Massive Zunahme der Starkregenschäden

Massive Zunahme der Starkregenschäden

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(verpd) Letztes Jahr hatten die deutschen Versicherer über 900.000 Sachschäden in und an Gebäuden, Autos, Firmen und in der Landwirtschaft, die durch Naturgefahren verursacht wurden, zu regulieren, wofür sie über 2,5 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen erbrachten. Über ein Drittel der Schadensumme entfiel auf Überschwemmungsschäden nach Unwettern mit Starkregen. Dies zeigt ein aktueller Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

Jedes Jahr veröffentlicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen Report, aus dem hervorgeht, wie viele Sachschäden durch Naturrisiken verursacht und von den Versicherungskunden gemeldet sowie von den Sach- und Kfz-Versicherern reguliert wurden. Zu den Naturrisiken zählen unter anderem Sturm, Hagel, Starkregen oder Erdrutsche. Laut dem aktuellen Naturgefahrenreports 2017 summierten sich die versicherten Schäden durch Naturgefahren in 2016 auf über 2,5 Milliarden Euro.

Davon leisteten 1,9 Milliarden Euro alleine die Sachversicherer für Schäden an und in Gebäuden sowie bei der Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft: So zahlten sie für 540.000 gemeldete Sturm- und Hagelschäden rund 1.000 Millionen Euro und für 110.000 Elementarschäden etwa 900 Millionen Euro. Die Kfz-Versicherer übernahmen im Rahmen bestehender Voll- und Teilkaskoversicherungen Schäden durch Naturrisiken in Höhe von 615 Millionen Euro – 575 Millionen Euro davon infolge 265.000 Sturm- und Hagelschäden und 40 Millionen Euro für 8.000 Überschwemmungsschäden.

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Teure Starkregenereignisse

Für hohe Schäden sorgten im vergangenen Jahr insbesondere Starkregenereignisse. Rund 800 Millionen Euro und damit über ein Drittel der letztes Jahr durch Naturrisiken verursachten versicherten Schäden in Höhe von insgesamt 2,5 Milliarden Euro entfielen auf Schäden durch Starkregen. Laut GDV war 2016 das drittteuerste Jahr seit 1999, was Versicherungsschäden durch Überschwemmungen infolge von Unwettern mit Starkregen betrifft.

Die Sach- und Kfz-Versicherer haben in diesem Bereich im vergangenen Jahr mit 940 Millionen Euro knapp zehn Mal so hohe Regulierungskosten gehabt wie 2015. Verheerender seien lediglich die Jahre 2013 mit 1,65 Milliarden Euro und 2002 (Elbe-Flut) mit 1,8 Milliarden Euro versicherten Schäden gewesen. "2016 hat sich erneut gezeigt, welche enormen Schäden Starkregen anrichten können. Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht", sagte Wolfgang Weiler, der Präsident des GDV.

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Jedes Jahr milliardenteure Schäden durch Naturgewalten

Nach GDV-Angaben waren die Sturmtiefs Elvira und Friederike mit etwa 800 Millionen Euro versicherten Schäden die teuersten Starkregenereignisse in Deutschland seit 2002. Bei den Sturm und Unwettertiefs Quintia, Renate und Susanne aus dem Jahr 2014 waren es lediglich rund 240 Millionen Euro, bei Norbert aus dem Jahr 2013 in etwa 145 Millionen Euro.

Der GDV teilte mit, dass in der Langzeitbetrachtung seit dem Jahr 2000 Naturgewalten im Durchschnitt einen jährlichen Schaden von 2,4 Milliarden Euro verursacht haben. Erkennbar sei, dass sich der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren verkürzt. So habe eine Serie schwerer Unwetter im Sommer 2017 bei den Versicherern bereits mit rund 600 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Vor diesem Hintergrund werde ein erweiterter Naturgefahrenschutz immer wichtiger, so der GDV.

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Wie sich Schäden durch Naturgefahren finanziell absichern lassen

Um sich vor den finanziellen Schäden, die die Naturrisiken anrichten können, zu schützen, bietet die Versicherungswirtschaft auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Sachversicherungen an. Die Gebäudeversicherung deckt zum Beispiel Schäden durch Blitzeinschlag, Hagel und Sturm an der Immobilie ab. Mit einer Hausrat-Police oder einer Geschäftsinhalts-Versicherung lassen sich Schäden, die durch diese und weitere Risiken am Hausrat oder am Inventar einer Firma verursacht werden, absichern.

Wichtig ist, dass neben den üblichen versicherten Gefahren der Sachversicherungen auch die sonstigen Naturgewalten wie zum Beispiel Starkregen, Überschwemmung, Erdrutsch, Schneelast und Erdbeben mitabgesichert sind. Dies ist meist gegen einen Aufpreis durch den Einschluss einer erweiterten Elementarschadendeckung in die Sachpolice möglich. Mit einer Kfz-Teil- oder auch Vollkaskoversicherung lassen sich unter anderem Schäden am eigenen Pkw durch Sturm, Hagel und Überschwemmung absichern.

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