Damit aus der Wohnung kein See wird

 - 

(verpd) Undichte Zuleitungsschläuche an Haushaltsgeräten, durch die innerhalb kurzer Zeit große Mengen Wasser in eine Wohnung laufen können, sind eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden im Haushalt. Teils nicht mehr reparable Beschädigungen am Inventar, aber auch Gebäudeschäden und Schäden an darunterliegenden Wohnungen können die Folge sein.

Alterung, Materialfehler oder unsachgemäße Schlauchführung führen immer wieder zu defekten Zuleitungen bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Geschirrspüler, die binnen kurzer Zeit eine Wohnung unter Wasser setzen können. Die günstigste Möglichkeit, die Gefahr eines derartigen Wasserschadens zu minimieren, ist es, die Haushaltsgeräte nur unter Aufsicht laufen zu lassen und nur während dieser Zeit den Wasserhahn zu öffnen. Denn platzt dabei ein Schlauch und wird dann sofort der Wasserhahn geschlossen, kann nicht viel Wasser auslaufen.

Komfortabler ist es, ein sogenanntes Aquastopp-System einzurichten. Es enthält ein Sicherheitsventil, das bei einem defekten Zuleitungsschlauch die Wasserversorgung der Maschine unterbricht. Viele neuere Wasch- und Spülmaschinen haben diese Sicherheitseinrichtung bereits serienmäßig eingebaut. Anderenfalls kann sie ab etwa 20 € pro Gerät nachgerüstet werden.

Wasserschäden an Hausrat und Gebäudeteilen

Wenn trotz der Vorsichtsmaßnahmen etwas passiert, besteht für den Wasserschaden am eigenen Inventar Schutz durch die Hausratversicherung. Notwendige Reparaturen am eigenen Haus übernimmt die Gebäudeversicherung, sofern Leitungswasserschäden mitversichert sind.

Wurde ein Schaden grob fahrlässig verursacht, kann der Hausrat- oder Gebäudeversicherer die Entschädigungsleistung normalerweise um die Schadenhöhe, die direkt im Zusammenhang mit der groben Fahrlässigkeit entstanden ist, kürzen. Eventuell geht der Geschädigte dadurch sogar leer aus. Grob fahrlässig wäre in diesem Falle der unbeaufsichtigte Betrieb der Geräte oder das Offenlassen der Wasserhähne außerhalb des Betriebs, ohne dass eine Aquastopp-Einrichtung aktiv ist. Einige Versicherer bieten jedoch – teils gegen einen kleinen Prämienaufschlag – die Mitversicherung von grob fahrlässig verursachten Schäden an.

Wenn der Nachbar oder die Mietwohnung betroffen sind

Als Wohnungseigentümer oder Mieter haftet man für Schäden, die das auslaufende Wasser am Inventar einer Nachbarwohnung und/oder an der Bausubstanz der Immobilie des Vermieters angerichtet hat. Eine entsprechende Absicherung bietet die Privat-Haftpflichtversicherung. Sie tritt ein, wenn durch eigenes Verschulden ein Dritter zu Schaden kommt und man gesetzlich zum Schadenersatz verpflichtet ist.

In der Regel ist es jedoch für geschädigte Vermieter und Nachbarn empfehlenswert, den Schaden vorrangig durch ihre eigene Gebäude- beziehungsweise Hausratversicherung regulieren zu lassen. Diese übernimmt nämlich bei zerstörten Gegenständen in der Regel den Neuwert.

Eine Haftpflicht-Police dagegen erstattet stets nur den gesetzlichen Anspruch, und das ist der Zeitwert. Der Zeitwert berechnet sich dabei aus dem Neuwert einer Sache abzüglich eines Geldbetrages für das Alter des Gegenstandes, den bisherigen Gebrauch und die Abnutzung.

Weitere News zum Thema

  • Eine passende Absicherung für das Elektrofahrrad

    [] (verpd) Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes e.V. (ZIV) besitzen die Bürger hierzulande mittlerweile rund drei Millionen Elektrofahrräder. Da diese Pedelecs und E-Bikes nicht selten 1.000, 2.000 Euro oder noch mehr kosten, ist es umso ärgerlicher, wenn einem so ein Rad gestohlen wird, oder man es bei einem selbst verschuldeten Sturz beschädigt. Es gibt jedoch Versicherungslösungen, die in solchen Fällen die Reparatur- oder Anschaffungskosten übernehmen. mehr

  • Jeder dritte Cyberangriff gelingt

    [] (verpd) Die Mehrheit der Unternehmen hat ein hohes Vertrauen in ihre Sicherheitsstrategien, wenn es um die Abwehr von Cyberkriminellen geht, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Allerdings zeigte die Untersuchung auch, dass es im Durchschnitt monatlich zwei bis drei erfolgreiche Cyberattacken auf Unternehmen gibt. Ein guter Teil der Angriffe wurde allerdings gar nicht durch die IT-Sicherheitsteams selbst entdeckt. Dennoch glaubt die Mehrheit der für IT-Sicherheit Verantwortlichen in Deutschland bei der Abwehr von Angriffen gut gerüstet zu sein. mehr

  • Die fiesen Praktiken der Einbrecher

    [] (verpd) Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat mit 30 inhaftierten Wohnungseinbrechern gesprochen. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge begehen Täter Einbrüche entweder aus einer Notlage heraus, um schnelles Geld zu machen, oder sie sehen es als ihren Beruf an. Auf Bargeld, Schmuck und Gold haben es die meisten Einbrecher abgesehen. Alarmanlagen und Videoüberwachung schrecken nur Anfänger ab. mehr

  • Fahrraddieben das Leben schwer machen

    [] (verpd) Auch wenn im vergangenen Jahr laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik die Anzahl der amtlich registrierten Fahrraddiebstahl-Delikte um 0,8 Prozent zurückgegangen ist, so werden dennoch pro Jahr 332.500 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei unter zehn Prozent. Die Chancen, dass man sein gestohlenes Rad wiederbekommt, sind also ziemlich gering. Besser, wenn es gar nicht gestohlen wird. Man kann es potenziellen Dieben nämlich ziemlich schwer machen. mehr

  • Fällt der Chef aus, haben viele Firmen ein Problem

    [] (verpd) Bei kleineren Unternehmen sowie Freiberuflern wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen ist der geschäftliche Erfolg oft nur oder zum größten Teil von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Fällt ein solcher Unternehmer aus irgendeinem Grund über längere Zeit aus, gehen die Einnahmen stark zurück oder fallen ganz weg, während viele Betriebsausgaben weiter entrichtet werden müssen. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, mit denen sich dieses existenzielle Risiko eines Unternehmens absichern lässt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.