Kleine Kinder vor Unfällen schützen

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(verpd) Natürlich sollen Kinder springen, toben, spielen und klettern. Doch das geht nicht immer ohne Blessuren ab und die meisten davon sind nicht wirklich schlimm. Es gibt aber auch eine ganze Reihe an wirklich gefährlichen Risiken, die zu schweren und zum Teil sogar tödlichen Unfallverletzungen führen können. Hier gilt es präventiv vorzusorgen, denn viele schlimme Unfälle lassen sich verhindern.

Kinder im Krabbelalter erkunden ihre Welt – und es ist die Aufgabe der Erwachsenen dafür zu sorgen, dass im Umfeld des Kindes keine Gefahren drohen.

Deshalb müssen Regale und Schränke so gesichert werden, dass diese nicht umkippen können, auch wenn sich Kinder daran hochziehen. Schutzgitter an den Treppen und an den Etagenbetten sowie Sicherheitsriegel an den Fenstern verhindern gefährliche Stürze.

Damit die Entdeckungstour nicht zum Risiko wird

Außerdem sollten keine Gegenstände herumliegen, die verschluckt oder anderweitig gefährlich werden können. Das betrifft beispielsweise Medikamente, Putzmittel, Zigaretten, aber auch Knöpfe, Ringe, Münzen oder giftige Pflanzen in Wohnung und Garten bzw. Schnüre und Stricke, die schnell zu Strangulationsfallen werden. Steckdosen sollten mit entsprechenden Kindersicherungen ausgestattet werden, sodass Stromunfälle ausgeschlossen sind.

Vorsicht ist auch in der Nähe eines Teiches, in der Badewanne oder einem Planschbecken geboten, denn die Gefahr des Ertrinkens ist bei kleinen Kindern immens. Deren Kopf ist nämlich im Verhältnis relativ schwer, sodass ein Kleinkind, das nach vorne ins Wasser gekippt ist, selbst in einer wenige Zentimeter tiefen Pfütze ertrinken kann – und das lautlos, denn kleine Kinder ertrinken in der Regel ohne Strampeln und Schreien.

Verbrennungen und Verbrühungen vermeiden

Besonders für Kleinkinder und Säuglinge ist nach Angaben der Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) das Risiko, Verbrennungen und Verbrühungen zu erleiden, hoch. Jedes Jahr müssen deswegen rund 4.000 Kinder unter fünf Jahren in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Haut von Kleinkindern und Säuglingen ist besonders sensibel.

Schon kleine Mengen einer heißen Flüssigkeit, also beispielsweise eine Tasse Tee oder Glühwein reichen nämlich aus, um bis zu 30 Prozent der Haut eines Kleinkindes zu schädigen – je nach Schweregrad besteht dann sogar Lebensgefahr. Deshalb raten die Spezialisten der BAG unter anderem, auf Tischdecken zu verzichten, Tassen oder Kannen mit heißen Getränken nicht an der Tischkante abzustellen und nichts Heißes zu trinken oder essen, während ein Kind auf dem Schoß sitzt.

Die Kabel eines Wasserkochers, einer Fritteuse oder ähnlicher Geräte sollten genauso unerreichbar sein wie der Stiel einer Pfanne, die auf dem Herd steht. Außerdem empfiehlt es sich, lediglich die hinteren Kochplatten eines Herdes zu nutzen und natürlich dürfen Kinder auch nicht unbeaufsichtigt an einer offenen Feuerstelle sein. Weiterführende Informationen hierzu bietet beispielsweise das Internetnetportal von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Kostenlose Checklisten, Ratgeber und Bilderbücher

Zahlreiche Informationen und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, sowie Tipps zur Ersten-Hilfe liefert die Internetseite der BAG. Hier gibt es im Bereich Service diverse Flyer, Poster, mehrsprachige Bilderbücher und Malbücher sowie Infoblätter, die unterschiedliche Aspekte der Thematik beleuchten.

Außerdem hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in der Fachdatenbank „Prävention von Kinderunfällen“ diverse Broschüren, Beratungsangebote, Kurs- und Programmhinweise und Internetlinks zum Abruf zusammengestellt.

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur Unfälle ab, die im Bereich der Schule beziehungsweise des Kindergartens oder auf dem Weg dorthin oder wieder zurück nach Hause geschehen. Da die allermeisten Unglücke aber in der Freizeit passieren, ist dieser Schutz nicht ausreichend.

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