Versicherungsschutz 5.0 für Hausrat und Gebäude

 - 

(verpd) Vieles, was vor 20 Jahren noch nicht denkbar war, ist heute bereits Standard, wie der private Gebrauch von PCs und Handys oder die individuelle Nutzung von erneuerbaren Energien, zum Beispiel mit einer eigenen Fotovoltaikanlage, zeigen. Die Neuheiten bringen jedoch häufig auch Risiken mit sich, die mit Hausrat- und Gebäude-Versicherungsverträgen, welche bereits seit mehreren Jahren unverändert bestehen, nicht abgesichert sind. Die meisten Versicherer passen jedoch ihr Leistungsangebot den aktuellen Anforderungen an und ermöglichen es ihren Kunden, den Versicherungsumfang bestehender Verträge entsprechend zu aktualisieren.

Ältere Versicherungsverträge bieten oftmals nur einen Standardschutz, der viele neu hinzugekommene Risiken nicht mit abdeckt. Daher ist es sinnvoll, sich von Zeit zu Zeit darüber zu informieren, was aktuell absicherbar ist.

Viele mittlerweile versicherbare Leistungen sind nämlich entweder bereits kostenlos in neueren Policen enthalten oder können optional gegen einen kleinen Aufpreis in den bisherigen Versicherungsvertrag mit eingeschlossen werden.

Mehr als nur eine Absicherung der Möbel

Insbesondere ältere Hausratversicherungen gewähren nur den üblichen Standardschutz, der die Risiken Brand, Explosion, Einbruchdiebstahl, Leitungswasserschäden, Sturm und Hagel beinhaltet. Viele Versicherer bieten dazu kostenlos oder gegen einen kleinen Aufpreis nun auch den Einschluss von Schäden durch Vandalismus, Trickdiebstahl, Überspannungs- sowie Seng- und Schmorschäden an. Selbst Schäden durch einen einfachen Diebstahl aus dem verschlossenen Auto oder während eines Krankenhausaufenthaltes, durch auslaufende Wasserbetten und Aquarien oder ein Fahrraddiebstahl können teils optional versichert werden.

Auch den technischen Neuerungen wird Rechnung getragen: In manchen Policen lassen sich beispielsweise Vermögenseinbußen durch Phishing beim Onlinebanking oder durch einen Raub von Telefon- oder Kreditkarten sowie die Wiederherstellung wichtiger Daten, die durch einen versicherten Schaden verloren gingen, bis zu einem bestimmten Betrag mitversichern.

Darüber hinaus bieten einige Versicherer optional im Schadenfall die Vermittlung und/oder Übernahme von bestimmten Hilfsdiensten an. Dazu zählen beispielsweise ein im Notfall notwendiger Rohrreinigungs-, Heizungs-, Sanitär- oder Elektroinstallateur-Service, ein Schlüsseldienst oder sogar eine Schädlingsbekämpfung sowie das Entfernen von Wespennestern. Auch ein genereller Unterversicherungs-Verzicht kann oftmals bis zu einer bestimmten Höhe vereinbart werden.

Von der Fotovoltaikanlage bis hin zu Graffiti-Schäden

Eine Wohngebäude-Versicherung leistet in der Regel für Schäden durch Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel und bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser. Versichert sind normalerweise alle Gebäudebestandteile wie Dach, Wände, Böden, Fliesen oder auch Einbauküchen.

Allerdings sind auf dem Dach montierte Fotovoltaikanlagen in vielen älteren Policen nicht automatisch mitversichert. Solche Anlagen können mittlerweile oftmals optional gegen Aufpreis oder auch kostenlos in die bestehende Gebäudeversicherung eingeschlossen werden.

Zudem ist ein erweiterter Versicherungsumfang für diese Anlagen, der neben den genannten Risiken zahlreiche andere Gefahren, wie Bruchschäden, Beschädigung durch Dritte und vieles mehr mit abdeckt, in vielen Fällen möglich. Auch andere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie Wärmepumpen-, Solar- und/oder Geothermieanlagen, lassen sich optional mitversichern. Einige Versicherer decken in der Gebäude-Police auf Wunsch zudem Graffiti-Schäden, Bruchschäden an Armaturen und Rohren sowie Schäden durch Rohrverstopfungen mit ab.

Selbst Überschwemmungen und Erdbeben sind versicherbar

Sogenannte Elementarschäden, also zum Beispiel Schäden, die durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch oder Schneelast verursacht werden, zählen in der Regel nicht zum Standard-Versicherungsumfang einer Hausrat- oder Gebäudeversicherung.

Allerdings können Elementarrisiken bei den meisten Policen gegen einen kleinen Aufpreis mit eingeschlossen werden.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.