Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus: So schützen Sie sich richtig

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Pro Jahr zahlen die Hausratversicherer rund 1,3 Mrd. Euro an Geschädigte aus. Davon gut 600 Mio. Euro für Schäden durch Einbruchdiebstahl.

Die Hausratpolice bietet standardmäßig nur Versicherungsschutz bei Einbruchdiebstahl. Dieser liegt vor, wenn ein Dieb in einen Raum oder ein Gebäude einbricht, einsteigt oder mittels falscher Schlüssel oder anderer Werkzeuge eindringt.

Auch wenn der Täter mit dem richtigen Schlüssel eindringt, besteht Versicherungsschutz – allerdings nur, wenn er den Schlüssel zuvor durch Diebstahl oder Raub an sich gebracht hat und der Versicherte dabei nicht fahrlässig gehandelt hat.

Fahrlässigkeit ist einer der häufigsten Gründe, warum Versicherer bei Einbruchdiebstählen die Leistung verweigern bzw. kürzen. Beachten Sie daher genau die vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen für Haus oder Wohnung und gehen Sie sorgsam mit Ihren Schlüsseln um!

Standardmäßig nicht versichert sind einfache Diebstähle, z.B. durch Personen, die man vorher in die Wohnung gebeten hatte oder die sich durch eine offene Haustür Zutritt verschafft haben. Das Gleiche gilt für Trick- oder Blitzdiebstähle, z.B. das Entreißen der Handtasche auf offener Straße oder das Entwenden von Gartenmöbeln, die auf der Terrasse stehen. Durch Zusatzvereinbarungen oder den Abschluss von Mehrleistungstarifen lässt sich der Diebstahlschutz der Hausratversicherung allerdings deutlich erweitern.

Ein Raub liegt definitionsgemäß immer dann vor, wenn bei einem Diebstahl die Androhung oder Anwendung von Gewalt im Spiel ist. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf alle Personen, die sich mit Zustimmung des Versicherten in der Wohnung befinden. Die abhandengekommenen Sachen werden nur ersetzt, wenn sie sich von vornherein in der Wohnung befunden haben. Wurden sie erst auf Verlangen des Täters herbeigeschafft (z.B. Lösegelder), sind sie dagegen nicht versichert.

Schäden durch Vandalismus: Nicht immer gibt es Ersatz

Vandalismus liegt vor, wenn Gegenstände vorsätzlich zerstört oder beschädigt werden. Typische Regulierungsfälle sind solche, bei denen Einbrecher auf der Suche nach Wertsachen die Einrichtung beschädigen, Polster aufschlitzen oder Porzellan und Gläser zerschlagen.

Die Hausratversicherung leistet Ersatz, wenn tatsächlich ein Einbruch stattgefunden hat und die Schäden mit ihm in Verbindung stehen. Bei einem versuchten Einbruch entstandene Vandalismusschäden sind nicht versichert.

Die Regulierung der Vandalismusschäden nach einem Einbruch hängt nach neueren Allgemeinen Versicherungsbedingungen nur noch davon ab, dass tatsächlich ein Einbruch stattgefunden hat. Ob etwas gestohlen wurde oder nicht, ist dagegen nicht mehr entscheidend. Prüfen Sie Ihren Vertrag und beantragen Sie ggf. eine Umstellung auf neuere Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

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