Brandfalle Heizlüfter

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(verpd) Wenn die Außentemperaturen sinken, haben Heizlüfter, Heizstrahler, elektrische Kamine oder auch Radiatoren wieder Hochkonjunktur. Wie sich diese Heizgeräte möglichst risikolos einsetzen lassen.

Wer alleine oder als Zusatz zur normalen Hausheizung Heizgeräte wie Elektroheizkörper oder Radiatoren, Heizlüfter, Heizstrahler, aber auch elektrische Kamine einsetzt, um einen Raum zu erwärmen, sollte dabei einiges beachten. Anderenfalls kann es schnell zu einem Stromunfall oder Brand kommen.

Grundsätzlich ist es wichtig, sich genau an die Bedienungsanleitung zu halten, denn hier gibt es in der Regel diverse Vorgaben zur Verwendung, Installation und Montage, zum Stromanschluss, aber auch hinsichtlich des Aufstellortes des Gerätes.

Keine Verlängerungskabel

Zum Anschluss des Heizgerätes ist es wichtig, auf Mehrfach- und Tischsteckdosen sowie auf Verlängerungskabel mit einem reduzierten Leitungsquerschnitt zu verzichten. Ein geringer Leitungsquerschnitt kann nämlich zu einer Überlastung beziehungsweise zu einer übermäßigen Erwärmung des Kabels führen.

Besonders groß ist die Brandgefahr, wenn an einer Mehrfach- oder Tischsteckdose mehrere elektrische Geräte, wie zum Beispiel ein Wasserkocher, ein Bügeleisen oder auch ein Föhn betrieben werden. Zudem sollte das Heizgerät nicht direkt unter der Steckdose aufgestellt werden.

Sicherheitsabstand einhalten

Heizgeräte sollten immer außer Reichweite von Kindern und Haustieren platziert sein. Zudem dürfen sie nur mit genügend Sicherheitsabstand, zum Beispiel einem Meter oder mehr, zu Möbeln, Vorhängen oder anderen brennbaren Gegenständen aufgestellt werden. Der genaue Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien ist in der Regel der Bedienungsanleitung zu entnehmen und kann je nach Hersteller und Art des Heizgerätes variieren.

Brandexperten raten aufgrund der erhöhten Brandgefahr zudem davon ab, ein Heizgerät auf einen Langflorteppich zu stellen. Elektrische Heizelemente können je nach Bauart bis zu 400 Grad Celsius heiß werden und beispielsweise leicht entflammbare Materialien, die sich zu nahe am Heizgerät befinden, in Brand setzen. Auch Spraydosen dürfen deshalb nie in der Nähe von elektrischen Geräten verwendet werden.

Im Bad gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen

Im Bad aufgestellte Heizgeräte sollten dafür ausdrücklich geeignet sein, was ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt. Und selbst dann ist ein Sicherheitsabstand zu wasserführenden Einrichtungen wie zu Duschen, Badewannen, Waschbecken und Armaturen einzuhalten, um das Risiko von Stromunfällen zu reduzieren.

Zudem ist darauf zu achten, dass die Geräte so aufgestellt werden, dass sie, wenn sie versehentlich umgestoßen werden, durch den Sturz nicht in die Bade- oder Duschwanne oder ins Waschbecken fallen können. Heizlüfter und Heizstrahler dürfen keinesfalls mit nassen Händen berührt werden.

Eine Zweckentfremdung kann gefährlich sein

Prinzipiell ist der Aufstellungsort so zu wählen, dass ein freier Abzug der erwärmten Luft nach oben gewährleistet wird. Es dürfen auch keine Gegenstände wie Handtücher, Kleidung oder Papier auf elektrische Heizgeräte abgestellt oder darübergehängt werden, da es sonst zu einem Hitzestau und dadurch zu einem Brand kommen kann. Nur wenn in der Bedienungsanleitung des Heizgerätes ausdrücklich vermerkt ist, dass das Gerät zum Wäschetrocknen gedacht ist, darf man es entsprechend einsetzen.

Heizgeräte sind nur unter Aufsicht zu betreiben, das gilt insbesondere für Heizkissen und Heizdecken. Bemerkt man beim Heizgerät wie zum Beispiel einem Heizlüfter eine höhere Geräusch- oder eine außergewöhnliche Geruchsentwicklung, kann das auf einen Defekt hindeuten. Das betroffene Gerät sollte umgehend von einem Fachmann überprüft werden. Nicht selten sind nämlich defekte Heizgeräte die Ursache für einen Haus- oder Wohnungsbrand. Auf keinen Fall sollte man selbst das Gerät aufschrauben.

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