So viele Naturkatastrophen wie noch nie

 - 

(verpd) Wie eine Statistik belegt, gab es 2015 über fünf Prozent mehr schadensreiche Katastrophen als im Jahr zuvor. Zudem verursachten die von der Natur sowie von Menschenhand verursachten Ereignisse in 2015 nicht nur hohe finanzielle Schäden, sondern es starben dabei im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Menschen.

Ein Rückversicherer hat vor Kurzem eine Statistik zu den Schäden, die 2015 durch Katastrophen, welche von der Natur oder von Menschen verursacht wurden, entstanden sind, veröffentlicht. Als Katastrophen werden dabei Ereignisse eingestuft, wenn sie bestimmte Schaden-Schwellenwerte überschreiten. Laut der Studie wurden 2015 insgesamt 353 Katastrophenereignisse registriert, die pro Ereignis unter anderem mehr als 48,8 Millionen US Dollar Schaden verursachten oder mehr als 20 Todesopfer, 50 Verletzte oder 2.000 Obdachlose forderten.

Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug im vergangenen Jahr demnach 92 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 81 Milliarden Euro). 2014 waren es mit 113 Milliarden US-Dollar (100 Millionen Euro) fast 20 Prozent mehr. Als Grund für das niedrigere Schadenniveau in 2015 nannten die Studienautoren unter anderem eine vergleichsweise ruhige Hurrikansaison in den USA.

Die Anzahl der Katastrophen steigt weiter

Trotz der geringeren Schadenhöhe stieg die Anzahl der Katastrophen insgesamt wie auch die Zahl der naturbedingten Katastrophen an. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des Rückversicherers 353 Katastrophen, das waren 17 mehr als noch im Vorjahr und 47 mehr als in 2013. Die Zahl der Naturkatastrophen ist von 147 in 2013 auf 189 in 2014 und auf 198 in 2015 angestiegen. Auch die Zahl der von Menschen verursachten Katastrophen hat sich von 148 in 2014 auf 155 in 2015 erhöht.

Insgesamt kamen 2015 fast 26.400 Menschen durch von der Natur oder auch von Menschen verursachte Katastrophen ums Leben. 2014 waren es mit 12.800 Menschen noch deutlich weniger. 2015 starben rund 19.000 Personen bei Naturkatastrophen. Obwohl nur etwas über die Hälfte der Katastrophenereignisse auf natürliche Ursachen zurückzuführen waren, machten sie mit rund 80 Milliarden US-Dollar (knapp 71 Milliarden Euro) fast 87 Prozent des finanziellen Gesamtschadens aus.

Unter anderem verursachte beispielsweise das Sturmtief Niklas in mehreren europäischen Ländern einen Gesamtschaden von 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) und die Winterstürme Elon und Felix etwa 543 Millionen US-Dollar (circa 500 Millionen Euro). Alleine für den Orkan Niklas zahlten die Versicherer in Deutschland nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. rund 750 Millionen Euro Entschädigungen an ihre Kunden, die durch diesen Sturm einen Schaden erlitten hatten.

Damit eine Naturkatastrophe nicht die finanzielle Existenz kostet

Dies zeigt, dass man auch in Deutschland nicht vor Naturkatastrophen sicher ist. Allerdings gibt es zumindest eine finanzielle Absicherungsmöglichkeit. Immobilienbesitzer, die Brand-, Blitzeinschlag-, Sturm- und Hagelschäden am Gebäude abgedeckt wissen möchten, können beispielsweise eine Gebäudeversicherung abschließen. Gegen die genannten Risiken kann auch ein Hausrat im Rahmen einer Hausratversicherungs-Police oder ein Firmeninventar mithilfe einer Geschäftsinhalts-Versicherung abgesichert werden.

Durch Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben verursachte Schäden lassen sich in vielen der genannten Policen meist gegen einen Aufschlag im Rahmen einer sogenannten Elementarschaden-Versicherung mitversichern.

Wird ein Kraftfahrzeug durch Hagel, Blitz oder Sturm beschädigt, hilft eine bestehende Kasko-Versicherung weiter. So sichert beispielsweise eine bestehende Teilkaskoversicherung, die automatisch auch in der Vollkaskoversicherung enthalten ist, die finanziellen Schäden an einem Auto, die durch die genannten Risiken entstanden sind, ab.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.