Damit der Grillspaß nicht zum Desaster wird

 - 

Wenn die Temperaturen wieder steigen, gehört für viele eine Grillparty oder das Entzünden eines Feuerkorbs zur Geselligkeit. Doch Vorsicht: Rund 4.000 Unfälle jährlich belegen, dass das Hantieren mit offenem Feuer nicht ungefährlich ist.

Hauptursache für Unfälle mit oft lebensgefährlichen Folgen ist das Anzünden der Kohle. Gefahrenherde sind hier vor allem Anzündhilfen wie Spiritus oder Benzin, weil beim Anzünden schnell eine Stichflamme entstehen kann.

Darüber hinaus ist es möglich, dass es zu einer Rückzündung mit der Restflüssigkeit und dem Dampf in der Flasche kommt. Dann kann sich ein bis zu zehn Meter langer Flammenstrahl bilden, der insbesondere Kinder stark gefährdet, die neben dem Grill stehen und beim Entzünden des Feuers zusehen. Aus diesen Gründen sollten nur spezielle Grillanzünder aus Paraffin oder Holzwachs verwendet werden.

Wie hilft die Versicherung?

Geraten durch ein Grillfeuer versehentlich die Gartenmöbel in Brand, so ist dies eventuell ein Fall für die Hausratversicherung. Viele Versicherer zählen die Gartenmöbel nämlich mit zum Hausrat, und diese sind dann auch gegen einen Brandschaden abgesichert.

Allerdings darf der Brand nicht grob fahrlässig verursacht worden sein, denn dann kann der Versicherer die Schadenleistung im Verhältnis zur Schwere der Schuld kürzen. Grob fahrlässig wäre es beispielsweise, wenn Brennspiritus zum Anzünden des Grills als Brandbeschleuniger verwendet werden würde.

Wer nicht genau weiß, ob die Gartenmöbel versichert sind, sollte bei seinem Versicherungsfachmann nachfragen.

Wenn Dritte in Mitleidenschaft gezogen werden

Werden durch eine Unvorsichtigkeit das Eigentum Dritter oder gar Personen verletzt, dann greift die private Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers. Diese springt ein, wenn berechtigte Forderungen nach Schadenersatz für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden gestellt werden.

Zu den Kosten, die richtig teuer werden können, gehören beispielsweise Krankenhausaufenthalt, Schmerzensgeld oder Verdienstausfall. Sind Forderungen nicht berechtigt, wehrt die Haftpflichtversicherung diese ab, notfalls auch vor Gericht.

Tipps fürs sichere Grillen

  • Ausschließlich zugelassene Grillanzünder mit einem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) und der DIN Nummer 66358 auf der Verpackung verwenden. Alkohol, Spiritus oder Benzin als Grillanzünder stellen eine große Gefahr dar.

  • Grillgut erst auflegen, wenn die Anzündhilfe vollständig verbrannt ist. Das ist daran zu erkennen, dass die Grillkohle vollständig von einer weißen Ascheschicht überzogen ist.

  • Für einen sicheren Stand des Grills sorgen und keine brennbaren Gegenstände in unmittelbarer Nähe stehen lassen. Fachleute warnen ausdrücklich vor dem Grillen unter dem Sonnenschirm bei leichtem Regen. Holzkohlegrills sind ausschließlich für die Verwendung im Freien vorgesehen.

  • Beim Kauf von Grillgeräten sollte auf die DIN EN 1860–1 und vorzugsweise auch auf das GS-Zeichen geachtet werden.

  • Feuer und Grills üben auf Kinder einen enormen Reiz aus. Deshalb sollten Aufsichtspersonen darauf achten, dass die Kinder immer einen Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern einhalten – insbesondere dann, wenn sie in der Nähe spielen.

Weitere News zum Thema

  • Eine passende Absicherung für das Elektrofahrrad

    [] (verpd) Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes e.V. (ZIV) besitzen die Bürger hierzulande mittlerweile rund drei Millionen Elektrofahrräder. Da diese Pedelecs und E-Bikes nicht selten 1.000, 2.000 Euro oder noch mehr kosten, ist es umso ärgerlicher, wenn einem so ein Rad gestohlen wird, oder man es bei einem selbst verschuldeten Sturz beschädigt. Es gibt jedoch Versicherungslösungen, die in solchen Fällen die Reparatur- oder Anschaffungskosten übernehmen. mehr

  • Jeder dritte Cyberangriff gelingt

    [] (verpd) Die Mehrheit der Unternehmen hat ein hohes Vertrauen in ihre Sicherheitsstrategien, wenn es um die Abwehr von Cyberkriminellen geht, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings zeigte die Untersuchung auch, dass es im Durchschnitt monatlich zwei bis drei erfolgreiche Cyberattacken auf Unternehmen gibt. Ein guter Teil der Angriffe wurde allerdings gar nicht durch die IT-Sicherheitsteams selbst entdeckt. Dennoch glaubt die Mehrheit der für IT-Sicherheit Verantwortlichen in Deutschland bei der Abwehr von Angriffen gut gerüstet zu sein. mehr

  • Die fiesen Praktiken der Einbrecher

    [] (verpd) Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat mit 30 inhaftierten Wohnungseinbrechern gesprochen. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge begehen Täter Einbrüche entweder aus einer Notlage heraus, um schnelles Geld zu machen, oder sie sehen es als ihren Beruf an. Auf Bargeld, Schmuck und Gold haben es die meisten Einbrecher abgesehen. Alarmanlagen und Videoüberwachung schrecken nur Anfänger ab. mehr

  • Fahrraddieben das Leben schwer machen

    [] (verpd) Auch wenn im vergangenen Jahr laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik die Anzahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, so werden dennoch pro Jahr 332.500 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Die Chancen, dass man sein gestohlenes Rad wiederbekommt, sind also ziemlich gering. Besser, wenn es gar nicht gestohlen wird. Man kann es potenziellen Dieben nämlich ziemlich schwer machen. mehr

  • Fällt der Chef aus, haben viele Firmen ein Problem

    [] (verpd) Bei kleineren Unternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen ist der geschäftliche Erfolg oft nur oder zum größten Teil von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Fällt ein solcher Unternehmer aus irgendeinem Grund über längere Zeit aus, gehen die Einnahmen stark zurück oder fallen ganz weg, während viele Betriebsausgaben weiter entrichtet werden müssen. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, mit denen sich dieses existenzielle Risiko eines Unternehmens absichern lässt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.