Vermeidung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen

 - 

(verpd) Um mögliche Gesundheitsrisiken im Arbeitsumfeld beheben oder ausschließen zu können, ist es wichtig, dass Arbeitgeber die Gefahrenpotenziale in ihrem Betrieb kennen. Eine umfassende Gefährdungsbeurteilung hilft dabei.

Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich laut der vorläufigen Statistik 2012 über 899.172 Arbeitsunfälle. 495 Arbeitnehmer starben dabei. Auf dem Weg von oder zur Arbeit wurden mehr als 176.034 Unfälle gezählt. 385 Personen verunglückten dabei tödlich. Insgesamt zeigten 70.834 Personen einen Verdacht auf eine Berufskrankheit an.

Viele arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen – bis etwas passiert. Um Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zu verhindern, sollten daher in jedem Betrieb potenzielle Gefahrenquellen gezielt aufgespürt und beseitigt werden.

Gesetzlich vorgeschriebener Arbeitsschutz

Dabei ist die sogenannte Gefährdungsbeurteilung behilflich, die jeder Arbeitgeber gemäß Paragraf 5 ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz) unabhängig von der Mitarbeiteranzahl regelmäßig durchführen muss.

Die Gefährdungsbeurteilung kann entweder durch den Arbeitgeber selbst oder durch andere fachkundige Personen, wie Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte, durchgeführt werden.

Die Verantwortung für die Durchführung und die Umsetzung der Ergebnisse verbleibt jedoch beim Arbeitgeber.

Hilfreiche Tipps und Informationen

Nach Angaben des DGUV können auch kleine Betriebe ohne viel Aufwand eine umfassende Gefährdungsbeurteilung erstellen. Zwar regelt das Arbeitsschutzgesetz nicht, wie der Arbeitgeber die Beurteilung vorzunehmen hat, Informationen und Ratschläge, wie eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden kann, gibt es jedoch bei den zuständigen Berufsgenossenschaften (BG).

Beispielsweise stellt die BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hierzu eine Sieben-Schritte-Anleitung mit herunterladbaren Arbeitsblättern für die vorgeschriebene Dokumentation online zur Verfügung. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es zum Download von der BG Rohstoffe und chemische Industrie. Die BG der Bauwirtschaft bietet im Internet unter anderem Kurz-Handlungshilfen zur Erstellung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung für Kleinbetriebe.

Weitere Hilfen, Anleitungen sowie Anlaufstellen für externe Beratungen und detailliertes Expertenwissen zu dem Thema sind unter www.gefaehrdungsbeurteilung.de, einer Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), zu finden.

Weitere News zum Thema

  • Tipps für eine unfallfreie Bergwanderung

    [] (verpd) Ist sonniges Wetter in den Bergen angesagt, entscheiden sich viele kurzentschlossen zu einer Bergwanderung. Doch ohne eine ausreichende Planung bezüglich der Ausrüstung sowie der Wahl der Wanderwege, und ohne der erforderlichen Vor- und Umsicht in den Bergen, kann der Ausflug schnell zum Drama werden. Experten erklären, worauf beim Bergwandern zu achten ist. mehr

  • Sicher mobil – auch im Alter

    [] (verpd) Jahrzehntelange Fahrerfahrung zahlt sich aus, dennoch gibt es immer wieder auch dramatische Unfälle durch ältere Autofahrer. Jeder Einzelne kann jedoch durch eine entsprechende Kontrolle und Präventionsmaßnahmen etwas dafür tun, um auch im Seniorenalter sicher Auto zu fahren. mehr

  • Der Tanzpartner als Unfallrisiko

    [] (verpd) Wer beim Tanzen das Gleichgewicht verliert und stürzt, kann für die Folgen des Sturzes in der Regel nicht seinen Tanzpartner zur Verantwortung ziehen. Das geht aus einem kürzlich vom Oberlandesgericht Frankfurt veröffentlichten Hinweisbeschluss hervor (Az. 13 U 222/16). mehr

  • Wenn der Arbeitnehmer im Homeoffice verunfallt

    [] (verpd) Wer als Angestellter nicht zum Arbeiten in die Firma seines Arbeitgebers geht, sondern seinen Arbeitsplatz zu Hause hat, ist normalerweise auch bei einem Arbeitsunfall gesetzlich unfallversichert. Doch die Abgrenzung, welcher Unfall im Homeoffice als Arbeitsunfall gilt, für den die gesetzliche Unfallversicherung Schutz bietet, und welcher Unfall als Freizeitunfall einzustufen ist, für den kein gesetzlicher Unfallschutz besteht, ist oft schwierig. mehr

  • Inwieweit Hunger den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

    [] (verpd) Unterbricht ein Beschäftigter seinen unmittelbaren Weg zu seiner Arbeit, um in einer Bäckerei sein Frühstück zu besorgen, und kommt auf dem Rückweg zu seinem Auto zu Schaden, so hat er keinen Anspruch auf Leistungen durch die Berufsgenossenschaft. Das hat das Bundessozialgericht vor Kurzem entschieden (Az. B 2 U 1/16 R). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.