Gute Nachrichten bei der Verkehrsunfallbilanz

 - 

(verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) registrierte die Polizei in den ersten sechs Monaten diesen Jahres 1,15 Millionen Verkehrsunfälle. Das sind 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Personen zurückgegangen ist. Dennoch bleibt für den einzelnen Verkehrsteilnehmer, egal ob als Fußgänger, Rad- oder Kfz-Fahrer, das Risiko bestehen, von einem Unfall selbst betroffen zu werden.

Nicht nur die Gesamtzahl der Unfälle von Januar bis einschließlich Juni 2012 hat im gleichen Vergleichszeitraum 2013 auf 1.151.643 statt bisher 1.168.918 und damit um 1,5 Prozent beziehungsweise 17.275 Unfälle abgenommen.

Die Unfälle mit ausschließlichem Sachschaden reduzierten sich im ersten Halbjahr 2013 um 0,4 Prozent auf insgesamt 1.021.739 Fälle – 2012 waren es noch 3.696 Unfälle mehr. Auch bei den Personenschäden gibt es zahlenmäßig einen positiven Trend zu vermelden.

Weniger Verletzte und Tote durch Verkehrsunfälle

Insgesamt ist die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um 9,4 Prozent auf insgesamt rund 129.904 gesunken, das waren 13.525 Unfälle mit Personenschäden weniger als noch im selben Vergleichszeitraum 2012.

Im Detail wurden in den ersten sechs Monaten 2013 bei Verkehrsunfällen 167.732 Menschen verletzt. Damit reduziert sich die Zahl um 16.244 Verletzte beziehungsweise um 8,8 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2012.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2013 1.454 Menschen getötet. Das sind 14,1 Prozent beziehungsweise 293 Personen weniger als noch von Januar bis einschließlich Juni 2012. Doch pro Tag gerechnet wurden im deutschen Straßenverkehr damit immer noch 932 Menschen verletzt und acht Verkehrsteilnehmer sogar getötet.

Gesetzlicher Schutz mit Einschränkungen

Da das Unfallrisiko jeden betrifft, ist es wichtig, privat richtig vorzusorgen, um im Falle des Falles beispielsweise bei bleibenden Gesundheitsschäden oder Schlimmerem sich und seine Familie zumindest finanziell abgesichert zu wissen. Die gesetzliche Absicherung greift nämlich nicht immer und wenn, werden dadurch die finanziellen Folgen in der Regel nicht ausreichend abgedeckt.

Die gesetzliche Unfallversicherung leistet beispielsweise für Arbeitnehmer überwiegend nur bei Arbeitsunfällen beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle innerhalb Deutschlands.

Schüler und Kindergartenkinder sind nur auf dem Weg von und zur Schule oder zum Kindergarten und während des Besuchs dort versichert. In der Freizeit besteht kein Versicherungsschutz. Selbstständige, Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Rund um die Uhr abgesichert

Die Versicherungswirtschaft bietet Lösungen, die einen fehlenden oder unzureichenden gesetzlichen Schutz absichern. Eine private Unfallversicherung kann – im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz – nahezu jeder abschließen. Sie leistet meist weltweit und rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit. Zudem ist hier, anders als bei der gesetzlichen Unfallversicherung, eine individuelle Absicherung der finanziellen Folgen bleibender gesundheitlicher Schäden nach einem Unfall möglich.

Mit einer vorher vereinbarten Kapitalsumme im Invaliditätsfall lassen sich beispielsweise zusätzliche Aufwendungen für eine behindertengerechte Wohnung auffangen. Viele Versicherer bieten auch eine Rentenzahlung im Invaliditätsfall an. Damit lassen sich mögliche Einkommensverluste durch eine bleibende Behinderung ausgleichen. Weitere Leistungen, wie etwa eine Todesfallsumme, ein Krankenhaustagegeld, Zuschüsse bei kosmetischen Operationen oder die Übernahme von vereinbarten Bergungskosten können in einer privaten Unfallpolice vertraglich vereinbart werden.

Mögliche Einkommenseinbußen bei unfall-, aber auch sonstiger krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit können durch eine private Krankentagegeld-Versicherung sowie einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Police ausgeglichen werden. Für Kinder wird auch eine Invaliditäts-Versicherung angeboten, die nicht nur bei bleibenden Schäden infolge eines Unfalles, sondern auch nach einer Krankheit leistet.

Weitere News zum Thema

  • Tipps für eine unfallfreie Bergwanderung

    [] (verpd) Ist sonniges Wetter in den Bergen angesagt, entscheiden sich viele kurzentschlossen zu einer Bergwanderung. Doch ohne eine ausreichende Planung bezüglich der Ausrüstung sowie der Wahl der Wanderwege, und ohne der erforderlichen Vor- und Umsicht in den Bergen, kann der Ausflug schnell zum Drama werden. Experten erklären, worauf beim Bergwandern zu achten ist. mehr

  • Sicher mobil – auch im Alter

    [] (verpd) Jahrzehntelange Fahrerfahrung zahlt sich aus, dennoch gibt es immer wieder auch dramatische Unfälle durch ältere Autofahrer. Jeder Einzelne kann jedoch durch eine entsprechende Kontrolle und Präventionsmaßnahmen etwas dafür tun, um auch im Seniorenalter sicher Auto zu fahren. mehr

  • Wenn der Arbeitnehmer im Homeoffice verunfallt

    [] (verpd) Wer als Angestellter nicht zum Arbeiten in die Firma seines Arbeitgebers geht, sondern seinen Arbeitsplatz zu Hause hat, ist normalerweise auch bei einem Arbeitsunfall gesetzlich unfallversichert. Doch die Abgrenzung, welcher Unfall im Homeoffice als Arbeitsunfall gilt, für den die gesetzliche Unfallversicherung Schutz bietet, und welcher Unfall als Freizeitunfall einzustufen ist, für den kein gesetzlicher Unfallschutz besteht, ist oft schwierig. mehr

  • Der Tanzpartner als Unfallrisiko

    [] (verpd) Wer beim Tanzen das Gleichgewicht verliert und stürzt, kann für die Folgen des Sturzes in der Regel nicht seinen Tanzpartner zur Verantwortung ziehen. Das geht aus einem kürzlich vom Oberlandesgericht Frankfurt veröffentlichten Hinweisbeschluss hervor (Az. 13 U 222/16). mehr

  • Inwieweit Hunger den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

    [] (verpd) Unterbricht ein Beschäftigter seinen unmittelbaren Weg zu seiner Arbeit, um in einer Bäckerei sein Frühstück zu besorgen, und kommt auf dem Rückweg zu seinem Auto zu Schaden, so hat er keinen Anspruch auf Leistungen durch die Berufsgenossenschaft. Das hat das Bundessozialgericht vor Kurzem entschieden (Az. B 2 U 1/16 R). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.