Über eine halbe Milliarde Euro Schaden durch Pfingstunwetter

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(verpd) Das Sturmtief „Ela“, das Anfang Juni 2014 über Deutschland hinweggezogen ist, hat nach ersten Auswertungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zu rund 350.000 versicherten Schäden mit rund 650 Millionen Schadenskosten geführt.

Alleine 250.000 Gebäude und 100.000 Kraftfahrzeuge waren davon betroffen.

Am späten Pfingstmontag zog das Unwetter „Ela“ eine Schneise der Verwüstung vor allem durch das Rheinland, Ruhrgebiet und Südniedersachsen. Von Sturmschäden besonders betroffen waren der Raum Köln/Düsseldorf, Essen und Bochum in Nordrhein-Westfalen sowie Hannover, Göttingen und die Kreise Hildesheim und Goslar in Niedersachsen.

Vor Kurzem trat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mit einer ersten Schätzung des Gesamtschadens an die Öffentlichkeit. Nach ersten Auswertungen der deutschen Versicherer rechnet die Branche mit einer Schadenbelastung von 650 Millionen durch bundesweit insgesamt 350.000 versicherte Schäden.

650 Millionen Euro versicherter Gesamtschaden

Beschädigt wurden rund 250.000 Gebäude. Die Gebäudeversicherer erstatteten den betroffenen Gebäudebesitzern entsprechend den jeweils vereinbarten Versicherungsleistungen rund 400 Millionen Euro an Schadenskosten. Zudem waren rund 100.000 Kraftfahrzeuge von Sturmschäden betroffen. Hier zahlten die Kfz-Versicherer Schäden in Höhe von rund 250 Millionen Euro.

Damit ist „Ela“ der zweitteuerste Sommersturm der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte, wie der GDV bekannt gab. Teurer war nach Angaben der Versicherungswirtschaft lediglich das Sturmtief „Andreas“ Ende Juli 2013, das rund 1,9 Milliarden Euro Sachschaden verursachte. Diese Fakten zeigen zum einen, dass man mit Sturm und anderem Unwetter nicht nur im Frühjahr oder Herbst rechnen darf, und zum anderen, wie wichtig eine passende Absicherung des Eigentums ist.

Schutz für das Eigenheim

Die Wohngebäudeversicherung kommt beispielsweise für Gebäudeschäden auf, die durch Sturm ab Windstärke acht, Brand, Leitungswasser infolge eines Rohrbruchs und/oder Hagel am Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände entstanden sind. Versichert sind beispielsweise Decken, Wände, Böden, Tapeten, Fliesen, fest verklebte Teppiche, Sanitäranlagen, eine Zentralheizung, Einbauschränke und eine Einbauküche.

Kommt es zu Schäden am Hausrat, also an den Möbeln, Elektrogeräten, der Kleidung und sonstigen Ge- und Verbrauchsgütern des Haushalts, springt eine bestehende Hausratversicherung ein. Folgende Risiken sind in der Regel versichert: Sturm ab Windstärke acht, Brand, Explosion und Implosion, Brand, Einbruch-Diebstahl, Leitungswasser infolge eines Rohrbruchs, Hagel sowie der Absturz von Luftfahrzeugen.

Wenn ein Sturm das Auto beschädigt

Schäden am Auto sind durch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Das gilt nicht nur für Schäden, die der Sturm direkt am Wagen verursacht, indem er es beispielsweise zum Kippen bringt, sondern auch für Schäden durch umherfliegende Gegenstände wie Äste. Die Teilkasko-Versicherung übernimmt neben den Sturmschäden auch Schäden durch Diebstahl, Raub, Brand, Explosion, unmittelbare Einwirkung durch Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild und Glasbruchschäden.

In einer Vollkasko-Versicherung ist der Teilkaskoschutz automatisch integriert. Die Vollkasko-Deckung zahlt darüber hinaus auch Kfz-Unfallschäden am eigenen Fahrzeug, die durch einen selbst oder unbekannte Dritte verursacht wurden. Reine Teilkaskoschäden haben im Übrigen keinen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt einer eventuell bestehenden Vollkasko-Versicherung.

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