Risiken des Klimawandels für den Geschäftsbetrieb

 - 

(verpd) Überschwemmungen sind nach Einschätzung kleiner und mittelständischer Unternehmen für deren Betrieb am ehesten eine Gefahr, die sich aus dem Klimawandel für sie ergeben könnte. Die kritischsten Konsequenzen werden bei den möglichen Sachschäden und Betriebsunterbrechungen gesehen.

Welche mögliche Folge des Klimawandels hat die größten Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb? Diese Frage stellte das GfK-Marktforschungsinstitut rund 2.600 klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus unterschiedlichen Branchen in 13 Ländern, darunter auch in Deutschland. Je Land wurden somit rund 200 Unternehmens-Verantwortliche befragt.

Die Teilnehmer der im Auftrag eines Versicherers durchgeführten Studie konnten dabei aus einer Liste folgender sechs Klimawandel-Folgen auswählen: Überflutungen, Starkregen, Stürme und Tornados, Dürre und Hitze, Muren sowie Ansteigen des Meeresspiegels.

Wertvolle Expertentipps zur staatlich geförderten Altersvorsorge erhalten Sie in unserem Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Überschwemmungsschäden als Klimawandel-Konsequenzen

Für die deutschen Unternehmen sind es nach eigener Einschätzung am ehesten Überschwemmungen, die problematisch werden könnten: 36 Prozent nannten diese Gefahr. An zweiter Stelle liegt ebenfalls ein Risiko, das mit Niederschlag zu tun hat: Starkregen wurde von 33 Prozent angeführt. Jeweils zehn Prozent sehen ein Risiko für ihren Betrieb durch Stürme und Tornados sowie durch Hitze und Dürre und vier Prozent durch Muren.

Zudem wurden die Unternehmer danach gefragt, welche Problemart, die aufgrund der Folgen des Klimawandels eintreten kann, die kritischsten Konsequenzen für ihren Geschäftsbetrieb hätte. Hierzulande erhielt das Risiko eines Sachschadens die meisten Nennungen, nämlich insgesamt 36 Prozent, also mehr als jede dritte. An zweiter Stelle sehen mit 24 Prozent der KMUs hier eine Betriebsunterbrechung als größte Gefahr.

Danach folgen negative Auswirkungen auf die Versorgungs- und Lieferketten mit zwölf Prozent sowie hohe Energie- und Wasserkosten mit zehn Prozent der Nennungen.

Zunahme von extremen Wetterereignissen

Sechs Prozent der Befragten glauben im Übrigen nicht, dass ihr Unternehmen von einem der genannten Klimawandelfolgen betroffen sein wird. Dies kann jedoch ein teurer Irrtum werden, wie auch Daten aus der Vergangenheit zeigen.

„Der Weltklimarat IPCC als wissenschaftliches und zwischenstaatliches Gremium stellt fest: Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“, so Dr. Christiane Textor von der Deutschen IPCC (Weltklimarat)-Koordinierungsstelle

Sie betont zudem: Überall auf der Welt wurden die Folgen des Klimawandels für Natur und Menschen nachgewiesen. Der Klimawandel verstärkt bestehende Risiken und bewirkt neue, auch Wetterextreme werden zunehmen.

Absicherung für Betriebe

Alleine in 2016 zahlten die Versicherer nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund zwei Milliarden Euro für Sachschäden an Gebäuden, Betrieben, Landwirtschaft und Hausrat durch Stürme, Starkregen und Hagel. Die beiden Frühjahrsunwetter Elvira und Friederike von 2016 waren mit 800 Millionen Euro Schaden die bislang teuersten Starkregenereignisse in Deutschland.

Für die meisten Risiken, die eine existenzielle Bedrohung für ein Unternehmen sein können, gibt es jedoch passende Absicherungslösungen. Dazu zählen unter anderem die Geschäftsinhalts-, Gebäude-, Maschinen- und Elektronikversicherung und die Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Neben Sturm-, Hagel-, Brand- und Blitzschlagschäden können in diesen Policen zum Teil optional oder auch in Form einer eigenen Elementarversicherung Schäden durch Starkregen, Hochwasser, Erdbeben, Überschwemmungen, Muren, Steinschlag, Schneedruck und Lawinen abgesichert werden.

Weitere News zum Thema

  • Fahrraddieben das Leben schwer machen

    [] (verpd) Auch wenn im vergangenen Jahr laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik die Anzahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, so werden dennoch pro Jahr 332.500 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Die Chancen, dass man sein gestohlenes Rad wiederbekommt, sind also ziemlich gering. Besser, wenn es gar nicht gestohlen wird. Man kann es potenziellen Dieben nämlich ziemlich schwer machen. mehr

  • Fällt der Chef aus, haben viele Firmen ein Problem

    [] (verpd) Bei kleineren Unternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen ist der geschäftliche Erfolg oft nur oder zum größten Teil von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Fällt ein solcher Unternehmer aus irgendeinem Grund über längere Zeit aus, gehen die Einnahmen stark zurück oder fallen ganz weg, während viele Betriebsausgaben weiter entrichtet werden müssen. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, mit denen sich dieses existenzielle Risiko eines Unternehmens absichern lässt. mehr

  • Wo die meisten Fahrräder geklaut werden

    [] (verpd) In Relation zur Einwohnerzahl wurden in den drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin die meisten Fahrräder geklaut, im Saarland die wenigsten, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2016) hervorgeht. Insgesamt ist die Zahl der geklauten Drahtesel erneut leicht zurückgegangen. mehr

  • Gegen den Hitzschlag von Smartphone und Co.

    [] (verpd) An sonnigen und heißen Tagen ist ein besonders sorgsamer Umgang mit dem elektronischen Equipment wie Smartphone, Tablet-PC, E-Book-Reader und Digitalkameras wichtig. Denn liegen die Geräte beispielsweise in der prallen Sonne oder im Auto, kann die Hitze zu schweren Beschädigungen an der Elektronik führen. mehr

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.