Für ein Weihnachten ohne feurige Überraschungen

 - 

(verpd) In den vergangenen Jahren gab es in der Adventszeit einen starken Anstieg der Feuerschäden. Trotz kräftig gesunkener Schadenzahl hat sich die durchschnittliche Schadensumme deutlich erhöht, wie Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. darlegen. Sicherheitsexperten erklären, wie sich Brände vermeiden lassen.

2012 haben die Versicherer nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für rund 540.000 regulierte Feuerschäden 1,21 Milliarden Euro an Versicherungsleistungen erbracht.

Obwohl über drei Viertel davon Blitz- und Überspannungsschäden waren, machte der Anteil dafür an den gesamten Entschädigungskosten nur ein gutes Viertel aus. Andersherum entfiel mit 870 Millionen Euro der Großteil der Kosten auf 120.000 Brände.

Schadendurchschnitt deutlich gestiegen

Deutlich gehäuft treten solche Brandschäden zum Jahresende auf. Laut GDV waren es in den vergangenen Jahren jeweils rund 40 Prozent mehr Schäden als in den anderen Monaten. Brandursache Nummer eins sind dabei brennende Adventsgestecke, entflammte Weihnachtsbäume und Unachtsamkeit bei der Silvesterknallerei, berichtet der Versichererverband.

In der Adventszeit des vergangenen Jahres wurden rund 11.000 Brände gemeldet, wofür die Versicherer 32 Millionen Euro an Entschädigungsleistung erbrachten. Das entspricht einem Durchschnittsschaden von 2.900 €.

Beim Blick auf die Durchschnittskosten und die Anzahl der Brände zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Während die Schadenzahl sich seit 2005 in etwa halbiert hat, sind die durchschnittlichen Kosten um 50 Prozent gestiegen.

Hilfreiche Sicherheitstipps

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der GDV den Bürgern folgende Sicherheitstipps zur Schadenprävention zu beachten:

  • Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest.

  • Stellen Sie Fluchtwege sicher und halten Sie Abstand zu brennbaren Stoffen wie Gardinen und Vorhängen.

  • Stellen Sie den Weihnachtsbaum auf den Boden. Befestigen Sie ihn in einem stabilen und mit Wasser gefüllten Christbaumständer.

  • Gießen Sie Ihren Weihnachtsbaum regelmäßig. Ein trockener Baum brennt wie Zunder!

  • Vermeiden Sie leicht brennbaren Weihnachtsbaumschmuck, wie Strohsterne oder Dekoschleifen.

  • Achten Sie auf feste Kerzenhalter. Kerzen gehören nicht unter Äste oder Zweige.

  • Zünden Sie die Kerzen immer von oben nach unten an: Beginnen Sie an der Baumspitze. Löschen Sie die Kerzen von unten nach oben.

  • Lassen Sie Ihren Weihnachtsbaum nie unbeaufsichtigt. Behalten Sie Ihre Kinder und Haustiere immer im Auge.

  • Sorgen Sie vor: Halten Sie für den Fall der Fälle Löschmittel, wie Wassereimer oder Handfeuerlöscher, bereit.

Problematischer Verzicht auf Rauchmelder

Als weitere Präventionsmaßnahme führt der GDV die Installation von Rauchwarnmeldern an, was in allen Bundesländern bis auf Berlin, Brandenburg und Sachsen bereits Pflicht ist. Welche zum Teil deutlich unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern gelten, hat die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ auf einer Internetseite zusammengestellt.

Übrigens: Wer trotz entsprechender Pflicht keine Rauchwarnmelder installiert, kann im Ernstfall Probleme mit seinem Versicherungsschutz bekommen, weil der Versicherer die Leistung (teilweise) verweigern kann. Denn laut den GDV-Musterbedingungen für die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung gehört „die Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften“ zu den Obliegenheiten des Versicherungsnehmers vor Eintritt des Versicherungsfalls.

Führt das Fehlen von Rauchwarnmeldern nachweislich zu einer Vergrößerung eines Schadens am Gebäude oder Hausrat, könnte der Versicherer seine Schadenersatzleistungen wegen Obliegenheitsverletzung anteilig kürzen.

Geldtipps für den großen und den kleinen Geldbeutel: GeldBerater Plus

Der unabhängige Finanzberater 50+ Fakten & Tipps PLUS

Weitere News zum Thema

  • Eine passende Absicherung für das Elektrofahrrad

    [] (verpd) Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes e.V. (ZIV) besitzen die Bürger hierzulande mittlerweile rund drei Millionen Elektrofahrräder. Da diese Pedelecs und E-Bikes nicht selten 1.000, 2.000 Euro oder noch mehr kosten, ist es umso ärgerlicher, wenn einem so ein Rad gestohlen wird, oder man es bei einem selbst verschuldeten Sturz beschädigt. Es gibt jedoch Versicherungslösungen, die in solchen Fällen die Reparatur- oder Anschaffungskosten übernehmen. mehr

  • Jeder dritte Cyberangriff gelingt

    [] (verpd) Die Mehrheit der Unternehmen hat ein hohes Vertrauen in ihre Sicherheitsstrategien, wenn es um die Abwehr von Cyberkriminellen geht, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings zeigte die Untersuchung auch, dass es im Durchschnitt monatlich zwei bis drei erfolgreiche Cyberattacken auf Unternehmen gibt. Ein guter Teil der Angriffe wurde allerdings gar nicht durch die IT-Sicherheitsteams selbst entdeckt. Dennoch glaubt die Mehrheit der für IT-Sicherheit Verantwortlichen in Deutschland bei der Abwehr von Angriffen gut gerüstet zu sein. mehr

  • Die fiesen Praktiken der Einbrecher

    [] (verpd) Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat mit 30 inhaftierten Wohnungseinbrechern gesprochen. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge begehen Täter Einbrüche entweder aus einer Notlage heraus, um schnelles Geld zu machen, oder sie sehen es als ihren Beruf an. Auf Bargeld, Schmuck und Gold haben es die meisten Einbrecher abgesehen. Alarmanlagen und Videoüberwachung schrecken nur Anfänger ab. mehr

  • Fahrraddieben das Leben schwer machen

    [] (verpd) Auch wenn im vergangenen Jahr laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik die Anzahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, so werden dennoch pro Jahr 332.500 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Die Chancen, dass man sein gestohlenes Rad wiederbekommt, sind also ziemlich gering. Besser, wenn es gar nicht gestohlen wird. Man kann es potenziellen Dieben nämlich ziemlich schwer machen. mehr

  • Fällt der Chef aus, haben viele Firmen ein Problem

    [] (verpd) Bei kleineren Unternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen ist der geschäftliche Erfolg oft nur oder zum größten Teil von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Fällt ein solcher Unternehmer aus irgendeinem Grund über längere Zeit aus, gehen die Einnahmen stark zurück oder fallen ganz weg, während viele Betriebsausgaben weiter entrichtet werden müssen. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, mit denen sich dieses existenzielle Risiko eines Unternehmens absichern lässt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.