Wenn ein Tor einen Kreuzbandriss verursacht

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(verpd) Stößt ein Fußballspieler während eines Spiels gegen ein 4,50 Meter hinter dem Spielfeld liegendes Trainingstor, so hat er gegen den gastgebenden Verein keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz in einem kürzlich veröffentlichten Beschluss entschieden (Az. 5 U 423/12).

Ein Hobbyfußballer geriet während eines Zweikampfs hinter die gegnerische Torauslinie. Dort kollidierte er mit einem liegenden tragbaren Trainingstor. Durch den Zusammenprall erlitt er neben anderen Verletzungen einen Kreuzbandriss.

Verletzung der Verkehrssicherungs-Pflicht?

Er warf dem gastgebenden Verein vor, seine Verkehrssicherungs-Pflicht verletzt zu haben. Denn ein Trainingstor habe aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht hinter dem Spielfeldrand zu liegen. Mit seiner Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage in Höhe von rund 11.000 € hatte der Fußballer jedoch keinen Erfolg. Sie wurde sowohl vom Land- als auch vom Oberlandesgericht als unbegründet zurückgewiesen. Nach Ansicht beider Instanzen kann dem beklagten Verein keine Pflichtverletzung vorgeworfen werden.

Denn das Trainingstor habe sich 4,50 Meter und somit weit genug vom Spielfeldrand entfernt befunden. Es sei außerdem gut sichtbar gewesen. Im Übrigen habe der Schiedsrichter das Spiel freigegeben und keine Bedenken erkennen lassen. Darauf durfte sich der Verein verlassen. Die Richter räumten zwar ein, dass das Trainingstor eine abstrakte Gefahr darstellte. Der Verein war jedoch gleichwohl nicht dazu verpflichtet, Vorkehrungen zur Verhinderung einer Kollision zu treffen. Denn mit einer solchen musste er nicht rechnen.

Absicherung für alle Fälle

Übrigens: Hätte der verletzte Hobbyfußballer eine private Unfallversicherung, würden ihm die darin vereinbarten Leistungen wie eine Kapitalsumme oder eine monatliche Rente im Falle einer bleibenden Invalidität aufgrund des Unfalls zustehen. Wäre ein Krankenhausaufenthalt notwendig geworden, hätte er zudem ein Krankenhaustagegeld, sofern dies in der Unfall-Police eingeschlossen ist, erhalten.

Eine private Krankenzusatz-Versicherung würde nicht nur bei Unfall, sondern auch im Krankheitsfall ein Krankenhaustagegeld und/oder ein Krankentagegeld auszahlen. Eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung leistet eine vereinbarte Rentenzahlung, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls oder auch einer Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

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