Der Traum vom Homeoffice

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(verpd) Weit mehr als die Hälfte der in Deutschland Beschäftigten ist der Meinung, ihre Arbeit ebenso gut von zu Hause aus erledigen zu können – und zwar ohne deswegen Qualitätseinbußen befürchten zu müssen. Das ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage des Online-Karriereportals Monster vom Juni dieses Jahres.

Der Wunsch, den Schreibtisch im Betrieb gegen einen häuslichen Arbeitsplatz einzutauschen, scheint groß. Denn die Frage, ob sie der Ansicht sind, ihre Arbeit adäquat von zu Hause aus erledigen zu können, beantworteten über zwei Drittel der deutschen Teilnehmer bei einer Umfrage des Karriereportals Monster.de mit „Ja“.

86 Prozent der Personen, die an der Umfrage teilnahmen, gaben zudem an, am liebsten bei einem Unternehmen arbeiten zu wollen, das flexible Arbeitszeiten im Homeoffice ermöglicht. In vielen Firmen scheint man jedoch Bedenken zu haben. Denn in nur drei von zehn deutschen Großunternehmen ist man der Meinung, dass Mitarbeiter im Homeoffice produktiver sind als im Firmenbüro.

Nicht unproblematisch

„Eine Arbeit im Homeoffice ist bei Arbeitnehmern sehr beliebt, die Umsetzung entsprechender Regelungen aber nicht ganz unproblematisch. Die Mitarbeiter im Büro haben zum Beispiel häufig die Befürchtung, sie müssten mehr arbeiten als ihre Kollegen im Homeoffice.

Die Kollegen im Homeoffice wiederum fühlen häufig einen Rechtfertigungsdruck oder haben das Gefühl, vom Informationsfluss abgeschnitten zu sein. Hinzu kommt, dass die wenigsten der befragten deutschen Großunternehmen glauben, ihre Mitarbeiter seien im Homeoffice produktiver als im Büro“, kommentiert Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster, die Ergebnisse der Online-Befragung.

Tipps für den richtigen Umgang mit der Homeoffice-Regelung

Das Online-Karriereportal empfiehlt daher folgende Regeln, mit deren Hilfe die Vorteile einer Homeoffice-Regelung voll ausgeschöpft werden können, ohne das gute Klima unter den Kollegen zu gefährden:

„Nutzen Sie das Homeoffice richtig. Viele Mitarbeiter gehen ins Homeoffice, wenn die Handwerker anrücken oder eine Lieferung erwartet wird. Dabei sollten Arbeitnehmer die Ruhe des Homeoffice besonders dann nutzen, wenn knifflige Projekte anstehen, die eine hohe Konzentration erfordern. Nehmen Sie das Homeoffice-Angebot Ihres Chefs an und verlegen Sie vor allem diese Aufgaben auf zu Hause. Ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist hier natürlich die Grundlage.

Bleiben Sie erreichbar. Um die Verbindung zwischen Homeoffice und Büro aufrechtzuerhalten, können ein Live Chat oder ähnliche Services von Nutzen sein. Kollegen haben somit das Gefühl, Sie auch im Homeoffice gut erreichen und trotz der physischen Distanz schnell und spontan mit Ihnen Rücksprache halten zu können – so als säßen Sie gleich nebenan.

Schaffen Sie sich eine Arbeitszone. Der Weg zur Arbeit, der Gang ins Büro – das bereitet Sie auf einen produktiven Arbeitstag vor. Auch im Homeoffice sollten Sie eine Routine finden und sich eine kleine Arbeitszone mit Tisch, Stuhl, Rechner und ausreichend Licht einrichten.

Gehen Sie bewusst an Ihren Arbeitsplatz im Homeoffice und lassen Sie die Jogginghose besser im Schrank. So fühlen Sie sich wie im Büro und halten leichter das entsprechende Leistungsniveau. Sprechen Sie auch offen über die gesetzlich zu erfüllenden Rahmenbedingungen an einen Arbeitsplatz im Homeoffice.

Gleiches Recht für alle. Wenn Homeoffice-Regelungen im Unternehmen existieren, sollte jeder Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sie zu nutzen. Wer das Arbeiten von zu Hause für sich ausprobieren kann, bekommt ein Gefühl für die eigene Produktivität. So entsteht kein Neid zwischen Kollegen, die im Büro sitzen und denen, die zu Hause arbeiten.

Planen Sie Ihre Homeoffice-Zeiten im Voraus. Anfang der Woche geht es in den meisten Büros hektischer zu. Denn dann jagt ein Meeting das andere und das Pensum ist meist entsprechend höher. Dies sind Tage, an denen es hilfreich ist, wenn Arbeitnehmer vor Ort im Büro sind. Günstiger ist es daher, wenn Sie Ihre Homeoffice-Zeiten auf das Ende der Woche legen und dies idealerweise rechtzeitig ankündigen. Ihre Kollegen werden es Ihnen danken.“

Versicherungsschutz für das Homeoffice

Auch hinsichtlich des Versicherungsschutzes sollte sich jeder, der in seiner Wohnung ein Arbeitszimmer oder auch nur beruflich genutzte Arbeitsgeräte wie PC und Drucker oder Büromöbel hat, Gedanken machen. Anderenfalls kann es im Schadenfall teuer werden. Arbeitsgegenstände, die in einem sowohl beruflich als auch privat genutzten Raum stehen, sind in der Regel mit einer Hausrat-Police gegen Schäden durch Feuer, Einbruch-Diebstahl, Leitungswasser und Sturm abgesichert.

Für ausschließlich beruflich genutzte Räume besteht für das Inventar nach den Bedingungen vieler Hausrat-Policen jedoch kein Versicherungsschutz. In manchen Hausratversicherungs-Verträgen gilt der Versicherungsschutz jedoch, wenn das Arbeitszimmer ausschließlich über die private Wohnung und beispielsweise nicht über einen separaten Eingang zu erreichen ist.

Handelt es sich um ein reines Arbeitszimmer mit einem separaten Eingang, ist in der Regel eine eigene Geschäftsinhalts-Versicherung, die beispielsweise Schäden durch Brand, Sturm und Einbruch-Diebstahl abdeckt, notwendig, da die Hausrat-Police hier meist nicht greift.

Weitere geldwerte Ratschläge lesen Sie in unserem Dossier Hausratversicherung: Klauseln kennen – Fallstricke vermeiden .

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