Wo das Unfallrisiko besonders hoch ist

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(verpd) Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verletzten sich 2010 8,25 Millionen Menschen bei einem Unfall. Die Mehrzahl aller Unfälle ereignete sich zu Hause, beim Sport oder bei sonstigen Freizeitaktivitäten. Der gesetzliche Unfallschutz greift jedoch in der Freizeit nicht. Zudem sind bestimmte Personengruppen ebenfalls nicht gesetzlich unfallversichert. Es gibt jedoch Versicherungslösungen, die diese Absicherungslücke schließen.

Nach diverse Statistiken verunfallten 2010 insgesamt 8,25 Millionen Menschen in Deutschland, davon 5,36 Millionen Personen während der Freizeit, 2,52 Millionen in der Arbeit oder in der Schule und 370.000 im Straßenverkehr.

Knapp 65 Prozent der Unfälle ereigneten sich demnach in der Freizeit, also zu Hause, beim Sport oder bei sonstigen Freizeitaktivitäten, knapp 31 Prozent im Beruf oder in der Schule und etwas über vier Prozent im Straßenverkehr.

Gesetzlicher Schutz mit Lücken

Berufstätige, Schüler und Studenten sind jedoch nur bei Unfällen, die während einer Tätigkeit im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit oder der Ausbildung passieren oder die sich auf dem Hin- beziehungsweise Heimweg zur Arbeits- oder Unterrichtsstätte ereignen, gesetzlich unfallversichert.

Das heißt gerade in der Freizeit, also in der Zeit, in der statistisch gesehen die meisten Unfälle passieren, greift der gesetzliche Unfallschutz nicht.

Rentner sowie nicht Erwerbstätige wie Hausfrauen und Kleinkinder stehen in den meisten Fällen gar nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Doch selbst wenn der gesetzliche Schutz greift, sind die Leistungen begrenzt. Zwar können Verunfallte mit einem bleibenden Gesundheitsschaden mit einer Erwerbsminderungsrente rechnen, doch diese liegt meist weit unter dem bisherigen Gehalt.

Privat unfallversichert

Um Absicherungslücken, die durch einen fehlenden oder auch unzureichenden gesetzlichen Unfallschutz bestehen, zu vermeiden, bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Lösungen an. Eine private Unfallversicherung greift im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz weltweit und rund um die Uhr.

Die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung im Invaliditätsfall kann bei einer derartigen Police nach dem individuellen Bedarf passend gewählt werden. Wie hoch die Gefahr eines bleibenden Gesundheitsschadens ist, zeigt die Statistik: Laut der Gesundheits-Berichterstattung des Bundes wurden allein 2009 fast 147.000 Personen bei einem Unfall so schwer verletzt, dass sie auf Dauer behindert sind.

Für alle, die nach einem Unfall krankgeschrieben sind oder sich im Krankenhaus stationär behandeln lassen müssen, kann in der Unfallpolice ein Kranken- und/oder ein Krankenhaustagegeld eingeschlossen werden, dessen Höhe jeweils frei vereinbar ist. Das Krankentagegeld wird für jeden Tag ausbezahlt, an dem man infolge des Unfalles arbeitsunfähig geschrieben ist. Ein Krankenhaustagegeld wird entsprechend der Dauer eines durch einen Unfall notwendig gewordenen Klinikaufenthaltes gezahlt.

Spezielle Absicherung für Kinder ...

Für Kinder empfiehlt sich eine spezielle Kinder-Unfallversicherung, die oftmals zusätzliche Risiken absichert. So sind hier Vergiftungen, die im Leistungsumfang einer normalen Unfallpolice normalerweise nicht enthalten sind, meist mitversichert. Je nach Vertragsvereinbarung werden auch Leistungen bei bleibenden Gesundheitsschäden durch Tollwut und Wundstarrkrampf oder Infektionen nach Tierbissen oder Tierstichen erbracht.

Einen noch umfassenderen Schutz bietet eine Kinder-Invaliditäts-Versicherung. Je nach vertraglicher Vereinbarung wird eine Rente, eine Einmalsumme oder eine Kombination aus beidem ausbezahlt, wenn aufgrund eines Unfalles oder auch einer Krankheit eine dauerhafte Invalidität festgestellt wird. Die Versicherungssummen sind frei wählbar.

... und Berufstätige

Damit Berufstätige mögliche Einkommensverluste ausgleichen können, wenn sie nach einem Unfall oder einer Krankheit für längere Zeit oder gar dauerhaft keinen Beruf mehr ausüben können, empfiehlt sich eine Krankentagegeld- und eine Berufsunfähigkeits-Versicherung.

2010 starben rund 20.200 Menschen an den Folgen eines Unfalles, 15.900 im Freizeitbereich, 3.800 im Straßenverkehr und über 500 während einer Berufs- oder Schultätigkeit. Einen Hinterbliebenenschutz für den Todesfall infolge eines Unfalles oder auch einer Krankheit bietet eine Risiko- oder Kapitallebens-Versicherung.

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