Weniger Verkehrsunfälle, mehr Verkehrsopfer

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(verpd) Die Zahl der bei der Polizei registrierten Verkehrsunfälle nahm laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) in den ersten sechs Monaten diesen Jahres im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres um 1,2 Prozent ab.

Im Gegensatz dazu erhöhte sich jedoch die Anzahl der Verletzten und Verkehrstoten. Leider können sich Personen mit gesundheitlichen Unfallfolgen nicht oder nicht nur auf eine gesetzliche Absicherung verlassen.

Nach Angaben von Destatis wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres über 1,15 Millionen Verkehrsunfälle bei der Polizei vermerkt. Das waren 1,6 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2013 mit noch knapp 1,17 Millionen.

Mehr Unfallverletzte und -tote

Die reinen Sachschadenunfälle nahmen von fast 1,04 Millionen in 2013 auf unter 1,01 Millionen in 2014 und damit um 2,8 Prozent ab. Die Unfälle mit Personenschäden stiegen jedoch um 11,4 Prozent von 129.851 Unfällen in den ersten sechs Monaten in 2013 auf 144.631 Fälle im ersten Halbjahr in 2014 an.

Insgesamt verunglückten von Januar bis einschließlich Juni 2014 187.155 Menschen. 2013 waren es im gleichen Zeitraum noch 169.197 Personen und damit 10,6 Prozent weniger. Im ersten Halbjahr 2014 verloren mit 1.567 Personen um 9,5 Prozent mehr bei einem Verkehrsunfall ihr Leben als im Vergleichszeitraum 2013. Hier waren es 1.439 Personen. In den ersten sechs Monaten diesen Jahres wurden 185.579 Menschen verletzt, das ist eine Zunahme um 10,6 Prozent im Vergleich zu 2013 mit 167.759 Verletzten.

Gesetzlicher Schutz mit Einschränkungen

Wer grundsätzlich die möglichen finanziellen Folgen eines Unfalles absichern möchte, sollte sich von einem Versicherungsexperten beraten lassen. Denn einen gesetzlichen Unfallschutz gibt es in der Regel nur für Arbeitnehmer auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle oder für Arbeitsunfälle während der Berufsausübung. Auch Studenten, Schüler und Kindergartenkinder sind nur auf dem Weg von und zum Unterricht oder zum Kindergarten und während des Besuchs dort versichert.

In der Freizeit besteht kein gesetzlicher Versicherungsschutz. Selbstständige, Hausfrauen und -männer sowie Kleinkinder sind in der Regel gar nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Und selbst Personen, die einen gesetzlichen Unfallschutz haben, müssen mit erheblichen Einbußen zu ihrem bisherigen Einkommen rechnen, wenn sie aufgrund eines Unfalles arbeits- oder gar erwerbsunfähig werden.

Individueller Schutz

Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch für alle Personengruppen, egal ob Arbeitnehmer, Nichterwerbstätige oder Kinder, zahlreiche individuell passende Lösungen an. Eine private Unfallversicherung gewährt beispielsweise meist weltweit und rund um die Uhr Versicherungsschutz. Zudem kann hier neben einer Kapital- und/oder Rentenzahlung im Invaliditätsfall auch ein Krankenhaustagegeld, die Übernahme von Bergungskosten und eine Todesfallsumme individuell vereinbart werden.

Für denjenigen, der bei Unfall, aber auch bei Krankheit finanziell abgesichert sein möchte, empfiehlt sich eine Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung. Sie zahlt zum Beispiel eine vereinbarte Rente, wenn aufgrund gesundheitlicher Probleme eine Erwerbstätigkeit auf Dauer nicht mehr möglich ist.

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