Die größten Katastrophenschäden 2016

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(verpd) Sowohl die versicherten als auch die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen sind in 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, wie eine Studie zeigt. In Deutschland sorgten Ela und Friederike für versicherte Schäden im Milliardenbereich.

Naturkatastrophen haben 2016 weltweit zu Schäden von umgerechnet insgesamt rund 150 Milliarden US-Dollar (etwa 143 Milliarden Euro) geführt, wie ein Rückversicherer nach vorläufigen Zahlen bis Ende November und im Vorgriff auf eine im Frühjahr 2017 erscheinende Studie feststellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Zunahme um 83 Prozent.

Nur ein kleiner Teil der Geschädigten hatte einen entsprechenden Versicherungsschutz. 2016 zahlten die Versicherer für Naturkatastrophenschäden weltweit rund 42 Milliarden US-Dollar (etwa 40 Milliarden Euro) an die versicherten Geschädigten zurück. Dies ist rund die Hälfte mehr als im Vorjahr.

Problemfeld Erdbebenrisiko

In diesem Zusammenhang stellt der Rückversicherer auch heraus, dass 2016 von zahlreichen starken Erdbeben auf der ganzen Welt geprägt war. So habe beispielsweise ein Erdbeben in Mittelitalien im August einige Kleinstädte zerstört und fast 300 Menschenleben gefordert. Von den schätzungsweise 4,8 Milliarden Euro Kosten für den Wiederaufbau sei mit geschätzten 67 Millionen Euro aber nur ein Bruchteil versichert gewesen. Laut Rückversicherer sind in Italien, der achtgrößten Volkswirtschaft der Welt, beispielsweise nur ein Prozent aller Häuser gegen Erdbebenschäden versichert.

Auch der für die Assekuranz teuerste Schaden in diesem Jahr wurde durch ein Erdbeben verursacht, das sich Mitte April in der japanischen Präfektur Kumamoto ereignete und zu umfassenden Gebäudeschäden, Bränden, eingestürzten Häusern sowie insgesamt 137 Todesopfern führte. Der versicherte Gesamtschaden betrug rund 4,8 Milliarden Euro.

Weitere teure Naturkatastrophen in 2016 waren im Oktober der Hurrikan Matthew in den USA und in der Karibik mit über 3,8 Milliarden Euro Schaden und ein Hagelsturm im April in den USA mit einem Schaden von rund 2,9 Milliarden Euro. Zudem gab es Waldbrände im Mai in Kanada mit Schäden von 2,7 Milliarden Euro. Stürme und Überschwemmungen im Mai und Juni verursachten in Europa Schäden in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Auch in Deutschland gab es letztes Jahr diverse verheerende Naturkatastrophen.

Auch Deutschland war betroffen

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zahlten die Versicherer hierzulande für versicherte Sachschäden an Häusern, Hausrat und Betrieben, die durch Stürme, Hagel und Starkregen angerichtet wurden, rund zwei Milliarden Euro. Etwa die Hälfte der genannten Schadenhöhe wurden durch die Sturmtiefs Elvira und Friederike, die Ende Mai und Anfang Juni über die Bundesrepublik zogen und in vielen Ortschaften verheerende Beschädigungen anrichteten, verursacht. Zudem verloren dabei fast ein Dutzend Menschen ihr Leben.

Ist man von einer Naturkatastrophe wie Hagel oder Überschwemmung betroffen, hilft der passende Versicherungsschutz, zumindest die finanziellen Belastungen, die eine Schadensbeseitigung mit sich bringen kann, so klein wie möglich zu halten. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Sachversicherungen an. Unwetterschäden durch Hagel, Blitz und Sturm am Auto lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung absichern.

Hausbesitzer, die gegen Schäden an der Immobilie durch Brand, Blitzeinschlag, Sturm und Hagel abgesichert sein möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Unter anderem werden diese Risiken zur Absicherung eines Hausrates durch eine Hausrat-Police oder zum Schutz eines Firmeninventars mittels einer Geschäftsinhalts-Versicherung mit abgedeckt.

Naturkatastrophen: Rundumschutz für das Haus

Mögliche Inventar- und Gebäudeschäden durch Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Starkregen, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben lassen sich in der Regel durch eine Elementarschaden-Versicherung absichern. Dieser Versicherungsschutz kann meist auch im Rahmen einer bestehenden Hausrat-, Gebäude- und/oder Geschäftsinhalts-Police gegen einen Prämienaufschlag mitversichert werden.

"Viele wissen gar nicht, dass sie immer und überall von Starkregen betroffen sein können. Und sie wissen nicht, dass sie sich gegen existenzbedrohende Naturgefahren versichern können", so GDV-Präsident Alexander Erdland. Um ein Haus rundum gegen Naturgefahren abzusichern, sei eine zusätzliche Elementarschadendeckung notwendig, wie der GDV zudem betont.

Überschwemmungen, die durch Starkregen verursacht werden, richten schnell existenzbedrohende Schäden von 100.000 Euro und mehr pro Wohnhaus an. Derzeit sind jedoch noch immer die Mehrheit, nämlich 11 Millionen der 17,5 Millionen bestehenden Häuser in Deutschland, nicht gegen Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser versichert. Dabei können laut GDV fast alle Häuser hierzulande gegen solche Risiken versichert werden.

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