Gut geschützt beim Grillen

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(verpd) Grillen ist für viele ein kulinarisches Vergnügen. Doch ein unvorsichtiger Moment oder ein technischer Defekt des Grills, und schon kann es zu schlimmen Unfällen mit Sach- und Personenschäden kommen. Mit einem bedarfsgerechten Versicherungsschutz sind zumindest die finanziellen Folgen eines solchen Unfalls überschaubar.

Die meisten Unglücksfälle beim Grillen gehen auf Leichtsinn, Unerfahrenheit und Unwissenheit zurück. Doch auch ein plötzlich aufkommender Wind oder ein Defekt können zu verheerenden Unfällen führen. Angesichts dieser nicht auszuschließenden Gefahr, sollten Grillfreunde mit ihrem Versicherungsfachmann über den richtigen Versicherungsschutz sprechen.

Wenn andere geschädigt werden

Unter anderem sollte abgeklärt werden, ob der Versicherungsumfang einer bestehenden privaten Haftpflichtversicherung ausreicht, damit mögliche Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche von Gästen oder Nachbarn, die beim Grillen verletzt oder geschädigt werden könnten, abgedeckt sind. Denn schnell kann ein Funkenflug beispielsweise die Markise des Nachbarn entzünden oder sein Haus in Brand setzen.

Immer wieder kommt es auch vor, dass sich Gäste beim Grillen durch eine plötzlich auftretende Stichflamme schwere Brandverletzungen zuziehen. Besteht keine private Haftpflichtpolice oder sind die Deckungssummen zu gering, müsste der Gastgeber die teils extrem hohen Summen, die zum Beispiel ein Personenschaden nach sich ziehen kann, aus der eigenen Tasche zahlen.

Brandschäden am eigenen Hab und Gut

Gerät der eigene Hausrat oder das Haus des Gastgebers beispielsweise durch einen Funkenflug in Brand, erstattet dies in der Regel die Hausrat- oder Gebäudeversicherung. Dies gilt allerdings nur, wenn der Schaden nicht grob fahrlässig verursacht wurde, denn dann kann der Versicherer die Schadensleistung im Verhältnis zur Schwere der Schuld kürzen.

Grob fahrlässig wäre es zum Beispiel, wenn der Gastgeber zum Anzünden des Grills Brennspiritus als Brandbeschleuniger verwendet. Übrigens: In manchen Hausratversicherungen sind auch die Gartenmöbel mitversichert, solange sie auf dem in der Police genannten Grundstück verwendet werden.

Persönliche Absicherung

Im eigenen Interesse sollte zudem über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung für sich und die Familie nachgedacht werden. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet beispielsweise bei bleibenden Personenschäden nur nach Unfällen, die in Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Unfallfolgen beim Grillen sind hier nicht abgedeckt.

Eine private Unfallversicherung zahlt jedoch bei Unfällen, die sich im Beruf aber auch in der Freizeit ereignen. Zudem können die Leistungen einer privaten Unfallversicherung wie eine Kapitalsumme und/oder Rente im Invaliditätsfall individuell vereinbart werden. Auch der zusätzliche Versicherungsumfang, wie Zuschüsse bei kosmetischen Operationen, ein Krankenhaustagegeld und vieles mehr, kann individuell ausgestaltet werden.

Für ein gesichertes Einkommen

Berufstätige sollten zudem über eine Einkommenssicherung nachdenken. Zwar ist unter bestimmten Voraussetzungen eine gesetzliche Absicherung beispielsweise über die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung gegeben, wenn man aufgrund eines Grillunfalls längere Zeit krankgeschrieben ist oder seinen Beruf gar nicht mehr ausüben kann. Allerdings sind die Leistungen der Sozialversicherungen oft niedriger als das bisherige Einkommen.

Die private Versicherungswirtschaft bietet hier zahlreiche Lösungen an, um sowohl einen fehlenden gesetzlichen Versicherungsschutz als auch eine durch einen Unfall trotz gesetzlichem Schutz auftretende Einkommenslücke abzusichern. Zu nennen sind hier eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits- sowie eine Krankentagegeld-Versicherung.

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