Teure Naturkatastrophen in Deutschland

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(verpd) Wie wichtig eine ausreichende Absicherung gegen Naturkatastrophen ist, verdeutlichen die aktuellen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

Vergangenes Jahr erhielten Versicherungskunden rund zwei Milliarden Euro Entschädigung für Schäden, die durch Unwetter verursacht wurden. Allein ein einziges Sturmereignis hatte 2014 versicherte Schäden in Höhe von rund 400 Millionen Euro verursacht.

Nach Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) haben die Sachversicherer im Jahr 2014 rund zwei Milliarden Euro für die Folgen von Naturgewalten gezahlt.

„Im Vergleich zu 2013, in dem wir alle ein verheerendes Hochwasser und heftige Hagel zu verkraften hatten, fällt die Bilanz 2014 zwar besser aus, aber allein zwei Naturereignisse haben Schäden in Höhe von über 500 Millionen Euro verursacht“, erläuterte GDV-Präsident Alexander Erdland.

Ela, einer der schadenreichsten Sommerstürme

Nach den veröffentlichten Daten verursachte das Sturmtief Ela an Pfingsten letzten Jahres 250.000 versicherte Schäden. Die Sachversicherer zahlten diesbezüglich rund 400 Millionen Euro an Schadensleistungen aus. Ela gehört damit zu einem der schadenreichsten Sommerstürme der vergangenen 15 Jahre. Insgesamt zählt das Jahr 2014 nach Angabe des GDV zu den fünf folgenschwersten Sturm- und Hageljahren seit 1998.

Als weiteres Großereignis hebt der GDV das Unwetter in Form von Starkregen Ende Juli hervor, das insbesondere in Münster zahlreiche Schäden anrichtete. Dort fielen binnen weniger Stunden 292 Liter Regen auf einen Quadratmeter, was nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landesumweltamtes einer der höchsten je in Deutschland gemessenen Werte ist. Insgesamt übernahmen die Sachversicherer für 30.000 Schäden Kosten in Höhe von 140 Millionen Euro, die bei diesem Unwetter verursacht wurden.

Eine von Versicherern und Klimaforschern gemeinsam erstellte Klimastudie aus dem Jahr 2011 geht davon aus, dass Überschwemmungsschäden sich bis zum Ende dieses Jahrhunderts verdoppeln und Sturmschäden bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent zunehmen werden.

Absicherung für das Hab und Gut

Ist man von einer Naturkatastrophe wie Hagel oder Überschwemmung betroffen, hilft der passende Versicherungsschutz, zumindest die finanziellen Belastungen, die eine Schadensbeseitigung mit sich bringen kann, so klein wie möglich zu halten. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Sachversicherungen an. Unwetterschäden durch Hagel, Blitz und Sturm am Auto lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung absichern.

Hausbesitzer, die gegen Schäden an der Immobilie durch Brand, Blitzeinschlag, Sturm und Hagel abgesichert sein möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Unter anderem werden diese Risiken zur Absicherung eines Hausrates durch eine Hausrat-Police oder zum Schutz eines Firmeninventars mittels einer Geschäftsinhalts-Versicherung mit abgedeckt.

Mögliche Inventar- und Gebäudeschäden durch Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Starkregen, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben lassen sich in der Regel durch eine Elementarschaden-Versicherung absichern. Dieser Versicherungsschutz kann meist auch im Rahmen einer bestehenden Hausrat-, Gebäude- und/oder Geschäftsinhalts-Police gegen einen Prämienaufschlag mitversichert werden.

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