Mit Licht gegen Einbrecher

 - 

(verpd) Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer e.V. (GDV) schlagen Wohnungseinbrecher in der dunklen Jahreszeit und hier insbesondere während der Dämmerung zu. Beim Einbruchsschutz spielt deswegen auch eine gute Ausleuchtung eine wichtige Rolle.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik gab es letztes Jahr 152.123 polizeilich registrierte Wohnungseinbrüche – nur 15,9 Prozent wurden aufgeklärt. Nach Aussagen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurden im Dezember fast 17 Prozent aller Einbrüche verübt – je Monat gerechnet sind das die meisten. Danach folgen mit jeweils über elf Prozent die Monate Oktober und November. Insgesamt werden fast die Hälfte aller Einbrüche in vier Monaten eines Jahres, nämlich im Oktober, November, Dezember und Januar begangen.

Besonders beliebt bei Einbrechern ist nach Angaben des GDV die Zeit während der Dämmerung. Am häufigsten wird in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr eingebrochen – hier ereignet sich fast jeder fünfte Einbruch, konkret 18 Prozent. In den sechs Stunden zwischen 16 bis 22 Uhr finden statistisch gesehen alle zehn Minuten fünf Wohnungseinbrüche statt, in den restlichen 18 Stunden des Tages sind es rund halb so viel.

Warum Licht Einbrecher abschreckt

Nach Angaben der Experten der VdS Schadenverhütung GmbH (VdS), einem Tochterunternehmen des GDV, „zeigen nicht beleuchtete Häuser und Wohnungen in der dunklen Jahreszeit den Tätern bereits am Nachmittag sofort, wo niemand zu Hause ist“. Daher ist die richtige Beleuchtung hinsichtlich eines sinnvollen Einbruchschutzes extrem wichtig.

Die simpelste Methode, um Einbrecher von vorneherein abzuschrecken, ist nach Angaben der VdS-Spezialisten die Verwendung von Zeitschaltuhren für Lampen und bei längerer Abwesenheit auch fürs Radio. So lässt sich mit wenig Kosten eine Anwesenheit vortäuschen. Die Experten empfehlen zudem Bewegungsmelder für die Außenbeleuchtung.

Doch auch andere Schutzmaßnahmen haben schon manchen Einbruch verhindert. Nach Polizeiangaben sind letztes Jahr 41,4 Prozent aller versuchten Einbrüche wegen einer vorhandenen Sicherungstechnik gescheitert. Am häufigsten gelangten die Einbrecher laut GDV durch ein Fenster oder eine Balkontüre und bei Mehrfamilienhäusern durch die Eingangstüre in die Wohnung. Doch „die meisten Einbrecher geben schon nach wenigen erfolglosen Minuten an Fenster oder Tür auf“, wie Paulus Vorderwülbecke, Leiter der Sicherungstechnik bei VdS, betont.

Welche Präventionsmaßnahmen noch sinnvoll sind

Vorderwühlbecke erklärt weiter: „Schon Nachrüstprodukte wie Querriegel für die Tür oder günstige Zusatzbefestigungen fürs Fenster stoppen selbst die Profis in unseren Prüf-Laboratorien. Achten Sie beim Kauf von Einbruchschutztechnik auf das VdS-Zertifikat – von unseren Experten zertifizierte Produkte haben bewiesen, dass sie Einbrechern wirklich standhalten.“ Weitere umfassende Tipps, wie man sein Eigenheim gegen Einbrecher schützen kann, sind im Webauftritt des VdS abrufbar.

Auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) informiert im Rahmen der Initiative K-Einbruch per Webportal über konkrete Präventionsmaßnahmen gegen Einbruch. Unter anderem sind hier detaillierte Informationen zu einbruchshemmenden Tür- und Fensterelementen und über die Sicherung von Rollläden bis hin zu elektronischen Einbruchmeldeanlagen und sicheren Wertbehältern für Wertsachen abrufbar.

Weitere Sicherheitstipps bietet auch der Webauftritt www.nicht-bei-mir.de, eine Initiative für den aktiven Einbruchschutz, die von der ProPK unterstützt und von verschiedenen Verbänden der Sicherheitswirtschaft getragen wird. Zudem gibt es von der Polizei neben der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Ungebetene Gäste“ in diversen ortsnahen polizeilichen Beratungsstellen auch eine persönliche Beratung für Interessierte, die ihre Wohnung oder ihr Haus einbruchssicher gestalten möchten.

Weitere News zum Thema

  • Einbrecher bevorzugen die Dunkelheit

    [] (verpd) Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes wird rund die Hälfte aller Einbrüche in der dunklen Jahreszeit verübt. Experten erklären, wie sich das Einbruchrisiko minimieren lässt. mehr

  • Damit nicht statt des Christkindes die Feuerwehr kommt

    [] (verpd) Offenes Feuer und Elektrizität sind die Ursache für über die Hälfte aller Brände hierzulande, wie der Statistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS) zu entnehmen ist. Besonders häufig brennt es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) im Dezember. Worauf man im Einzelnen achten sollte, damit die Brandgefahr möglichst gering ist. mehr

  • Die häufigsten und teuersten Kasko-Schäden

    [] (verpd) Glasbruch war 2015 die häufigste wie auch insgesamt die teuerste Schadenursache in der Teil- und Vollkaskoversicherung, wie eine aktuelle Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) belegt. mehr

  • Damit ein Sturm nicht zum Desaster wird

    [] (verpd) Grundsätzlich hängt das Schadenrisiko, das ein Sturm mit sich bringt, von der Windstärke des Sturmes ab. Es gibt jedoch einige Verhaltensmaßnahmen, die helfen, sich und sein Gebäude vor schweren Sturmschäden zu schützen. Zudem gibt es einiges, das es zu beachten gilt, damit nach einem Sturmschaden eine bestehende Sturmversicherung einen entstandenen Schaden möglichst schnell und problemlos ersetzt. mehr

  • Riskante Jahreszeit für Hauseigentümer und Mieter

    [] (verpd) Prinzipiell ist ein Immobilienbesitzer verpflichtet, verschneite, vereiste oder durch Laub verschmutzte Gehwege rund um sein Haus durch Räumen und/oder Streuen risikofrei begehbar zu machen. Diese Räum- und Streupflicht kann er aber auch vertraglich auf den Mieter übertragen. Hält sich ein Hauseigentümer oder auch ein Mieter, der dazu vertraglich verpflichtet wurde, nicht daran, und verunfallt jemand deswegen, kann es für den Betreffenden teuer werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.