Im Winter draußen arbeiten – und gesund bleiben

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(verpd) Insbesondere in den Wintermonaten ereignen sich immer wieder schwere Unfälle auf deutschen Baustellen. Der beste Schutz davor, sind nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) ein guter persönlicher Kälteschutz und ein sicheres Arbeitsumfeld. Hierzu sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gefragt.

Wenn es schneit und friert, freuen sich zwar Rodler, Eisläufer und Skifahrer, doch für jeden, der draußen arbeitet, bedeuten Schnee, Eis und nasskalte Witterung ein deutlich erhöhtes Gesundheits- und Unfallrisiko.

Der Krankenstand der Arbeitnehmer ist nach den Statistiken vieler gesetzlicher Krankenkassen in den Wintermonaten, besonders im Februar und März, in der Regel höher als zu den anderen Jahreszeiten. Besonders betroffen sind Mitarbeiter im Baugewerbe oder sonstige Arbeitnehmer, die im Freien arbeiten.

Nur mit passender Kleidung im Freien arbeiten

Auf den oft zugigen Außenarbeitsstellen wie zum Beispiel auf Baustellen kann es schnell zu Erkältungen, Erkrankungen der Atemwege oder zu einer Verschlimmerung bereits vorhandener Rücken- und Gelenkbeschwerden kommen.

Eine passende Winterschutzkleidung hilft, solchen Erkrankungen vorzubeugen. Durch das Tragen von Sicherheitsschuhen mit geeigneten Sohlen können zudem Rutschunfälle vermieden werden. Übrigens: Beschäftigte müssen von ihrem Arbeitgeber eine wintertaugliche Persönliche Schutzausrüstung gestellt bekommen und diese auch tragen. Die Kleidung sollte Feuchtigkeit nach außen ableiten können, um ein Auskühlen des Körpers zu verhindern, wie Sicherheitsexperten raten.

Die richtige Kombination aus Wetterschutzjacke und -hose – beispielsweise aus Mikrofasern, abgestimmt mit geeigneter Unterkleidung – sorgt für eine optimale Temperaturregulierung, so die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau). Die Kleidung erlaubt dann einen optimalen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und der Umgebung. Die BG Bau empfiehlt als Kälteschutz für den Kopf eine Kombination aus Helm und passenden Wintermützen zum Unterziehen.

Pflichten des Arbeitgebers

In der kalten Jahreszeit ereignen sich laut der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) aber auch viele Arbeitsunfälle beispielsweise auf rutschigen Böden von Baustellenwegen durch Glatteis, Schnee und Regen oder durch eine unzureichende Beleuchtung. Keine Seltenheit sind zudem Stürze auf glattem Untergrund oder weil Öffnungen sowie nicht begehbare Flächen von Schnee bedeckt und dadurch nicht erkannt werden. Außerdem besteht eine erhöhte Erkältungsgefahr durch falsche Kleidung.

Um das Risiko von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen zu minimieren, sind in jedem Betrieb die potenziellen Gefahrenquellen gezielt aufzuspüren und geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen vorzunehmen. Behilflich ist hierbei die sogenannte Gefährdungsbeurteilung, die jeder Arbeitgeber gemäß Paragraf 5 ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz) regelmäßig durchführen muss. Hilfen dazu gibt es von den Berufsgenossenschaften und im Internet unter www.gefaehrdungsbeurteilung.de, einer Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Unter anderem muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass Zugangswege zum Arbeitsplatz rutschfrei sind. Auf vereisten Baugerüsten und Dachflächen darf nicht gearbeitet werden. Nicht begehbare Dachflächen, wie Wellplatten oder Glaskuppeln, können durch Schnee bedeckt sein und sollten deutlich gekennzeichnet werden, damit niemand beispielsweise bei Instandsetzungs- oder Schneeräumarbeiten hindurchstürzt.

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