So können Kinder sicher fahren, rollen und gleiten

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(verpd) Eine neue Broschüre wendet sich an alle Eltern mit Kindern ab zehn Monaten bis hin ins Teenager-Alter. Sie zeigt, worauf man bei der Anschaffung eines rollenden, fahrenden oder gleitenden Kindergefährts achten sollte.

Die vor Kurzem erschienene Broschüre des Deutschen Kuratoriums für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) „Mobile Kinder: Tipps für Kinderfahrzeuge – vom Rutschauto bis zum Snowboard“ informiert die Eltern, ab wann ein Kind alt genug für ein bestimmtes Gefährt ist.

Zudem wird umfassend erklärt, auf welche Qualitätsmerkmale man bei den einzelnen Fortbewegungsmitteln achten sollte, woran eine gute Schutzausrüstung zu erkennen ist und welche Kleidung bei den einzelnen Aktivitäten sinnvoll ist.

Vom Rutschauto bis zum Snowboard

Ausführliche Informationen gibt es beispielsweise für typische Kinderfahrzeuge, wie  Rutschauto, Lauf- und Dreirad, Tretroller, Kinderfahrrad, Skateboard und Inlineskates. Außerdem sind umfangreiche Empfehlungen und Sicherheitshinweise zu Skiern, Snowboards, Schlittschuhen, Schlitten und Schneerutschern enthalten.

Die 40-seitige Broschüre ist als Einzelexemplar kostenlos beim Deutschen Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V., einem der Herausgeber, im Rahmen der Aktion „Das sichere Haus“ als Online-Download oder auch als Papierversion erhältlich.

Vom Tretroller bis zum Fahrrad

Beispielsweise steht im Ratgeber, dass Rutschautos für Kleinkinder möglichst einen breiten Radabstand haben sollten, da sie dann am stabilsten sind. Die Sitzhöhe sollte es ermöglichen, dass die Fußsohlen des Kindes bequem auf dem Fußboden aufliegen.

Bei Tretrollern, geeignet für Kinder ab 2,5 Jahren, ist darauf zu achten, dass die Trittfläche für beide Füße des Kindes groß genug sowie rutschhemmend ist. Die Lenkerenden sollten zudem gut gepolstert sein. Je größer die Reifen, desto sicherer ist der Roller auch auf unterschiedlichsten Untergründen.

Besonders ausführlich werden auch die empfehlenswerten Ausstattungsmerkmale von Kinderspiel- und Kinderstraßenrädern beschrieben. Auf alle Fälle sollten die Kinder eine Probefahrt damit machen, bevor man sich für ein Modell entscheidet.

Für kleine Wintersportler

Auch an die kleinen Wintersportler wurde in der Broschüre gedacht. Unter anderem wird empfohlen, dass Anfänger Skier verwenden, die nicht länger sind als ihre Körpergröße. Zur Feststellung, welcher Skischuh tatsächlich passt, empfehlen die Ratgeberautoren, den Innenschuh herauszunehmen und zu vermessen. Die Innenschuhsohle sollte maximal einen Zentimeter länger sein als die Fußsohlenlänge des Kindes. Die Länge der Skistöcke sollte rund drei Viertel der Körperlänge des Kindes betragen.

Ein guter Einstiegszeitpunkt für Kinder, um Schlittschuhlaufen zu lernen, ist ein Alter zwischen drei bis fünf Jahren – auch abhängig von den motorischen Fähigkeiten des Kindes. Wichtig ist, dass die Schlittschuhe nicht zu groß sind und dass sie fest am Fuß des Kindes sitzen. Zudem ist es zum sicheren Gleiten notwendig, dass die Stahlkufen immer gut geschliffen sind.

Und auch das Thema Schlittenfahren wird aufgegriffen. Unter anderem raten die Sicherheitsexperten, ältere Holzschlitten vor jeder Saison zu kontrollieren. Besonders scharfe Kanten an den Kufen bergen eine hohe Verletzungsgefahr.

Rund um gut geschützt

Im Ratgeber wird das Tragen eines Helmes für Kinder, aber auch für Erwachsene, im Straßenverkehr wie auch beim Wintersport dringend empfohlen, da sich damit das Risiko, schwere Kopfverletzungen bei einem Unfall zu erleiden, signifikant reduziert.

Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass Kinder beim Klettern und Spielen Fahrradhelme unbedingt abnehmen sollten, da der festgezogene Kinnriemen hier zu tödlichen Verletzungen führen kann, wenn das Kind beim Spielen mit dem Helm irgendwo hängen bleibt.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann leider immer etwas passieren. Egal ob im Straßenverkehr, beim Wintersport oder auch sonst in der Freizeit. Damit im Falle eines Unfalles neben gesundheitlichen Folgen nicht auch noch finanzielle Schwierigkeiten hinzukommen, ist eine private Absicherung beispielsweise durch eine Kinderunfall- und/oder eine Invaliditäts-Versicherung empfehlenswert.

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