Hochwasser gibt es nicht nur in der Nähe von Gewässern

 - 

(verpd)Nur jedes dritte Gebäude ist gegen Hochwasser und andere Naturkatastrophen versichert, weil zahlreiche Hausbesitzer immer noch glauben, dass Überschwemmungen nur in der Nähe von Flüssen oder Seen vorkommen. Dass dies eine Fehleinschätzung ist und Starkregen alle treffen kann, belegt das Hochwasser im Juni diesen Jahres.

Die Versicherer geben das Risiko, welche Regionen besonders von Überschwemmungen betroffen sind, als Gefahrenklassen im „Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen“ (kurz ZÜRS) an. Je höher die ZÜRS-Klasse, desto höher das Hochwasserrisiko. Insgesamt gibt es rund 280.000 Haushalte in Deutschland, die in der sogenannten Gefahrenklasse vier, der höchsten Risikozone der Versicherer – in der Regel Regionen in unmittelbarer Wassernähe –, wohnen. Sie sind statistisch betrachtet alle ein bis zehn Jahre von Hochwasser betroffen.

In der Gefahrenklasse drei besteht circa alle zehn bis 50 Jahre die Gefahr einer Überschwemmung. Häuser in den ZÜRS-Zonen drei und vier, also in den besonders gefährdeten Hochwassergebieten, stellen jedoch die absolute Minderheit dar. Dies ergab eine Schadenanalyse eines Versicherers. Die meisten Schäden wurden im Juni beispielsweise in der Gefahrenklasse zwei, in der alle 50 bis 200 Jahre eine Überschwemmung erwartet wird, und in der Gefahrenklasse eins, einem Gebiet, das seltener als alle 200 Jahre ein Hochwasser zu verzeichnen hat, registriert.

Schäden vor allem in Risikozonen eins und zwei

Nach Angaben der Analysten hat die Schadensituation in Baden-Württemberg Modellcharakter für alle Regionen Deutschlands. Der Grund: Vor rund 20 Jahren gab es für Gebäudebesitzer die Pflicht, derartige Naturkatastrophen wie Hochwasser zu versichern. Daher sind heute noch rund 91 Prozent der Immobilien entsprechend abgesichert.

Im Gegensatz zu den restlichen Bundesländern ist hier die Versicherungsdichte sehr hoch. Im Bundesdurchschnitt liegt die durchschnittliche Versicherungsdichte für Elementarschäden bei 32 Prozent. Die niedrigste Versicherungsdichte haben Bremen mit sechs Prozent und Niedersachsen mit sieben Prozent.

Fast 93 Prozent der gemeldeten Schäden in Baden-Württemberg entfielen hauptsächlich auf Häuser in den vermeintlich sicheren ZÜRS-Zonen eins und zwei, in denen es statistisch gesehen nur seltener als alle 200 Jahre beziehungsweise alle 50 bis 200 Jahre zu einem Hochwasserereignis kommt. Betrachtet man die Schadenzahlungen, zeigt sich ein ähnliches Bild. So entfallen über 87 Prozent der Schadensumme auf Häuser in den ZÜRS-Zonen eins und zwei.

Absicherung in allen Regionen wichtig

Die Zahlen belegen, dass eine Elementarabsicherung in allen Regionen wichtig ist. Schäden, die durch Hochwasser, aber auch durch Schneelast, Lawinen, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch und Vulkanausbruch verursacht werden, gelten als Natur- oder auch Elementarschäden.

In einer Gebäudeversicherung sind diese Schadensarten in der Regel nur abgedeckt, wenn Elementarschäden in der Police ausdrücklich mitversichert wurden. Das Gleiche gilt auch bei der Hausrat-Police.

Die Mitversicherung von Elementarschäden in den entsprechenden Wohngebäude- und Hausrat-Policen ist meist gegen einen kleinen Aufschlag möglich.

Weitere News zum Thema

  • Wenn Kunden nicht zahlen

    [] (verpd) Selbst eine gut gehende Firma kann schnell in finanzielle Schwierigkeiten kommen, wenn ein Großteil ihrer Forderungen, die sie gegenüber ihren Kunden aufgrund Warenlieferungen oder erbrachten Dienstleistungen hat, nicht bezahlt wird. Wie sich Unternehmen davor schützen können. mehr

  • Der passende Versicherungsschutz für die eigene Immobilie

    [] (verpd) Jeder, der ein Haus hat oder sich anschaffen möchte, sollte auch an die möglichen Risiken, die zur Beschädigung oder Zerstörung der Immobilie führen können, denken, und die finanziellen Folgen entsprechend absichern. Anderenfalls kann beispielsweise ein Blitzschlag oder ein sonstiger Unwetterschaden schnell zum finanziellen Ruin führen. mehr

  • Wie Unternehmer Einbrecher abschrecken können

    [] (verpd) 2015 verzeichnete die Polizei rund 89.000 Einbruchdiebstähle in Gewerbeobjekte. Der Gesamtschaden durch Einbrecher beträgt jährlich mehrere Hundert Millionen Euro. Ein umsichtiges Verhalten und geeignete Vorkehrungen könnten jedoch einige Schäden verhindern oder zumindest die Schadenhöhe reduzieren. Tipps dazu gibt es von der Versicherungswirtschaft und der Polizei. mehr

  • Wovor sich Unternehmen am meisten fürchten

    [] (verpd) Betriebsunterbrechungen werden global betrachtet aus Unternehmenssicht am meisten gefürchtet. Weiter zugenommen hat nach einer aktuellen Studie eines Versicherers die Gefahrenwahrnehmung von Cybervorfällen, die in Deutschland sogar erstmals als größtes Geschäftsrisiko gesehen werden. mehr

  • Katastrophenwarnung per Handy

    [] (verpd) Wer rechtzeitig darüber informiert ist, dass ein Unwetter, zum Beispiel Sturm oder Hagel oder eine sonstige Katastrophe zu erwarten ist, kann sich und eventuell auch sein Hab und Gut entsprechend absichern und das Schadenrisiko auf ein Minimum reduzieren. Entsprechende Apps auf Smartphones und Tablets machen dies möglich. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.