Die häufigsten Schäden in deutschen Haushalten

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(verpd) Die häufigste Ursache für Schäden am Hausrat ist ungewollt ausgelaufenes Leitungswasser, wie eine vor Kurzem veröffentlichte Umfrage eines Internetportals zur Immobilienvermittlung ergab. Doch auch andere Schadensereignisse führten teils zu hohen Zerstörungen.

Laut der Studie, die von der Innofact AG Research & Consulting im Auftrag des Internetportals ImmobilienScout24.de jüngst durchgeführt wurde, waren 42 Prozent aller Bundesbürger schon einmal von einem größeren Schaden in ihrer Wohnung oder ihrem Haus betroffen. Neun Prozent hat es sogar schon mehrfach getroffen.

Meistens handelte es sich um einen Wasserschaden, der durch Rohrbruch, eine ausgelaufene Waschmaschine oder Ähnliches verursacht wurde. Diese Ursache nannten 60 Prozent aller Befragten, die bereits einen oder mehrere Wohnungsschäden erlitten haben. Für die Studie waren rund 1.000 Bundesbürger nach ihren Erfahrungen mit Schadenfällen im Haushalt gefragt worden – und wie sie dagegen vorsorgen.

Jeder Zehnte hatte schon einen Einbruch zu beklagen

26 Prozent der Befragten mit Schäden hatten in der Vergangenheit mit Schimmelbefall in ihrer Wohnung zu kämpfen. Defekte Heizungen und Unwetterschäden finden sich mit jeweils 24 Prozent auf den Plätzen vier und fünf.

Zehn Prozent der befragten Bürger mit mindestens einem Hausratschaden waren von einem Einbruch/Diebstahl betroffen. Bei neun Prozent war ein Brand sowie bei ebenso vielen ein Insekten- und Tierbefall die Ursache für den Hausratschaden. Etwas mehr, nämlich dreizehn Prozent, ärgerten sich über Risse in den Wänden, die es zu reparieren gab.

Männer sind gefährdeter – und unvorsichtiger

Männer scheinen mit Blick auf solche Ärgernisse alles in allem etwas gefährdeter zu sein als Frauen. So gaben 52 Prozent der männlichen Befragten an, solche einschlägigen Erlebnisse bereits gehabt zu haben, bei den weiblichen waren es nur 48 Prozent.

Das könnte daran liegen, dass Frauen in der Regel etwas mehr „Risikomanagement“ betreiben als Männer, so der Auftraggeber der Studie. Sie würden nicht nur öfters die Wohnung lüften, sondern auch häufiger alle Elektrostecker ziehen und das Wasser abstellen, wenn sie das Haus für längere Zeit verlassen.

Viele haben bereits eine Hausratversicherung

Wenn es jedoch um vorbeugende Maßnahmen technischer Natur wie Brandmelder, Sicherheitsschlösser oder Feuerlöscher geht, haben die Männer die Nase vorn. Ziemlich einig sind sich beide Geschlechter jedoch dann, wenn es um die Sinnhaftigkeit einer Hausratversicherung geht.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben insgesamt rund 75 Prozent der Haushalte in Deutschland eine Hausratversicherung. Damit stehen solche Policen im Ranking aller Vorsorgemaßnahmen mit deutlichem Abstand an der Spitze.

Kostenschutz gegen zahlreiche Risiken

Versichert sind in einer Hausrat-Police in der Regel unter anderem Beschädigungen durch Brand, Explosion, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl und Vandalismus nach einem Einbruch, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm ab Windstärke acht oder Hagel. Ausgenommen sind Schäden, die der Versicherungsnehmer vorsätzlich herbeigeführt hat, sowie nicht kalkulierbare Schäden durch Krieg, innere Unruhen oder Atomkraftunfälle.

Auch leicht zu vermeidende Schäden wie reine Sengschäden, beispielsweise das Ansengen einer Tischdecke durch Zigarettenglut, oder Allmählichkeitsschäden wie Schimmelbefall sind meist nicht versichert. Der genaue Versicherungsschutz ist in den der Hausrat-Police zugrunde liegenden Versicherungs-Bedingungen geregelt.

Naturkatastrophen können abgesichert werden

Nicht zum normalen Versicherungsumfang zählen auch sogenannte Elementarschäden, also zum Beispiel Schäden, die durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch oder Schneelast verursacht wurden. Diese Risiken können jedoch bei den meisten Policen gegen einen kleinen Aufpreis in die Hausratversicherung mit eingeschlossen werden. Nicht über die Hausrat-Police abgesichert sind normalerweise alle Gegenstände, die mit dem Gebäude fest verbunden sind, wie Heizung, fest verbaute Sanitäranlagen und Möbel oder verklebte Teppiche.

Allerdings ist hierfür eine Absicherung gegen die Gefahren Brand, Sturm und Hagel über eine Gebäudeversicherung möglich, da sie als Gebäudebestandteile gelten. Mieter, die zum Beispiel verklebte Teppiche, Antennenanlagen und eine Einbauküche selbst angeschafft haben, sollten darauf achten, dass dies in ihrer Hausratversicherung mitversichert ist.

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