Jährlich sterben fast 22.000 Menschen bei Unfällen

 - 

(verpd) Jeden Tag verlieren in Deutschland 60 Menschen bei einem Arbeits-, Verkehrs- oder Freizeitunfall ihr Leben. Damit für die Angehörigen zur Trauer nicht auch noch finanzielle Schwierigkeiten hinzukommen, ist es wichtig, frühzeitig für eine ausreichende Hinterbliebenen-Absicherung zu sorgen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) starben 2013 insgesamt 21.930 Personen bei einem Unfall. Fast 8.670 kamen bei einem Unfall im häuslichen Umfeld, über 3.610 bei einem Verkehrsunfall, mehr als 390 bei einem Arbeits- oder Schulunfall und 9.250 bei sonstigen Freizeit- und Sportunfällen ums Leben.

Kommt der Hauptverdiener einer Familie durch einen Unfall um, trifft es die Angehörigen oft doppelt hart. Zum einen müssen sie mit ihrer Trauer zurechtkommen, zum anderen drohen oftmals auch finanzielle Probleme durch den Wegfall des Einkommens des Verstorbenen. Denn eine mögliche gesetzliche Hinterbliebenenrente, sofern der tödlich Verunfallte überhaupt gesetzlich rentenversichert war und die Angehörigen einen Anspruch darauf haben, ist in der Regel nicht so hoch wie der bisherige Verdienst des Verunglückten.

Unzureichende gesetzliche Absicherung

So betrug die durchschnittliche gesetzliche Hinterbliebenenrente für Witwen oder Witwer, die letztes Jahr erstmalig eine solche Rente bezogen haben, nur 524 € pro Monat. Bei der gesetzlichen Waisenrente waren es monatlich 156 €. Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch diverse Vorsorgemöglichkeiten in Form einer privaten Unfall- und/oder Lebensversicherung an, damit Hinterbliebene ausreichend finanziell abgesichert sind.

In einer Unfallversicherung lässt sich zum Beispiel eine frei zu vereinbarende Geldsumme, die im Todesfall an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird, vereinbaren. Bei einer Lebensversicherungs-Police kann meist eine Unfalltod-Zusatzversicherung eingeschlossen werden. Stirbt der Versicherte an den Folgen eines Unfalles, erhöht sich dann die in der Lebensversicherung vereinbarte Todesfallsumme um den in der Unfalltodzusatz-Versicherung vereinbarten Betrag. Meist kann eine Verdoppelung der Todesfallsumme vereinbart werden.

In manchen Fällen ist es günstiger, eine Unfalltodabsicherung in der Lebensversicherung einzuschließen als den Hinterbliebenenschutz über eine Unfall-Police abzusichern – besonders bei Personen, die einen Beruf mit einer erhöhten körperlichen Belastung ausüben. Das betrifft beispielsweise Dachdecker, Maurer oder Fliesenleger. Dennoch ist eine private Unfallversicherung sinnvoll, denn sie bietet dem Versicherten selbst einen finanziellen Schutz, da sie bei einer unfallbedingten Invalidität eine vereinbarte Kapitalsumme und/oder Rente an ihn auszahlt.

Versorgungsbedarf ist unabhängig von der Todesursache

Prinzipiell ist der finanzielle Versorgungsbedarf der Hinterbliebenen unabhängig von der Todesursache. Denn egal ob jemand infolge einer Krankheit oder eines Unfalles stirbt, sollte der Versicherungsschutz einer Risiko- oder Kapital-Lebensversicherung ausreichend hoch sein, damit die Angehörigen auch weiterhin ihren Lebensstandard halten können.

Wer eine Lebensversicherung mit einer ausreichenden Todesfallsumme vereinbart hat, kann unter Umständen auf eine zusätzliche Unfalltod-Versicherung im Rahmen der Lebens- oder der Unfallversicherung verzichten.

Wie hoch die Todesfallsumme für eine ausreichende Absicherung sein soll, hängt von diversen Faktoren wie der gesetzlichen Absicherung, vorhandenen Verbindlichkeiten und den bisherigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab.

Weitere News zum Thema

  • Achtung, Geisterradler!

    [] (verpd) Ein Fahrradfahrer behält zwar sein Vorfahrtsrecht gegenüber kreuzenden und einbiegenden Fahrzeugen auch dann, wenn er verbotswidrig den linken von zwei vorhandenen Radwegen nutzt. Allerdings muss er mit einer Anrechnung eines Mitverschuldens rechnen, wie der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden hat (Az. 9 U 173/16). mehr

  • Fast 32.000 Fußgänger verunfallten 2016 im Straßenverkehr

    [] (verpd) Jede Woche verunfallten letztes Jahr 611 Fußgänger so schwer im Straßenverkehr, dass sie verletzt oder getötet wurden. Damit hat sich die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Fußgänger eines Jahres zum zweiten Mal hintereinander erhöht. Allerdings gab es diesbezüglich in 2016 im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger Unfalltote zu beklagen. Dennoch starben letztes Jahr immer noch 490 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall. mehr

  • Erste Hilfe ohne Panik

    [] (verpd) Jeder, der zu einem Unfall kommt oder sieht, dass jemand in Gefahr ist, muss helfen, wenn ihm dies den Umständen nach zuzumuten ist. Anderenfalls muss er mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe rechnen. Je nach Situation reicht es bereits, die Polizei, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zu verständigen. In manchen Fällen ist es, um Schlimmeres zu verhindern, zudem notwendig, Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen, bis professionelle Helfer eintreffen. mehr

  • Wie ein Haustier den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

    [] (verpd) Ein Beschäftigter, der auf dem Heimweg von seiner Arbeit den direkten Weg zwischen seiner Arbeitsstätte und seiner Wohnung verlässt, weil er seine Katze suchen will, steht dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Sozialgericht Landshut in einem aktuellen Urteil entschieden (Az. S 13 U 243/16). mehr

  • Lebensgefährlicher Leichtsinn an Bahnübergängen

    [] (verpd) Eine aktuelle Analyse kommt zu einem eindeutigen Schluss: Es ist nicht die Technik, die versagt, sondern der Mensch. In 84 Prozent der Fälle, in denen es an einem mit einem Blinklicht gesicherten Bahnübergang zu einem Unfall kam, ignorierten die Verkehrsteilnehmer das Rotlicht. Und auch an Bahnübergängen mit Schranken regiert zu oft der Leichtsinn. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.