Frühjahrs-Check für den Drahtesel

 - 

(verpd) Steht ein Fahrrad wochenlang in der Garage oder im Keller, darf man nicht davon ausgehen, dass es genauso fahrtüchtig ist, wie zum Zeitpunkt, als man es abgestellt hat. Gründe dafür sind unter anderem entweichende Luft aus den Reifen sowie Rost und Feuchtigkeit, die dem Rahmen und auch den sicherheitsrelevanten Vorrichtungen wie Bremsen oder Beleuchtung zusetzen. Die Verkehrssicherheit des Rades sollte daher vor der ersten Radtour im Frühjahr genau überprüft werden.

Es gibt eine Reihe offensichtlicher Mängel, die sich bei Fahrrädern nach einer längeren Standzeit auf den ersten Blick erkennen lassen: von zu wenig oder gar keiner Luft in den Reifen über festsitzende Bremsen bis hin zu korrodierten Beleuchtungskabeln. Viele sicherheitsrelevante Makel können jedoch erst bei einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung festgestellt werden. Um mögliche Sicherheitsmängel an einem Fahrrad schneller zu erkennen, sollte es sauber sein.

Wer zur Radreinigung einen Hochdruckreiniger einsetzt, sollte nur eine Flachdüse verwenden und einen Mindestabstand von 30 Zentimetern einhalten, um Beschädigungen zu vermeiden. Der Strahl ist nicht auf Lager, Stoßdämpfer und – bei E-Bikes – auf die elektrischen Verbindungen zu richten. Vorsicht ist auch bei der Kette und der Schaltgruppe geboten. Werden diese mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, sollten sie danach unbedingt wieder eingefettet werden.

Das verkehrssichere Rad

Ganz grundsätzlich muss ein Fahrrad, damit es verkehrssicher ist, folgende Ausstattung aufweisen: Vorne sind ein weißer Scheinwerfer und ein weißer Reflektor vorgeschrieben, wobei der Reflektor häufig direkt im Scheinwerfer integriert ist. Hinten sind ein rotes Rücklicht mit Großflächenreflektor und ein zusätzlicher roter Reflektor notwendig. Die Stromversorgung kann über den Dynamo oder über Batterie oder Akkus erfolgen.

Vorgeschrieben sind ferner zwei Katzenaugen pro Rad. Alternativ können auch an den Speichen Leuchtstäbchen oder Reifen mit einem Reflektorstreifen verwendet werden. Zudem benötigt jedes Pedal zwei Reflektoren. Eine Klingel gehört ebenso mit dazu wie zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen. Alles, was zu einem verkehrssicheren Rad gehört, muss in einem funktionstüchtigen Zustand sein.

Wenn beispielsweise das Licht nicht funktioniert, können defekte Leuchtmittel, korrodierte Kontakte oder abgerissene Kabel der Grund sein. Bei den Bremsen gilt: Sie sollten leicht zu betätigen und die Bremshebel gut erreichbar sein. Auch die Bremsbeläge sind zu kontrollieren, da sie nicht zu hart oder abgefahren sein dürfen. Sinnvoll ist zudem ein Blick auf die Brems- und Schaltzüge. Sind diese schwergängig oder zerschlissen, sollten sie ersetzt werden.

Reifen, Kette und Co.

Die Reifen sind der einzige Kontakt zur Straße, daher ist es besonders wichtig, diese zu kontrollieren. Sie sollten über ausreichend Profil verfügen und der Gummi darf nicht spröde sein. Zudem sollte der Luftdruck überprüft werden. Laut den Spezialisten des Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) lassen sich nämlich mit dem richtigen Luftdruck 80 Prozent aller Reifenpannen verhindern. Allerdings variiert der empfohlene Luftdruck je nach Reifengröße und Art zwischen 2,0 und 9,2 bar. Wie hoch dieser sein sollte, lässt sich einer Liste des ADFC entnehmen.

Sicherheitsrelevant ist auch das Lenkkopflager. Es darf kein Spiel haben, wenn man den Lenker von links nach rechts bis zum Anschlag bewegt. Bewegt sich etwas, wenn bei angezogener Vorderradbremse am Lenker „geruckelt“ wird, muss entweder der Lenker oder das Lenkkopflager fester gestellt werden.

Die Fahrradkette sollte ausreichend gespannt sein und regelmäßig mit einem passenden Kettenöl geschmiert werden – und das nicht nur nach der Winterpause. Zudem sollte die Kette nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) nach 3.000 bis 6000 Kilometer ersetzt werden, da sich sonst die Kettenräder und Ritzel stark abnutzen.

Der Kopfstand

Die Experten des ADFC empfehlen, den Zustand der Bereifung, der Kette, der Gangschaltung und des Rahmens zu prüfen, indem man das Rad „auf den Kopf“ stellt, also auf Lenker und Sattel. So kann auch kontrolliert werden, ob alle Schrauben fest angezogen sind und der Rahmen keine Risse und Bruchstellen aufweist.

Wenn sich die Gänge nicht perfekt schalten lassen, ist die Schaltung neu zu justieren, wobei sowohl eine Kettenschaltung als auch eine Nabenschaltung eingestellt werden kann. Wie das geht, worauf man dabei achten muss und wo es zu Problemen kommen kann, zeigen unter anderem Videos des ADFC.

Tipps zum Thema bieten außerdem die kostenlos herunterladbare Broschüre „Das sichere Fahrrad“ und die Checkliste „Prüf Dein Rad“, die beide unter anderem vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat herausgegeben wurden. Die Polizei stellt außerdem online Informationen bereit, wie sich Fahrräder vor Dieben sichern lassen.

Weitere News zum Thema

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

  • Einbruchrisiko mit staatlicher Hilfe minimieren

    [] (verpd) Früher wurde der Einbau von Einbruchschutz-Maßnahmen nur dann staatlich gefördert, wenn gleichzeitig eine energetische Sanierung beziehungsweise ein seniorengerechter Umbau vorgenommen wurde. Mittlerweile werden aber auch Einzelmaßnahmen unterstützt und zwar entweder durch einen Zuschuss oder durch einen zinsgünstigen Kredit. mehr

  • Damit ein Brand im Betrieb nicht den Ruin bedeutet

    [] (verpd) Viele Firmeninhaber, die sich über die Folgen eines Brandes im Betrieb Gedanken machen, haben in erster Linie die daraus entstehenden Sachschäden am Geschäftsgebäude und der Einrichtung sowie an den Maschinen, Waren und Vorräten im Blick. Dabei ist das Schadenrisiko noch deutlich höher, denn wegen eines Brandes kommt es nicht selten auch zu Störungen des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand und damit unter anderem zu Ertragsausfällen. mehr

  • Kostspielige Untertreibung

    [] (verpd) Wer glaubt, dass es für ihn günstiger ist, wenn er bei der Beantragung einer Sachversicherung wie zum Beispiel einer Hausratpolice eine niedrigere Versicherungssumme angibt, als die zu versichernden Gegenstände tatsächlich wert sind, der irrt. Denn im Schadenfall kann diese Schummelei ein x-Faches von dem kosten, was die niedrigere Versicherungssumme an Prämienersparnis gebracht hätte. mehr

  • Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

    [] (verpd) Im Jahr 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Das geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.