Vier neue Berufskrankheiten anerkannt

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Vier Krankheitsbilder sind seit Beginn dieses Jahres als Berufskrankheiten anerkannt und in die Berufskrankheitenverfahren bei den Unfallversicherungsträgern einbezogen worden.

Die Berufskrankheitenverordnung (BKV) wurde entsprechend ergänzt. Das Bundeskabinett hatte diese Erweiterung bereits am 5.11.2014 beschlossen. Die Aufnahme erfolgt auf Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats »Berufskrankheiten« beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Nicht jede Krankheit, von der man meint, sie sei im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit entstanden, ist sogleich auch eine Berufskrankrankheit.

Für Dachdecker, Kfz-Mechaniker, Möbeltransporteure, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker, Elektriker, Maschinisten, Forstarbeiter, Gärtner, Landwirte, Bergleute, Zimmerleute, Bauarbeiter, Maurer, Stahlbauschlosser, Schweißer an Brücken, Straßenarbeiter und viele andere Berufsgruppen gibt es aber neue Hoffnung im Kampf um die Anerkennung einer beruflich bedingten Erkrankung als Berufskrankheit.

Denn betroffene Beschäftigte haben jetzt Anspruch auf eine Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder auf finanzielle Leistungen, sofern die Erkrankung zu einer Arbeitsunfähigkeit oder einer dauerhaften Erwerbsminderung führt.

Folgende vier Krankheitsbilder sind in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen worden:

  • Spezifische Formen des weißen Hautkrebses hervorgerufen durch jahrelange Sonneneinstrahlung. Die Fachbegriffe lauten Plattenepithelkarzinom und aktinische Keratosen. Letztere sind Vorstufen des weißen Hautkrebses.

  • Das Carpaltunnelsyndrom, das durch eine Druckschädigung des im Unterarm befindlichen Nervs (nervus medianus) verursacht wird. Es kann durch bestimmte manuelle Tätigkeiten hervorgerufen werden.

  • Das Thenar-Hammer-Syndrom, das hervorgerufen wird, wenn die Hand beziehungsweise der Daumenballen (Thenar) als Hammer benutzt wird. Dabei kann es zu einer arteriellen Verletzung und Taubheitsgefühlen bis hin zu starken Schmerzen kommen.

  • Durch die Exposition von Schwefelsäuredämpfen ausgelöster Kehlkopfkrebs.

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