegen. Der ausgefüllte Bootspass sollte zur eigenen Sicherheit mehrmals kopiert an unterschiedlichen Plätzen griffbereit aufbewahrt werden.

Für Kaufinteressenten ist nach Angaben des GDV besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Boot ohne Rumpfnummer (CIN – Craft Identification Number) oder mit einer überarbeiteten Individualnummer angeboten wird. Vor dem Kauf sollten unbedingt die Herkunft und Besitzverhältnisse des Bootes geklärt sein.

Versicherungsschutz für Bootsbesitzer> Für alle Bootseigentümer empfiehlt sich dringend der Abschluss einer Sportboot-Haftpflichtpolice, denn wer mit seinem Boot einen Unfall verursacht und einen anderen schädigt, muss für die Kosten, egal wie hoch diese sind, aufkommen. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung, die den Eigentümer, aber auch alle zur Bedienung des Bootes berechtigten Personen absichert, übernimmt solche Schäden, wehrt aber auch ungerechtfertigte Forderungen ab.

Der Verlust oder die Beschädigung eines Motor- oder Segelbootes durch Feuer, höhere Gewalt, Diebstahl, Unfall, Kentern und Sinken kann mit einer Bootskaskoversicherung abgesichert werden. Je nach Vertragsvereinbarung leistet der Versicherer auch bei Schäden, die bei Land- und Fährtransporten innerhalb Europas und/oder als Folge eines Konstruktions-, Fabrikations- und Materialfehlers entstanden sind.

Optional ist oftmals auch eine Neuwertversicherung für Boote, die nicht älter als fünf Jahre sind. Erstattet wird dabei nicht nur der Marktwert, also der Wert des Schiffes zum Zeitpunkt des Unfalles oder Diebstahls, sondern der tatsächliche Preis, den man für den Neukauf des Bootes bezahlen müsste. Auch eine Kostenübernahme für eine eventuelle Wrackbeseitigung kann vereinbart werden.

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