Die Landkreise mit den meisten Wohnungseinbrüchen

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(verpd) In einigen kreisfreien Städten und Landkreisen wird deutlich mehr in Häuser und Wohnungen eingebrochen als in anderen. Vergleicht man die Anzahl der Einbrüche pro 100.000 Einwohner, so hat Dortmund die höchste und der Landkreis Hildburghausen die niedrigste Einbruchsquote. Konkret ist das Risiko, in Dortmund Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, fast 40-mal höher als im Landkreis Hildburghausen. Deutliche regionale Unterschiede gibt es aber auch bei den Aufklärungsquoten derartiger Delikte durch die Polizei.

Im vergangenen Jahr wurden laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 (PKS 2016) in Deutschland 151.265 Wohnungseinbrüche verübt, das sind rund 15.900 derartige Delikte weniger als noch in 2015.

Allerdings ist das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbrechers zu werden, nicht in allen Landkreisen gleich und im Vergleich von 2016 zum Vorjahr hat es in manchen Bereichen sogar zugenommen. Auch bei den Aufklärungsquoten gibt es regionale Unterschiede. Zudem hat sich auch hier in 2016 im Vergleich zum Vorjahr einiges geändert.

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Regionen mit den niedrigsten ...

Die niedrigste Einbruchsrate weist der Landkreis Hildburghausen in Thüringen aus. Hier wurden lediglich insgesamt acht Wohnungseinbrüche und damit rund 12,4 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner gezählt. 2015 waren es mit insgesamt 22 derartigen Delikten, was 34 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner entspricht, noch deutlich mehr

Geringe Einbruchsraten gab es auch in den bayerischen Landkreisen Freyung-Grafenau mit insgesamt 15,4 Wohnungseinbrüchen und Regen mit 16,9 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner. Ebenfalls niedrig sind die Einbruchsquoten in der kreisfreien Stadt Hof sowie im Landkreis Haßberge mit 20,2 und 21,3 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner.

Auf Platz fünf bis zehn der Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte mit den niedrigsten Einbruchsquoten, lagen Lichtenfels, Rhön-Grabfeld, Cham, Main-Spessart und Kulmbach mit zwischen 22,5 bis 23,5 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner.

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... und den höchsten Einbruchsraten pro 100.000 Einwohner

Die höchste Einbruchsrate gab es dagegen in der kreisfreien Stadt Dortmund mit 485,2 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner. Das ist zwar um einiges niedriger als noch in 2015, hier waren es 578,3 Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner, dennoch verschlechterte sich die Stadt hinsichtlich der Einbruchsquote damit auf den letzten Platz aller Landkreise und Städte.

2015 wiesen nämlich Herne mit 583,4 und Bremerhaven mit 697,4 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner eine noch schlechtere Einbruchsquote auf. Diese beiden Städte haben in 2016 nun deutlich bessere Einbruchsquoten, Bremerhaven mit 422,7 und Herne mit 394,6 Einbrüchen je 100.000 Einwohner – auch wenn sie damit immer noch zu den zehn einbruchsreichsten Regionen gehören. Auf die zweit- und dritthöchste Einbruchsrate kommen der niedersächsische Landkreis Harburg mit 468,7 und die Stadt Bremen mit 466,4 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner.

Dahinter folgen die bereits genannte Stadt Bremerhaven, die in 2015 noch die mit Abstand höchste Wohnungseinbruchsquote aufwies, sowie Hamburg mit 420,2 und Leverkusen mit 412,9 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner. Ebenfalls zu den zehn kreisfreien Städten und Landkreisen mit den höchsten Wohnungseinbruchsquoten gehörten Essen, Düsseldorf, Mühlheim an der Ruhr, Herne und Leverkusen mit zwischen 380,7 und 412,9 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner.

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Extreme Veränderungen innerhalb der Regionen

Die höchste Steigerung bei der Anzahl der Wohnungseinbrüche gab es in den Landkreisen Ansbach und in Rosenheim. In Ansbach wurden 2015 noch 24, in 2016 jedoch 106 Wohnungseinbrüche gemeldet, was einer Steigerung von 342 Prozent entspricht. In Rosenheim wurden 2015 36 derartige Delikte von der Polizei registriert, ein Jahr später bereits 128 – das entspricht einer Steigerung um 256 Prozent.

Dagegen konnte die Stadt Rosenheim mit 25 Wohnungseinbrüchen in 2016 zu 117 Fällen in 2015, was einer Abnahme um rund 79 Prozent entspricht, die größte Verbesserung aller Landkreise und kreisfreien Städte für sich verbuchen. An zweiter Stelle liegt hier die kreisfreie Stadt Hof mit einer Verringerung der Anzahl derartiger Delikte um etwa 76 Prozent, und zwar von 37 in 2015 auf neun Fälle in 2016.

Vergleicht man die Veränderung der Einbruchsquoten pro 100.000 Einwohner, gab es die größte Verschlechterung in der Stadt Emden, hier lag die entsprechende Quote in 2015 noch bei 205,9 und 2016 bereits bei 363,0 – das heißt, pro 100.000 Einwohner wurden 2016 157 Einbrüche mehr verübt. Dagegen konnte Bremerhaven sich im Vergleich zu allen kreisfreien Städten und Landkreisen am deutlichsten verbessern. Hier wurden 2016 nämlich 274,7 Einbrüche weniger pro 100.000 Einwohner gezählt als noch in 2015.

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Regional unterschiedliche Aufklärungsquoten

Auch bei der Aufklärungsquote gab es deutliche regionale Unterschiede. Insgesamt ist der Anteil der von der Polizei aufgeklärten Wohnungseinbruch-Diebstähle gestiegen, und zwar von 15,2 Prozent in 2015 auf 16,9 Prozent in 2017. Die niedrigste Aufklärungsquote gab es in der kreisfreien Stadt Schwabach – hier wurde von allen 14 polizeilich registrierten Wohnungseinbrüche kein einziger aufgeklärt.

Auch in den bayerischen Landkreisen Weilheim-Schongau, Erding, Amberg-Sulzbach sowie in der kreisfreien Stadt Landshut, ebenfalls in Bayern war, die Aufklärungsquote mit 1,8 Prozent, 4,1 Prozent, 4,7 Prozent und 4,9 Prozent sehr niedrig. Dagegen lag in der kreisfreien Stadt Suhl (Thüringen) die Aufklärungsquote bei fast 79 Prozent. Im brandenburgischen Landkreis Havelland war die Aufklärungsquote mit knapp 63 Prozent ebenfalls relativ hoch.

Die deutlichste Verbesserung bei der Aufklärungsquote erreichte ebenfalls die Stadt Suhl. Hier lag die Aufklärungsquote im Vergleich zu 2015 in 2016 um fast 66 Prozentpunkte höher. Die größte Verschlechterung bei der Aufklärung wurde in der Stadt Coburg festgestellt. Während 2015 noch 45 Prozent der Wohnungseinbrüche aufgeklärt wurden, waren es 2016 33 Prozentpunkte weniger, also nur noch zwölf Prozent.

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