Mehr Sicherheit für Hausbesitzer bei Baumaßnahmen

 - 

(verpd) Es gibt diverse Gründe, warum man an einem bestehenden Gebäude Baumaßnahmen vornehmen möchte oder muss. Betroffene Gebäudebesitzer sollten bei solchen Bauvorhaben aber auch an die Risiken während der Umbaumaßnahmen sowie an neu hinzugekommene Werte denken und den Versicherungsschutz entsprechend rechtzeitig anpassen. Nur so lassen sich unkalkulierbare finanzielle Risiken vermeiden.

Bei fast allen älteren Häusern stehen irgendwann mehr oder weniger umfangreiche Baumaßnahmen an. Die Gründe dafür sind vielfältig: vom gewünschten Aus- oder Umbau eines Hauses, einer Durchführung gewollter Modernisierungs- oder Verschönerungsmaßnahmen über die Beseitigung bestehender Mängel an Wänden, Fenstern oder am Dach bis hin zur Nutzung baulicher Energie-Einsparpotenziale.

Allerdings können durch diese Baumaßnahmen neue Risiken und geänderte Gebäudewerte entstehen, die entsprechend abgesichert gehören.

Der Bauherr haftet

So haftet beispielsweise in der Regel der Bauherr für alle Gefahren, die von seiner Baustelle ausgehen – egal ob herunterfallende Bauteile einen vorbeigehenden Passanten treffen oder nicht ordnungsgemäß abgesichertes Baumaterial auf dem Gehweg zu einem Unfall führt.

Die berechtigten Schadenersatz-Forderungen eines Geschädigten, die ein Bauherr aufgrund eines solchen Vorfalles normalerweise aus der eigenen Tasche zahlen müsste, würde jedoch eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung übernehmen – vorausgesetzt der Bauherr hat eine solche Police.

Die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung wehrt zudem auch unberechtigte Forderungen ab.

Wenn das Baumaterial beschädigt wird

Doch auch der Eigenschaden während der Bauphase kann hoch sein. Denn das angeschaffte Baumaterial ist nicht selten Zigtausend Euro Wert und könnte durch ein Unwetter wie Hagel und Sturm, aber auch durch mutwillige Taten Dritter beschädigt werden. Ohne eine Bauleistungs-Versicherung, die solche und andere Risiken abdeckt, würde der Bauherr im Schadenfall keinen Cent bekommen.

Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, gilt es den eventuell bereits bestehenden Versicherungsschutz an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ein Anbau, ein Vollwärmeschutz oder auch eine neu installierte Photovoltaikanlage erhöhen nämlich den Wert des Hauses.

Wird die Versicherungssumme der bestehenden Gebäudeversicherung nicht angepasst, kann dies zu einer Unterversicherung führen. Im Schadenfall würde dann nur eine Schadenleistung entsprechend dem versicherten Anteil und nicht die tatsächliche Schadenhöhe erstattet werden.

Rechtzeitig absichern

Grundsätzlich ist es deshalb ratsam, noch vor Beginn der Baumaßnahmen mit einem Versicherungsfachmann zu sprechen, welcher Versicherungsschutz anzupassen ist oder zusätzlich benötigt wird. Nicht immer muss man jedoch gleich mit Mehrkosten rechnen.

Eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung, die für ein Einfamilienhaus oftmals kostenlos in der privaten Haftpflicht-Police enthalten ist, enthält beispielsweise nicht selten auch ohne Aufpreis eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung bis zu einer bestimmten Bausumme. Liegt das Bauvorhaben jedoch über dieser Bausumme, kann man beim Versicherer nachfragen, ob der Haftpflichtschutz gegen einen Aufpreis noch in der Privathaftpflicht-Police mitversichert werden kann. Wenn nicht, sollte eine eigene Bauherrenhaftpflicht-Versicherung für die komplette Bausumme abgeschlossen werden.

In einigen Fällen kann es sogar günstiger werden: Wer beispielsweise in der Vergangenheit mit Öl und nun mit Pellets heizt, kann sich die Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung, die für die Ölheizung noch sinnvoll war, sparen. Weitere Versicherungstipps rund ums Bauen und Eigenheim sind in der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Versicherungen rund um Haus, Wohnen und Eigentum“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zu finden.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.