Hautkrebs als Berufskrankheit in Outdoor-Berufen anerkannt

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Wer ständig draußen arbeitet, ist stark der Sonnenstrahlung und damit auch den in diesem Licht enthaltenen UV-Strahlen ausgesetzt. Das Sozialgericht (SG) Aachen hatte daher am 16.3.2012 im Falle eines Dachdeckers dessen Hautkrebs als Berufskrankheit (BK) angesehen. Die beklagte Berufsgenossenschaft (BG) der Bauwirtschaft hat das Urteil rechtskräftig werden lassen (Az. S 6 U 63/10). Betroffene Outdoor-Worker können sich damit künftig bei Anträgen auf Anerkennung eines Hautkrebses als BK als Argumentationshilfe auf das Aachener Urteil stützen. Es ist allerdings als erstinstanzliche Entscheidung für die Berufsgenossenschaften in anderen Fällen nicht bindend.

Nach Auskunft der gesetzlichen Unfallversicherung befasst sich der ärztliche Sachverständigenbeirat Berufskrankheiten aktuell mit dem Thema. Die Beratungen sollen so weit fortgeschritten sein, dass noch in diesem Jahr die Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Begründung zur solaren UV-Einwirkung zu erwarten sei. Mit einer Änderung der Berufskrankheitenliste sei allerdings vor den Bundestagswahlen nicht mehr zu rechnen. Danach wird sonneneinstrahlungsbedingter Hautkrebs aber voraussichtlich im Grundsatz als Berufskrankheit anerkannt. Zugleich müssen dann auch die Kriterien dafür – insbesondere der notwendige Umfang der beruflichen Sonnenexposition im Verhältnis zur privaten Exposition – definiert werden.

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