Notwendige Aktualisierung bei der Firmenabsicherung

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(verpd) Wer seine betrieblichen Versicherungen den aktuellen Firmenwerten anpasst, kann sicher sein, seine Prämien für den richtigen Schutz auszugeben.

In der Regel kennen Firmeninhaber besonders am Anfang des neuen Jahres die aktuellen Werte ihres Unternehmens, also wie hoch der Gewinn oder Verlust, das betriebliche Anlagevermögen, aber auch die jährlichen Kosten des letzten Geschäftsjahrs waren.

Wer glaubt, dass er durch die Angabe von niedrigeren statt der tatsächlich vorhandenen Versicherungswerte Geld spart, der irrt. Denn ist bei einigen Versicherungsarten eine zu niedrige Versicherungssumme vereinbart, reduziert sich im Schadenfall auch die Entschädigung entsprechend. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen und dem vom Versicherer bezahlten Schaden muss der Kunde dann selbst tragen.

Dies gilt auch für betriebliche Versicherungspolicen. Daher ist es wichtig, dass die Versicherungssummen zu den tatsächlichen Gegebenheiten passen.

Sparen am falschen Ende

Eine Geschäftsinhalts-Versicherung ersetzt in der Regel den Wiederbeschaffungswert (Neuwert) der kaufmännischen und technischen Betriebseinrichtung sowie die Waren und Vorräte einer Firma. Versichert sind beispielsweise Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm/Hagel.

Ist die vereinbarte Versicherungssumme niedriger als der tatsächliche Wert, bekommt der Kunde eine entsprechend niedrigere Entschädigungssumme ausbezahlt.

Beträgt beispielsweise die Versicherungssumme einer Geschäftsinhalts-Police 500.000 €, der tatsächliche Wiederbeschaffungswert der versicherten Sachen jedoch 1.000.000 €, erhält der Versicherungsnehmer bei einem Komplettschaden maximal die vereinbarte Versicherungssumme. Entsteht bei einem Brand ein Schaden in Höhe von 400.000 €, werden in diesem Fall vom tatsächlichen Schaden nur 200.000 € (50 Prozent) von der Versicherung bezahlt, da der Kunde zu 50 Prozent unterversichert war.

Die richtige Vorsorge

Prinzipiell sollten Unternehmer immer wieder prüfen, ob die vereinbarte Versicherungssumme ausreicht, denn die meisten Waren und Dienstleistungen unterliegen einer ständigen Preissteigerung. Wird keine regelmäßige Anpassung durchgeführt, besteht die Gefahr einer Unterversicherung, auch wenn sich beispielsweise an der Betriebseinrichtung nichts geändert hat. In vielen betrieblichen Versicherungspolicen kann diesbezüglich auch eine Wertzuschlags- oder -anpassungsklausel vereinbart werden, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

Es handelt sich dabei um eine dynamische Komponente, die dafür sorgt, dass die vereinbarten Versicherungssummen der veränderten Preisentwicklung automatisch angepasst werden. In einigen Policen kann aber auch ein prozentualer Anteil der Versicherungssumme oder ein festgelegter Betrag als Vorsorge mitversichert werden. In diesem Fall wird ein Schaden, der die Versicherungssumme und die vereinbarte Vorsorge zusammen nicht übersteigt, vollständig bezahlt.

Es gibt zudem eine weitere Möglichkeit, die gewährleistet, dass bei einer ungewollt aufgetretenen Unterversicherung Teilschäden komplett ersetzt werden. Wurde für bestimmte Positionen wie zum Beispiel Vorräte eine sogenannte Versicherung auf „Erstes Risiko“ vereinbart, bleibt hierfür eine aufgetretene Unterversicherung bis zur vertraglich festgelegten Höhe folgenlos.

Zu viel kostet unnötig Geld

Doch auch wer eine höhere Versicherungssumme vereinbart hat als den tatsächlichen Versicherungswert, hat Nachteile. Denn grundsätzlich wird nur der tatsächlich entstandene Schaden ersetzt, da nämlich die Entschädigung einer Schadenversicherung wie eine Inhaltsversicherung nicht zu einer Bereicherung führen darf. Nachdem die Höhe der Versicherungsprämie von der Versicherungssumme abhängt, zahlt der Versicherungskunde bei einer Überversicherung im Vergleich zu seinem tatsächlich benötigten Versicherungsschutz letztendlich zu viel.

Dies gilt nicht nur für die Geschäftsinhalts- oder Elektronikversicherung, sondern auch für die Betriebsunterbrechungs-Versicherung, auch Ertragsausfall-Versicherung genannt. Diese ersetzt im Brandfall zum Beispiel den entgangenen Betriebsgewinn und die fortlaufenden Kosten wie Löhne und Gehälter. Der Ertragsausfall wird bis zu einem vereinbarten Zeitraum bezahlt, spätestens bis die Firma ihre Tätigkeit wiederaufnehmen kann. Die Versicherungssumme sollte dabei den bisherigen und zu erwartenden fortlaufenden Kosten und dem Betriebsgewinn entsprechen (= Versicherungswert).

Ist zum Zeitpunkt des Versicherungsfalls die Versicherungssumme höher als der tatsächliche Versicherungswert, wird auch hier maximal der Versicherungswert ausbezahlt. Firmeninhaber, die sichergehen möchten, dass sie weder unter- noch überversichert sind, sollten sich von einem Versicherungsexperten regelmäßig beraten lassen. Das gilt insbesondere zum Jahresanfang, wenn die aktuellen Betriebsdaten des letzten Jahres vorliegen, aber auch wenn Änderungen im Betrieb wie zusätzliche Anschaffungen von Inventar und Maschinen anstehen.

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