Mehr Arbeitsunfälle, weniger Wegeunfälle

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(verpd) Nach einer vor Kurzem veröffentlichten vorläufigen Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Täglich erlitten rund 2.400 Arbeitnehmer einen Unfall bei ihrer beruflichen Tätigkeit. Die Anzahl der Wegeunfälle, also die Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeit, reduzierte sich jedoch signifikant.

Letztes Jahr verzeichnete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) nach der vorläufigen Statistik rund 880.300 Arbeitsunfälle und damit rund 0,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Anzahl der Unfälle, die sich auf dem Weg zur oder von der Arbeit ereigneten, reduzierte sich in 2014 im Vergleich zu 2013 jedoch um fast sieben Prozent. Insgesamt wurden letztes Jahr 172.950 Wegeunfälle gemeldet.

Die DGUV gab zudem bekannt, dass letztes Jahr 18 Personen mehr bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen sind – das entspricht einer Zunahme von 3,9 Prozent – als noch in 2013. Insgesamt starben 2014 473 Menschen während ihrer beruflichen Tätigkeit. Und obwohl die Anzahl der Wegeunfälle deutlich zurückgegangen ist, starben letztes Jahr mehr Personen auf dem Weg zur oder von der Arbeit als noch im Vorjahr. Konkret starben 322 Menschen bei einem Wegeunfall, fünf Personen mehr als 2013.

Einkommenseinbußen trotz gesetzlicher Absicherung möglich

Bei anerkannten Arbeits- und Wegeunfällen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung unter anderem medizinische Behandlungen, Reha-Maßnahmen sowie Verletztengeld nach festen Vorgaben. Beispielsweise erhält der Betroffene je nach Erwerbsunfähigkeitsgrad eine Rente, wenn der Arbeits- oder Wegeunfall zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent führt. Bei 100 Prozent Erwerbsunfähigkeit beträgt die Vollrente jedoch maximal zwei Drittel des Jahresarbeits-Verdienstes des Versicherten, was zu Einkommenseinbußen führen kann.

Zudem gibt es keinen Rentenanspruch bei einer reinen Berufsunfähigkeit: Kann der Betroffene aufgrund der Unfallfolgen zwar seinem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen, ist aber immer noch in einer anderen, auch weniger gut bezahlten Tätigkeit einsetzbar, steht ihm keine Unfallrente zu.

Betroffene, die nach dem 1.1.1961 geboren sind, haben in diesem Fall auch keinen Rentenanspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung, da es keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente für Personen der genannten Altersgruppe mehr gibt.

Rund um die Uhr geschützt

Außerdem sind Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung überwiegend nur während ihrer beruflichen Tätigkeit beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle geschützt. In der Freizeit besteht für Kinder und Arbeitnehmer nämlich kein gesetzlicher Versicherungsschutz, obwohl sich hier die meisten Unfälle ereignen. Selbstständige und Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Die private Versicherungs-Wirtschaft bietet diverse Lösungen wie eine private Unfall-, Erwerbs-/Berufsunfähigkeits- sowie eine Krankentagegeld-Versicherung an, mit der sich die Versorgungslücke aufgrund eines fehlenden oder unzureichenden gesetzlichen Versicherungsschutzes schließen lässt.

Im Gegensatz zur gesetzlichen gilt der Versicherungsschutz bei einer privaten Unfall-Police sowie bei der Erwerbs-/Berufsunfähigkeits-Versicherung weltweit und rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit. Die Erwerbs-/Berufsunfähigkeits-Police deckt neben dem Unfall- zudem auch das Krankheitsrisiko ab.

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