Sicher zu Fuß

 - 

(verpd) Letztes Jahr wurden fast 30.000 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall verletzt.

Mehr als 500 Personen kamen ums Leben. Immer wieder kommt es insbesondere in der Herbst- und Winterzeit durch die frühe Dunkelheit sowie Nebel, Regen oder Schnee dazu, dass Kfz-Fahrer Fußgänger übersehen. Rutschige Straßen aufgrund nassen Laubs, Eis oder Schnee sorgen zudem für längere Bremswege bei den Fahrzeugen, aber auch für mehr Stürze bei den Fußgängern. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, wie Fußgänger die Unfallgefahr minimieren können.

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts erlitten letztes Jahr über 30.500 Fußgänger körperliche Schäden bei einem Verkehrsunfall. 546 wurden dabei getötet. Die meisten Unfälle mit Personenschäden und mit Verkehrstoten gab es im November und Dezember.

Daher sollten Fahrzeugführer gerade in dieser Zeit noch mehr Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer nehmen und ihre Geschwindigkeiten an die Sicht-, Witterungs- und Fahrbahnverhältnisse anpassen. Allerdings können auch die Fußgänger selbst ihr Unfallrisiko minimieren.

Gesehen werden

Insbesondere in der dunklen Jahreszeit sollten Fußgänger nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) eine helle, möglichst mit reflektierenden Bestandteilen versehene Kleidung wählen, um besser gesehen zu werden.

Außerdem sollte das Schuhwerk zum Wetter und den Straßenverhältnissen passen. Schuhe mit einem ausgeprägten Profil und rutschfesten Sohlen vermindern das Risiko, auf durch Laub verschmutzten, schnee- oder eisglatten Straßen auszurutschen. Zudem bieten sie einen sichereren Halt auf Treppen an Fußgängerunterführungen und beim Ein- und Aussteigen in Bus oder Bahn.

Nur auf sicheren Wegen gehen

Besonders vorsichtig sollten Fußgänger beim Überqueren von Straßen sein. Für Schulkinder ist es am sichersten, wenn sie nur Schulwege wählen, bei denen sie keine Fahrbahnen überqueren müssen. Ist dies nicht möglich, sollte der Straßenseitenwechsel nur an Ampeln und Zebrastreifen erfolgen. Prinzipiell sollten die Kinder darauf achten, dass sie bereits vor einer Straßenüberquerung für die anderen Verkehrsteilnehmer gut zu sehen sind und auf keinen Fall zwischen Sichthindernissen wie geparkten Autos oder Lkws stehen.

Jüngere Kinder sollten niemals ohne Begleitung Straßen benutzen, die keine Bürgersteige haben. Und auch alle anderen, die nicht umhinkommen, solche Wege zu gehen, müssen besonders vorsichtig sein. Grundsätzlich sollte man auf solchen Straßen immer am linken Fahrbahnrand gehen, denn dann kann man als Fußgänger die Autos sehen, die einem entgegenkommen, und bei Gefahr notfalls ausweichen.

Weitere News zum Thema

  • Warum Autofahrer an heißen Tagen besonders achtgeben müssen

    [] (verpd) Nach Angaben des Deutschen Verkehrs-Sicherheitsrates (DRV) kann Hitze im Fahrzeug dazu führen, dass bei Autofahrern die Konzentrationsfähigkeit sowie das Reaktionsvermögen sinken und die Aggressivität steigt. Damit erhöht sich auch das Unfallrisiko, wie Untersuchungen belegen. mehr

  • Was bei der halben Vorfahrt zu beachten ist

    [] (verpd) Der Grundsatz, dass sich Verkehrsteilnehmer Kreuzungen, an denen die Vorfahrt nicht mit Schildern geregelt ist, mit mäßiger Geschwindigkeit zu nähern haben, gilt nicht uneingeschränkt. Das hat das Kammergericht Berlin in einem Gerichtsverfahren entschieden (Az. 29 U 45/15). mehr

  • Riskanter Tanz auf der Bierbank

    [] (verpd) Wer beim ausgelassenen Tanz auf einer Bierbank herunterstürzt und sich dabei verletzt, ist für seinen Schaden selbst verantwortlich. Zu dieser Entscheidung kam kürzlich das Oberlandesgericht Stuttgart in einem Urteil (Az. 13 U 165/16). mehr

  • Für ein unfallfreies Zuhause

    [] (verpd) Die meisten Unfälle mit Personenschäden passieren in den eigenen vier Wänden. So verletzen sich nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und des Robert-Koch-Instituts rund 3,2 Millionen Personen bei Unfällen zu Hause. mehr

  • So viele Radfahrer bei Unfällen verletzt wie noch nie

    [] (verpd) Letztes Jahr wurden bei Verkehrsunfällen fast 86.100 Personen, die auf einem Fahrrad unterwegs waren, verletzt und mehr als 400 Radfahrer getötet. Wie aus den Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervorgeht, gab es damit seit Aufzeichnung der Radunfälle im Jahre 1992 in 2016 die bisher meisten Verkehrsopfer unter den Radfahrern. Die statistischen Daten zeigen zudem, was die Hauptgründe für die Radunfälle waren. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.