Notwendiger Schutz während und nach einer Haussanierung

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(verpd) Ein schadhaftes Dach, zu dünne oder rissige Wände, ein abgeplatzter Wandputz, fehlende Abdichtungen und/oder ein mangelhafter Wärmeschutz, das sind nur einige Probleme, die ein älteres Haus mit sich bringen kann.

Entsprechende Sanierungsarbeiten sorgen für einen Werterhalt und zahlen sich durch einen niedrigeren Energiebedarf beim Heizen aus. Allerdings können dadurch auch neue Risiken und geänderte Gebäudewerte entstehen, die entsprechend abgesichert gehören.

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um ein älteres Haus zu modernisieren: von der Instandsetzung schadhafter Mauern, Verputze und Bedachungen über den Ersatz alter Heizkessel und Öfen durch moderne Heizanlagen und den Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasung bis hin zur Dämmung einzelner Gebäudeteile oder des ganzen Hauses. Die Deutsche Energie Agentur (Dena) bietet unter http://www.zukunft-haus.info/bauen-sanieren/daemmung-heizung-co/daemmung.html zudem weitere Informationen, wie sich beispielsweise der Energiebedarf eines Wohnhauses reduzieren lässt, an.

Jeder, der sein Haus sanieren möchte oder muss, sollte sich für die Zeit der Umbaumaßnahmen, aber auch danach, besonders absichern, um im Ernstfall nicht ein finanzielles Desaster zu erleben.

Zusätzliche Risiken während und nach der Sanierung

Grundsätzlich können Bauherren nämlich für alle Gefahren haftbar gemacht werden, die von ihrer Baustelle ausgehen – egal ob herunterfallende Bauteile einen vorbeigehenden Passanten treffen oder nicht ordnungsgemäß abgesichertes Baumaterial auf dem Gehweg zu einem Unfall führt.

Eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung übernimmt berechtigte Ansprüche von Geschädigten, wehrt aber auch unberechtigte Forderungen ab. Wer für Zigtausend Euros Baumaterial angeschafft hat, bekommt keinen Cent, wenn dieses durch Hagel, Sturm oder auch durch mutwillige Beschädigung Dritter beschädigt wird. Mit einer Bauleistungs-Versicherung lassen sich diese und andere Risiken absichern.

Ist die Sanierung abgeschlossen, erhöht beispielsweise ein Wärmedämmverbundsystem, umgangssprachlich auch Vollwärmeschutz genannt, oder eine angebaute Solaranlage den Wert des Hauses. Wird diese Sanierungsmaßnahme nicht der bestehenden Gebäudeversicherung gemeldet, kann es leicht zur Unterversicherung kommen, da der Wert des Gebäudes nach der abgeschlossenen Sanierung im Gegensatz zu vorher höher ist.

Finanzielle Nachteile im Schadenfall vermeiden

Im Schadenfall prüft der Versicherer, welchen Wert das Gebäude am Schadentag tatsächlich gehabt hat. Ist diese Summe höher als die vereinbarte Versicherungssumme, besteht eine Unterversicherung und der Versicherer muss im Schadenfall nur eine Schadenleistung entsprechend dem versicherten Anteil erbringen. Prinzipiell ist es daher ratsam noch vor Beginn der Sanierungsarbeiten mit einem Versicherungsfachmann zu sprechen, welcher Versicherungsschutz geändert oder zusätzlich benötigt wird.

Im Übrigen kostet nicht alles gleich eine Mehrprämie. So beinhaltet beispielsweise eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung, die für ein Einfamilienhaus oftmals kostenlos in der privaten Haftpflicht-Police enthalten ist, ohne Aufpreis einen Bauherrenhaftpflicht-Schutz bis zu einer bestimmten Bausumme. In manchen Fällen spart man sogar Geld:

Wer beispielsweise in der Vergangenheit mit Öl und nun mit Pellets heizt, kann sich die Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung, die für die Ölheizung noch sinnvoll war, sparen.

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