Weniger Arbeits- und Wegeunfälle als bisher

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(verpd) Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fiel die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle in 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf knapp über eine Million. Auch die Anzahl der Wegeunfälle, also auf dem Weg von und zur Arbeit, sowie die meldepflichtigen Schulunfälle nahmen ab. Anders bei den dadurch verursachten Todesfällen: hier wurden teilweise deutliche Anstiege verzeichnet.

Über 1.007.000 Millionen Arbeitsunfälle wurden 2011 gemeldet, das waren knapp 1,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie aus einem aktuellen Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) hervorgeht.

Auf dem Weg zur oder von der Arbeit ereigneten sich 2011 insgesamt rund 190.000 Unfälle. Dies entspricht einer Abnahme um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2010. Und auch bei den meldepflichtigen Schulunfällen sank die Zahl um ein Prozent auf rund 1,29 Millionen Fälle.

Mehr tödliche Arbeitsunfälle

Tödlich verletzt wurden 2011 bei Arbeitsunfällen 664 Personen, zehn weniger als 2010. Im Gegensatz dazu kamen mehr Menschen auf dem Arbeitsweg und im Zusammenhang mit dem Schulunterricht ums Leben als im Jahr zuvor.

Bei den Wegeunfällen verloren insgesamt 400 Personen ihr Leben, 2010 waren es noch 373. Bei Unfällen, die im Rahmen eines Schul-, Studiums- oder Kindergartenbesuchs stattfanden, wurden 77 Kinder tödlich verletzt, das waren 37,5 Prozent mehr als noch 2010.

Kein Rund-um-Schutz

Bei Berufskrankheiten, Arbeits- und Wegeunfällen werden von der gesetzlichen Unfallversicherung unter anderem Behandlungen und Reha-Maßnahmen nach festen Vorgaben bezahlt. Führt der Unfall oder die Berufskrankheit zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent, erhält der Betroffene je nach Erwerbsunfähigkeitsgrad eine Rente. Bei 100 Prozent Erwerbsunfähigkeit beträgt die Vollrente jedoch maximal zwei Drittel des Jahresverdienstes des Versicherten.

Ist der Versicherte zwar erwerbsfähig, kann aber in seinem bisherigen Beruf nicht weiterarbeiten, hat er im Übrigen keinen Rentenanspruch aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Arbeitnehmern überwiegend nur bei Arbeitsunfällen beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle Schutz. Schüler und Kindergartenkinder sind ausschließlich auf dem Weg von und zur Schule oder zum Kindergarten und während des Besuchs dort versichert.

24 Stunden Sicherheit

In der Freizeit besteht jedoch kein gesetzlicher Versicherungsschutz, obwohl sich hier die meisten Unfälle ereignen. Selbstständige, Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Im Gegensatz zur gesetzlichen können sich in einer privaten Unfallversicherung alle absichern. Diese leistet darüber hinaus meist weltweit und rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit.

Zudem ist hier eine individuelle Absicherung der finanziellen Folgen bleibender gesundheitlicher Schäden nach einem Unfall möglich. Mit einer vorher vereinbarten Kapitalsumme im Invaliditätsfall lassen sich beispielsweise zusätzliche Aufwendungen für eine behindertengerechte Wohnung auffangen.

Passende Einkommensabsicherung

Viele private Unfallversicherer bieten auch eine Rentenzahlung im Invaliditätsfall an. Damit lassen sich mögliche Einkommensverluste durch eine bleibende Behinderung ausgleichen. Daneben können meist weitere Leistungen, wie etwa eine Todesfallsumme, ein Krankenhaustagegeld oder Zuschüsse für kosmetische Operationen eingeschlossen werden.

Eine private Krankentagegeld-Versicherung für Selbstständige oder Arbeitnehmer kann zudem mögliche Einkommenseinbußen bei unfall-, aber auch sonstiger krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ausgleichen. Für den Fall, dass aufgrund gesundheitlicher Probleme bereits der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann ohne dass eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt, ermöglicht eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung den bisherigen Lebensstandard zu halten.

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