So kostet eine Renovierung nicht den Versicherungsschutz

 - 

(verpd) Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an einer Immobilie gefährden unter Umständen den Versicherungsschutz der Hausrat- und/oder Gebäudeversicherung, wenn der Versicherer nicht darüber informiert wurde.

Daher sollte jeder Haus- oder Wohnungsbesitzer sich bereits vor Beginn entsprechender Baumaßnahmen mit dem jeweiligen Versicherer in Verbindung setzen und sein Vorhaben melden.

Es gibt diverse Begleitumstände bei Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, die zu einem erhöhten Risiko für die Immobilie führen kommen. Beispielsweise erleichtert ein aufgestelltes Baugerüst es Dieben, über die oberen Stockwerke in ein Haus zu gelangen. Auch eine provisorisch angebrachte Dacheindeckung, die das Haus für Sturmschäden anfälliger macht, erhöht während eines Umbaus das Schadenrisiko.

Gefahrenänderungen müssen gemeldet werden

Diese Umstände stellen für die Hausrat- und/oder Gebäudeversicherung somit eine sogenannte Gefahrerhöhung dar. Entsprechend den Vertragsbedingungen müssen derartige Änderungen der Risikoverhältnisse dem Versicherer, bei dem die Police besteht, gemeldet werden. Solche baulichen Veränderungen an der Immobilie, auch wenn sie nur vorübergehend sind, müssen daher vom Versicherungskunden dem jeweiligen Versicherer vorab gemeldet werden.

Geschieht dies nicht, und ist die Gefahrerhöhung mit die Ursache dafür, dass es überhaupt zum Schaden gekommen ist, kann der Hausrat- und/oder Gebäudeversicherer die Schadensleistung in einem der Schwere der Schuld angemessenen Verhältnis kürzen.

Risikogerechte Versicherungsprämie

Je nach Umstand kann der Versicherer für die Zeit der Gefahrerhöhung einen Prämienzuschlag verlangen. Der Grund dafür: Versicherer nehmen für die Kalkulation der normalen Prämie immer durchschnittliche Risikoverhältnisse als Rechenbasis an. Versicherungskunden, die ein überdurchschnittlich hohes Risiko versichern möchten, müssen daher Zuschläge zahlen.

Alle anderen Versicherten, die keine besondere Gefahren aufweisen, müssen nur die günstigere Normalprämie zahlen, damit sie nicht zusätzlich für Risiken beitragsmäßig belastet werden, die sie selbst gar nicht haben. Doch auch wenn eine erhöhte Gefahr besteht, ist es für den betroffenen Immobilienbesitzer rein rechnerisch auf alle Fälle sinnvoller, einen Prämienzuschlag in Kauf zu nehmen als im Ernstfall ohne Versicherungsschutz dazustehen.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.