Niedriges Unfallrisiko auf Autobahnen

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(verpd) Prozentual gesehen ereignen sich die meisten Verkehrsunfälle innerhalb von Ortschaften. Die meisten Verkehrstoten gibt es jedoch auf einer anderen Straßenart zu beklagen, wie Daten des Statistischen Bundesamtes belegen.

2015 gab es in Deutschland insgesamt 2,5 Millionen polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Bei mehr als 305.000 Verkehrsunfällen kam es zu Personenschäden – dabei wurden 393.000 Menschen verletzt und knapp 3.500 getötet, so die Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis).

Eine Detailanalyse dieser Unfälle nach der Lage des Unfallgeschehens zeigt, dass sich rund 73 Prozent aller registrierten Verkehrsunfälle und fast 69 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden innerorts, also innerhalb von Städten und Ortschaften ereignet haben. Auf Bundes- und Landstraßen fielen knapp 25 Prozent und auf Autobahnen nicht ganz sieben Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschäden.

Innerorts die meisten Schwerverletzten ...

Anteilig waren innerorts die meisten Schwerverletzten, nämlich fast 53 Prozent, und die meisten Leichtverletzten, hier betrug der Anteil fast 67 Prozent, zu beklagen. Bei Unfällen innerhalb einer Stadt oder eines Ortes gab es zudem 30 Prozent aller Verkehrstoten.

Im Vergleich zu allen anderen Ortslagen starben die meisten Unfallopfer, nämlich fast 58 Prozent aller Verkehrstoten, bei Unfällen auf Land- und Bundesstraßen. Ansonsten forderten die Verkehrsunfälle hier 39 Prozent aller Schwer- und 25 Prozent aller Leichtverletzten.

Am niedrigsten war der Anteil bei den Verkehrsopfern, die bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen leicht, schwer und tödlich verletzt wurden. Hier waren acht Prozent Leichtverletzte, neun Prozent Schwerverletzte und zwölf Prozent der tödlich verletzten Verkehrsopfer zu beklagen.

... und auf Land- und Bundesstraßen die meisten Verkehrstoten

Wie die Statistik zeigt, ist das Risiko tödlich zu verunglücken, auf Land- und Bundesstraßen am höchsten. Während innerhalb von Städten und Ortschaften statistisch gesehen fünf Verkehrstote auf 1.000 Unfälle mit Personenschaden kamen, waren es auf Land- und Bundesstraßen 26 tödlich Verunfallte und auf Autobahnen 21 Getötete. Das hohe Risiko, auf Land- und Bundesstraßen sowie auf Autobahnen tödlich zu verunfallen, ist laut Destatis auf die höheren Geschwindigkeiten auf diesen Straßen zurückzuführen.

Auf Landstraßen kommen zudem risikoerhöhende Faktoren hinzu, wie fehlende Trennung des Gegenverkehrs, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn, erläutert die Destatis in einem Bericht zur Unfallstatistik. Dass innerorts besonders viele Unfallbeteiligte verletzt werden, lässt sich dadurch erklären, dass hier besonders viele Fußgänger und Radfahrer betroffen sind, die beispielsweise bei einem Aufprall keinen Schutz in Form einer Fahrzeugkarosserie um sich haben, wie dies bei Autofahrern der Fall ist.

Laut Destatis sind Autobahnen gemessen am Unfallrisiko nach gefahrenen Kilometern die sichersten Straßen. 2015 haben Verkehrsteilnehmer hierzulande nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen insgesamt 757 Milliarden Kilometer zurückgelegt – knapp ein Drittel davon auf Autobahnen. Doch nur jeder fünfzehnte Verkehrsunfall, bei dem jemand verletzt wurde – konkret knapp sieben Prozent – und jeder achte tödliche Verkehrsunfall (zwölf Prozent) ereigneten sich auf einer Autobahn.

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