Einbrecher schlagen nicht nur nachts zu

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(verpd) Die meisten Einbrüche geschehen nicht etwa im Schutze der Dunkelheit, sondern vielmehr im Hellen. In Ein- und Mehrfamilienhäusern unterscheiden sich die Zugangswege der Einbrecher gewaltig. Diese und andere Erkenntnisse zum Thema Wohnungseinbruch brachte der vor Kurzem vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) veröffentlichte Einbruch-Report 2015.

Nach dem vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vorgelegten „Einbruch-Report 2015“ haben die Hausratversicherer im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 490 Millionen Euro an Versicherungsleistungen infolge Wohnungseinbrüchen erbracht.

Die Untersuchung basiert auf einer Umfrage von GDV und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen unter 1.329 Einbruchsopfern aus den Städten Bremerhaven, Berlin, Hannover, Stuttgart und München, die zwischen August 2013 und Juni 2014 durchgeführt wurde.

Die meisten Einbrüche im Hellen

Der Report räumt mit dem Vorurteil auf, dass Einbrecher meist im Schutz der Dunkelheit ihre Taten durchführen. Denn nur etwas mehr als jeder achte Wohnungseinbruch fand zwischen 22 Uhr abends und vier Uhr nachts statt. In den frühen Morgenstunden bis acht Uhr erfolgte sogar nur jedes 50. Einbruchsdelikt.

Zwischen zehn und 20 Uhr und hier insbesondere zwischen 12 und 14 Uhr sowie zwischen 16 bis 18 Uhr schlugen die Einbrecher am häufigsten zu, also insbesondere bei Tageslicht.

Rund jeder sechste Einbruch wurde im Dezember verübt, wie aus den Daten weiter hervorgeht. Im Oktober und November gab es ebenfalls einen Anteil von über zehn Prozent, gefolgt vom Januar, in dem etwa jede zwölfte Tat verübt wird. Zwischen Oktober und Januar geschehen zusammengenommen fast die Hälfte aller Einbrüche eines Jahres.

Die häufigsten Einbruchsstellen

Dem Report zufolge ist das Einbruchsrisiko in Einfamilienhäusern sowie in Erdgeschosswohnungen von Mehrfamilienhäusern besonders hoch. Die häufigsten Einbruchsstellen in Ein- und Mehrfamilienhäusern unterscheiden sich allerdings gewaltig. So wird in Einfamilienhäusern mit Abstand am häufigsten über eine Fenstertür oder ein normales Fenster eingebrochen (jeweils über 40 Prozent).

In Mehrfamilienhäusern sind die Anteile nur in etwa halb so hoch. Hier verschaffen sich Einbrecher in über der Hälfte der Fälle (fast 56 Prozent) über die Eingangstür Zugang. Kellertüren und -fenster sind auch bei Mehrfamilienhäusern beliebte Einstiegsziele von Dieben, allerdings werden bei Einfamilienhäusern diese Einbruchsstellen mehr als drei Mal so häufig von den Einbrechern genutzt.

Haus- und Wohnungsinhaber können einiges tun, um das Einbruchsrisiko zu senken. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes bietet hierzu online diverse Tipps, Hilfen und Broschüren. Sollte trotz aller Vorsicht dennoch eingebrochen werden, übernimmt eine bestehende Hausratversicherung zumindest den finanziellen Schaden.

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