Wie Eltern ihre Kinder vor Unfällen schützen können

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(verpd) Kinder sollen aktiv sein und springen, klettern, toben und spielen dürfen. Da sind kleinere Verletzungen oftmals nicht zu vermeiden. Doch es gibt auch Unfallrisiken, die zu schweren oder sogar tödlichen Unfallverletzungen führen können. Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen lassen sich viele dieser tragischen Unglücke jedoch vermeiden.

Wie die Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) vor Kurzem bekannt gab, mussten 2013 aufgrund eines Unfalles rund 1,7 Millionen Kinder ärztlich behandelt werden, davon wurden 197.600 Kinder im Krankenhaus behandelt. 182 Kinder verunfallten tödlich – 73 Kinder starben bei einem Unfall in der Freizeit, 49 innerhalb des eigenen Zuhauses und 60 im Straßenverkehr.

Viele dieser schweren Kinderunfälle lassen sich laut BAG durch umsichtiges Verhalten, altersgerechte Sicherheitsmaßnahmen und eine gewissenhafte Aufsicht vermeiden.

Unfallschutz vom Säugling und Kleinkind im Krabbelalter ...

So sollte man bei Säuglingen beim Wickeln immer eine Hand am Kind halten, damit es nicht herunterfallen kann. Die Entdeckungsfreude der meisten Kinder ist groß und zugleich mit hohen Risiken verbunden. Im Krabbelalter ist es wichtig, Regale und/oder Schränke, an denen sich Kinder hochziehen könnten, gegen Umkippen zu sichern. Treppenschutzgitter, spezielle Sicherheitsriegel an Fenstern sowie Schutzgitter an Etagenbetten können gefährliche Stürze verhindern.

Verschluckbare Kleingegenstände wie Knöpfe oder Ringe, sowie Medikamente, Zigaretten, Alkohol und Putzmittel wie auch giftige Pflanzen in Wohnung und Garten sollten aufgrund der Vergiftungs- und Erstickungsgefahr immer außer Reichweite von Kleinkindern sein. Kleine Kinder sollten wegen der Gefahr des Ertrinkens zudem niemals ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden sowie auf einem Gelände mit Gartenteich oder sonstigem Gewässer sein.

Gegen Stromunfälle helfen Kindersicherungen in jeder Steckdose und das Wegräumen von elektrischen Geräten. Schnüre und Stricke beispielsweise an Vorhängen oder an der Kleidung sowie in Reichweite liegende Kabel können schnell zu Strangulationsfallen für ein Kind werden und sind daher zu vermeiden.

... bis zum Schulkind

Um Verbrühungen zu verhindern, sollten heiße Speisen und Getränke oder auch am Herd stehende Töpfe mit heißem Inhalt immer außer Reichweite der Sprösslinge sein. Auch eine Tischdecke kann zur Unfallfalle werden, wenn ein Kind versucht, sich daran festzuhalten und dadurch die Decke samt daraufstehendem Geschirr mit Speisen vom Tisch zieht.

Kinder sollten zudem nie ohne Aufsicht von Erwachsenen bei einem offenen Feuer wie einem Grill oder einem offenen Kamin sein. Auch andere Brandrisiken wie Halogenleuchten als Nachttisch-Lampen gilt es zu vermeiden, da sie eine Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius erreichen und Materialien wie Papier, Stoffe oder Bettzeug schnell in Brand setzen können. Neben einem Feuerlöscher gehören Rauchwarnmelder im Flur, im Wohnzimmer und im Kinderzimmer zu den bedeutendsten Schutzmaßnahmen.

Kinder, die im Straßenverkehr zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, sollten bunte Kleidung mit Reflektoren tragen, um bei jeder Witterung von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen zu werden. Im Auto sind Kinder bis zu einer Größe von 1,50 Meter ausschließlich in einer altersgerechten und geprüften Sitzsicherung mitzunehmen. Dies kann zwar in der Regel keine Unfälle verhindern, doch zumindest die Verletzungen so gering wie möglich halten. Das Gleiche gilt für den Fahrradhelm, den Kinder beim Fahrradfahren immer aufhaben sollten.

Kostenlose Checklisten, Ratgeber und Bilderbücher

Umfassende Informationen und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, Erste-Hilfe-Tipps zu den verschiedensten Verletzungsarten und Kauftipps für die Anschaffung von sicheren Produkten wie Kinderspielgeräten oder Fahrradhelmen gibt es kostenlos auf den Webseiten der BAG. Zudem stehen hier diverse kostenlos herunterladbare Flyer und Broschüren für Eltern sowie Bilderbücher für Kinder in unterschiedlichen Sprachen zum Thema Kindersicherheit zur Verfügung.

Wie Kinder zumindest finanziell abgesichert werden können, sollte es doch zu einem Unfall kommen, kann bei einem Versicherungsexperten nachgefragt werden. Eine entsprechende private Vorsorge ist zum einen deshalb wichtig, da die gesetzliche Unfallversicherung nur Unfälle im Bereich der Schule oder des Kindergartens abdeckt, die meisten Unglücke jedoch in der Freizeit passieren.

Und selbst wenn der gesetzliche Unfallschutz greift, weil sich das Unglück zum Beispiel auf dem Weg zur Schule ereignet hat, sind die entsprechenden Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung im Vergleich zu den tatsächlich anfallenden Kosten oftmals unzureichend. Im Gegensatz dazu bietet die private Versicherungswirtschaft Absicherungslösungen an, die für Unfälle weltweit und rund um die Uhr gelten, und deren Unfallleistungen entsprechend den individuellen Wünschen vereinbart werden können.

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