Schutz vor Überschwemmungsschäden

 - 

(verpd) Überschwemmungen sind in jeder Jahreszeit möglich. Bestimmte Schutzvorkehrungen an einem Haus können die Schadensgefahr reduzieren.

Da es jedoch trotz aller Maßnahmen nie einen hundertprozentigen Schutz gibt, sollte eine passende Absicherung bestehen, damit im Falle des Falles nicht auch noch die finanziellen Folgen katastrophal sind.

Es gibt diverse Maßnahmen, die helfen, ein Haus gegen Hochwasserschäden zu schützen. Allerdings lassen sich viele dieser präventiven Mittel nicht erst kurz vor einem Hochwasserereignis einbauen, daher sollte dies lange bevor eine akute Gefahr besteht vorgenommen werden. Welche baulichen Präventionsmaßnahmen sinnvoll sein können, kann in einem Onlineportal des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nachgelesen werden.

Entsprechende Informationen bietet unter anderem auch die 60-seitige, kostenlos herunterladbare „Hochwasserschutzfibel“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Ebenfalls unentgeltlich ist die beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) herunterladbare Broschüre „Land unter – Schutz vor Überschwemmung und Hochwasser“ für Privatpersonen sowie der Leitfaden „Schutz vor Überschwemmungen“ für Gewerbe- und Industrieunternehmen.

Von Rückstauklappen bis zur Sicherung der Ölheizung

Experten raten beispielsweise zum Einbau von sogenannten Rückstauklappen und Absperrschiebern bei den Abwasserleitungen, um einen Rückstau des Kanalisationswassers zu verhindern. Denn bei einer Überschwemmung steigt meist auch der Wasserspiegel im öffentlichen Kanalnetz. Es besteht dann die Gefahr, dass Kanalwasser durch Abflussleitungen und sonstige Hausanschlüsse ins Hausinnere gedrückt werden kann.

Eine erhebliche Gefahr geht bei Hochwasser von Ölheizungen aus. Läuft beispielsweise bei einer Überschwemmung Öl aus dem Öltank oder sonstigen ölführenden Leitungen aus, werden das Gebäude sowie die Inneneinrichtung meist unreparabel beschädigt. Alle Anschlüsse wie Öleinfüllstutzen und Belüftungen sind daher im Hochwasserfall so abzusichern, dass kein Wasser eindringen kann. Zudem ist es wichtig, einen Heizöltank so abzusichern, dass er selbst dann stehen bleibt und nicht umkippt, wenn er von Wasser umgeben ist.

Ist dies nicht möglich, empfiehlt das BMVI im direkten Überschwemmungsfall den Tank mit Wasser aufzufüllen, um die nötige Gewichtskraft zu erzeugen. In der Broschüre heißt es dazu: „Die Kosten für die anschließende Trennung des Heizöl-Wasser-Gemisches durch einen Fachbetrieb steht in keinem Verhältnis zu den entstehenden Schäden durch ausgelaufenes Heizöl im und am Gebäude.“

Schützen und absichern

Prinzipiell gelten Schäden, die durch Hochwasser verursacht werden, als Natur- oder auch Elementarschäden. Da trotz Präventionsmaßnahmen kein 100-prozentiger Schutz gegen Hochwasserschäden möglich ist, sollten die finanziellen Folgen, die eine solche Katastrophe zur Folge haben kann kann, durch einen entsprechenden Versicherungsschutz abgesichert werden.

Beispielsweise können Hochwasserschäden in einer Gebäude-, aber auch in einer Hausratversicherung mit abgesichert werden. Dazu ist der meist optionale Einschluss einer entsprechenden Elementarschaden-Versicherung gegen einen kleinen Aufschlag in den genannten Policen möglich. Versichert sind dann nicht nur Schäden durch Hochwasser, sondern auch durch Schneelast, Starkregen, Lawinen, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch und Vulkanausbruch.

Wer wissen möchte, ob akut eine Überschwemmung droht, kann online unter http://www.hochwasserzentralen.de/ eine Übersicht der stets aktualisierten, länderübergreifenden Hochwasserlage aufrufen. Ist man von einer Überschwemmung betroffen, sollten die Rettungskräfte informiert, gefährdete Personen evakuiert und elektrische Geräte in von Hochwasser bedrohten Räumen abgeschaltet werden. Zudem gilt es, Wertgegenstände und wichtige Dokumenten wie Versicherungsunterlagen und Zeugnisse frühzeitig in Sicherheit zu bringen.

Weitere News zum Thema

  • Prävention gegen Überschwemmungsschäden

    [] (verpd) Lang anhaltender oder sehr starker Regen, aber auch eine einsetzende Schneeschmelze führen fast jedes Jahr zu erheblichen Hochwasser- oder Überschwemmungsschäden an Immobilien, in Haushalten und an Fahrzeugen. Wie sich solche Schäden minimieren oder zum Teil sogar ganz vermeiden lassen. mehr

  • Wenn Kunden nicht zahlen

    [] (verpd) Selbst eine gut gehende Firma kann schnell in finanzielle Schwierigkeiten kommen, wenn ein Großteil ihrer Forderungen, die sie gegenüber ihren Kunden aufgrund Warenlieferungen oder erbrachten Dienstleistungen hat, nicht bezahlt wird. Wie sich Unternehmen davor schützen können. mehr

  • Der passende Versicherungsschutz für die eigene Immobilie

    [] (verpd) Jeder, der ein Haus hat oder sich anschaffen möchte, sollte auch an die möglichen Risiken, die zur Beschädigung oder Zerstörung der Immobilie führen können, denken, und die finanziellen Folgen entsprechend absichern. Anderenfalls kann beispielsweise ein Blitzschlag oder ein sonstiger Unwetterschaden schnell zum finanziellen Ruin führen. mehr

  • Wie Unternehmer Einbrecher abschrecken können

    [] (verpd) 2015 verzeichnete die Polizei rund 89.000 Einbruchdiebstähle in Gewerbeobjekte. Der Gesamtschaden durch Einbrecher beträgt jährlich mehrere Hundert Millionen Euro. Ein umsichtiges Verhalten und geeignete Vorkehrungen könnten jedoch einige Schäden verhindern oder zumindest die Schadenhöhe reduzieren. Tipps dazu gibt es von der Versicherungswirtschaft und der Polizei. mehr

  • Wovor sich Unternehmen am meisten fürchten

    [] (verpd) Betriebsunterbrechungen werden global betrachtet aus Unternehmenssicht am meisten gefürchtet. Weiter zugenommen hat nach einer aktuellen Studie eines Versicherers die Gefahrenwahrnehmung von Cybervorfällen, die in Deutschland sogar erstmals als größtes Geschäftsrisiko gesehen werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.