Trotz Sehschwäche sicher baden und tauchen

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(verpd) Wer eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, muss nicht auf das Badevergnügen im Freibad, am See oder im Meer verzichten. Wichtig ist jedoch, dass Fehlsichtige auch im Wasser gut sehen, damit sie andere nicht übersehen oder auch Gefahrenstellen frühzeitig erkennen können.

Brillenträger sollten nach Aussagen des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS) beim Schwimmen und Tauchen nicht ihre normale Alltagsbrille tragen. Sie kann beim Untertauchen oder bei einem starken Wellengang schnell vom Kopf rutschen. Taucher, die eine normale Brille unter der Taucherbrille tragen, laufen Gefahr, dass die Brillenbügel der Alltagsbrille einen Spalt zwischen Gesicht und Dichtung der Tauchermaske verursachen, durch den Wasser eindringen kann.

Spezielle Schwimm- und Taucherbrillen

Mittlerweile gibt es für Menschen mit Sehschwächen Schwimm- und Taucherbrillen mit Korrektionsgläsern in individuellen Stärken. Auch unterschiedliche Sehfehler des rechten und linken Auges können dabei berücksichtigt werden. Eine dichte Schwimm- oder Tauchbrille schützt zudem das Auge vor Salz, Bakterien und Chlor im Wasser.

Dr. Wolfgang Wesemann von der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln erklärt: „Preiswerte Schwimmbrillen gibt es beim Augenoptiker in allen gängigen Brillenstärken. Eine Hornhautverkrümmung kann mit diesen einfachen Modellen nicht korrigiert werden. Doch auch eine ungefähre Korrektion der Kurz- oder Weitsichtigkeit erhöht die Sicherheit im Wasser erheblich.“

Derartige Schwimm- und Taucherbrillen sind für Kinder als auch für Erwachsene erhältlich. Beim Kauf sollte man laut KGS darauf achten, dass die Größe der Brille zur Kopfgröße passt. Ansonsten kann es sein, dass die Brillengläser unangenehm auf die Augen drücken. Wer in der Halle zum Schwimmen geht, benötigt eine andere Brille als im Freien. Denn eine Schwimmbrille für draußen sollte verspiegelte Gläser mit einem integrierten UV-Schutz haben.

Tipps für Kontaktlinsenträger

Kontaktlinsenträger sollten einen Linsenkontakt mit dem Badewasser vermeiden, denn formstabile Kontaktlinsen sitzen beweglicher auf den Augen als weiche und könnten von den Augen weggespült werden. Bei Weichlinsen wiederum besteht bei Kontakt mit Wasser die Gefahr, dass sich die bisherige Passform verändert. Dadurch sind sie zum einen nicht mehr angenehm zu tragen und zum anderen könnten sich an den Linsen Bakterien aus dem Wasser anlagern. Schutz bietet z.B. eine wasserdichte Schwimmbrille, die über den Kontaktlinsen getragen wird.

Möglich ist aber auch eine Schwimmbrille in individueller Sehstärke. Für Taucher: Auch unter einer Tauchermaske können formstabile oder weiche Kontaktlinsen ohne Probleme getragen werden. Dennoch sollten nach jedem Tauchgang die Kontaktlinsen gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um ein Infektionsrisiko auszuschließen.

Eine Alternative dazu sind Eintageslinsen, die direkt nach dem Schwimmen und/oder Tauchen entsorgt werden. Wer formstabile Linsen beim Tauchen trägt, sollte besonders aufpassen, wenn die Maske unter Wasser ausgeblasen werden muss. Am besten ist es, das Ausblasen mit eingesetzten Kontaktlinsen bereits vor dem Tauchgang z.B. in der heimischen Badewanne zu üben.

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