Unfallrente an Witwe: Tödlicher Unfall auf dem Weg von der Freundin zum Job

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Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg fällte ein Urteil, das auf den ersten Blick skurril erscheint: Ein Hausmeister war auf dem Weg von der Wohnung seiner Freundin zum Job tödlich verunglückt. Dennoch gestand das Gericht der Ehefrau, von der der Betroffene getrennt lebte, Hinterbliebenenrente zu.

Verstirbt der Ehepartner, so hat der Hinterbliebene meist Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Bei einem Tod durch einen Arbeitsunfall bzw. auf dem Arbeitsweg zahlt die gesetzliche Unfallversicherung. Das ist nicht ganz unwichtig, weil deren Rente höher ausfällt als die Hinterbliebenenrente der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der Verunglückte war Hausmeister bei einer gemeinnützigen Wohnungsbau-Genossenschaft und betreute dabei mehrere Mietobjekte. Privat lebte er getrennt von seiner Frau und wohnte bei seiner Freundin. Von deren Wohnung aus verunglückte er mit seinem Motorrad auf dem Weg zu einer von ihm betreuten Wohnung.

Vor Gericht ging es nun nicht um die Lebensform des Betroffenen, sondern um die klassische Frage der gesetzlichen Unfallversicherung: Ist der Weg, auf dem der Unfall passiert ist, als Arbeitsweg im Sinne des Gesetzes anzusehen?

Das bejahte das LSG eindeutig: Es komme nicht darauf an, ob er in der Wohnung seiner Freundin polizeilich gemeldet gewesen sei oder ob ein Familienverhältnis im Sinne des bürgerlichen Rechts oder entsprechender Normen bestanden habe. Entscheidend seien die faktischen Verhältnisse. Und die deuteten klar darauf hin, dass sein Lebensmittelpunkt die Wohnung der Freundin gewesen sei. Der Weg von deren Wohnung zu einer von ihm betreuten Wohnung sei daher ein Arbeitsweg gewesen.

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