Prävention gegen Überschwemmungsschäden

Prävention gegen Überschwemmungsschäden

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(verpd) Lang anhaltender oder sehr starker Regen, aber auch eine einsetzende Schneeschmelze führen fast jedes Jahr zu erheblichen Hochwasser- oder Überschwemmungsschäden an Immobilien, in Haushalten und an Fahrzeugen. Wie sich solche Schäden minimieren oder zum Teil sogar ganz vermeiden lassen.

Die Schäden, die eine Überschwemmung oder ein Hochwasser anrichten kann, sind enorm. Alleine letztes Jahr zahlten nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hierzulande die Versicherer für Sachschäden, die durch Starkregen während der Sturmtiefs Elvira und Friederike verursacht wurden, 800 Millionen Euro. Hierbei sind die Überschwemmungsschäden an Autos und anderen Kraftfahrzeugen, die sich in der Regel durch eine Teilkaskoversicherung abdecken lassen, noch gar nicht mit eingerechnet.

Prinzipiell sind nach Angaben von Experten Überschwemmungen in Deutschland überall möglich. Daher ist es insbesondere für Hausbesitzer und auch Bauherren wichtig, sich frühzeitig um einen möglichen Überschwemmungs- oder Hochwasserschutz zu kümmern. Diverse Tipps gibt es diesbezüglich unter anderem von offiziellen Stellen.

Schutzempfehlungen von offiziellen Stellen

Welche kurz- und langfristigen Präventionen gegen Überschwemmungsschäden sinnvoll sind, erklärt beispielsweise die aktualisierte und kostenlos herunterladbare, 64-seitige Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUNBR).

Entsprechende Checklisten sowie Tipps, was kurz vor und nach einer Überschwemmung zu tun ist, enthält in Kurzform der downloadbare Flyer Land unter – Schäden durch Überschwemmung des GDV, der sich insbesondere an Privatpersonen richtet.

Ausführliche Informationen und Empfehlungen gibt es diesbezüglich auch im Bevölkerungsschutz-Portal www.bbk.bund.de des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie im herunterladbaren BBK-Ratgeber Empfehlungen für Hochwasser.

Präventionsmaßnahmen für Gebäude

So raten die Experten beispielsweise, dass ein umfassender Überschwemmungsschutz für ein Haus bereits beim Hausbau mit eingeplant werden sollte. So kann in hochwassergefährdeten Gebieten der Verzicht auf einen Keller bereits diverse Schäden ausschließen, wie in der Hochwasserschutzfibel des BUNBR zu lesen ist. Auch Heizungsanlagen sowie Stromverteilerkästen sollten in solchen Regionen möglichst in einem hochwassersicheren Obergeschoss installiert werden.

Zudem wird der Einbau von sogenannten Rückstauklappen und Absperrschiebern bei den Abwasserleitungen empfohlen – und zwar, egal ob ein Haus in einem hochwassergefährdeten Gebiet steht oder nicht. Dies kann unter anderem einen Rückstau des Kanalisationswassers, was bei Hochwasser und Starkregen immer wieder vorkommt, verhindern. Anderenfalls könnte das Kanalwasser durch Abflussleitungen und sonstige Hausanschlüsse ins Hausinnere gedrückt werden.

In hochwassergefährdeten Zonen sollten immer Dichtmaterial sowie Sandsäcke, Räumwerkzeug, regenfeste Kleidung, Gummistiefel, Tauchpumpe und ein aufgeladenes Handy im Haus vorhanden sein.

Was im Ernstfall zu tun ist

Experten raten dazu, dass in jedem Haushalt ein Notfallplan erstellt und so aufbewahrt wird, dass er für alle Haushaltsmitglieder schnell erreichbar ist. Solch ein Notfallplan, der unter anderem die wichtigsten Telefonnummern von Rettungsdiensten und Angehörigen sowie die dringlichsten Maßnahmen, die bei einer drohenden Überschwemmung zu beachten sind, enthalten sollte, hilft nämlich im Ernstfall, schnell und angemessen zu handeln.

Noch vor einer eintretenden Überschwemmung sollten zum Beispiel gefährdete Personen in Sicherheit gebracht, elektrischer Geräte in von Hochwasser bedrohten Räumen abgeschaltet sowie Türen, Fenster, Abflussöffnungen, aber auch Öleinfüllstutzen und Belüftungen abgedichtet werden. Zudem sollte der Heizöltank fest verankert sein, damit er nicht aufschwimmt oder umkippt, wenn er unter Wasser steht. Droht eine Überschwemmung, sollten auch Kraftfahrzeuge hochwassersicher abgestellt werden – allerdings nur, wenn dabei keine Gefahr für das eigene Leben besteht.

Trotz aller Präventionsmaßnahmen kann ein Überschwemmungsschaden nie ganz ausgeschlossen werden. Daher ist es grundsätzlich wichtig zu prüfen, ob ein Versicherungsschutz besteht, der diese Schäden abdeckt. Denn nicht jede Hausrat- oder Gebäudeversicherungs-Police deckt Schäden, die durch Starkregen oder Hochwasser entstehen, automatisch mit ab. Diese Risiken lassen sich jedoch meist mit einer sogenannten Elementarschaden-Versicherung, die teils mit einem Prämienaufschlag in die Hausrat- und Gebäudeversicherungs-Police miteingeschlossen werden kann, absichern.

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