Gesundbleiben beim Handwerken

 - 

(verpd) Beim Bauen, Renovieren oder sonstigen Handwerksarbeiten müssen häufig Körperhaltungen eingenommen werden, die den Rücken und die Kniegelenke besonders beanspruchen. Dies könnte auf Dauer zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) erklärt, wie sich dies vermeiden lässt.

Handwerker führen häufig Tätigkeiten im Knien, in der Hocke oder im Fersensitz aus, die eine einseitige lange Belastung für Rücken und Gelenke sind. Dies kann jedoch zu unterschiedlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Die Folgen können nach Angaben von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Schleimbeutel-Entzündungen oder Meniskusschäden sein, die durch dauerhafte hohe Druckeinwirkung ausgelöst werden können.

Abwechselnde Körperhaltung

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) rät daher, immer zu prüfen, ob es Alternativen zur knienden Haltung gibt. Wenn möglich, sollte häufiger, mindestens jedoch alle 30 Minuten ein Wechsel zwischen kniender und anderer Haltung gemacht werden.

Kniende Arbeiten lassen sich häufig mit Hilfsmitteln wie Teleskopstangen oder einem Montagetisch vermeiden und können dann im Stehen durchgeführt werden.

Wenn sich Arbeiten auf den Knien nicht vermeiden lassen, ist es wichtig einen Knieschutz zu tragen, der den Sicherheits-Anforderungen entspricht und entsprechend das CE-Zeichen trägt. Zudem muss der Schutz richtig passen, nur dann kann er seine Schutzfunktion auch wirklich entfalten.

Bereits wenige Ausgleichsübungen helfen

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen raten weiterhin, verschiedene Formen des Kniens zu trainieren. So sei das einseitige Knien – das zweite Bein wird dabei rechtwinklig angestellt und der Rücken sollte gerade bleiben – für Knie und Rücken schonender als wenn man beidseitig kniet, also mit beiden Knien am Boden abgewinkelt arbeitet.

Die Pausen sollten nach Angaben des DGUV genutzt werden, um Ausgleichsübungen zu machen. Schon 15 Minuten am Tag seien hilfreich.

Eine detaillierte und bebilderte Beschreibung, wie Handwerker Gesundheitsschäden beim Arbeiten vermeiden können, bietet das kostenlos online herunterladbare Merkblatt „Arbeiten im Knien und Hocken“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie.

Weitere News zum Thema

  • Achtung, Geisterradler!

    [] (verpd) Ein Fahrradfahrer behält zwar sein Vorfahrtsrecht gegenüber kreuzenden und einbiegenden Fahrzeugen auch dann, wenn er verbotswidrig den linken von zwei vorhandenen Radwegen nutzt. Allerdings muss er mit einer Anrechnung eines Mitverschuldens rechnen, wie der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden hat (Az. 9 U 173/16). mehr

  • Fast 32.000 Fußgänger verunfallten 2016 im Straßenverkehr

    [] (verpd) Jede Woche verunfallten letztes Jahr 611 Fußgänger so schwer im Straßenverkehr, dass sie verletzt oder getötet wurden. Damit hat sich die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Fußgänger eines Jahres zum zweiten Mal hintereinander erhöht. Allerdings gab es diesbezüglich in 2016 im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger Unfalltote zu beklagen. Dennoch starben letztes Jahr immer noch 490 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall. mehr

  • Erste Hilfe ohne Panik

    [] (verpd) Jeder, der zu einem Unfall kommt oder sieht, dass jemand in Gefahr ist, muss helfen, wenn ihm dies den Umständen nach zuzumuten ist. Anderenfalls muss er mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe rechnen. Je nach Situation reicht es bereits, die Polizei, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zu verständigen. In manchen Fällen ist es, um Schlimmeres zu verhindern, zudem notwendig, Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen, bis professionelle Helfer eintreffen. mehr

  • Wie ein Haustier den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

    [] (verpd) Ein Beschäftigter, der auf dem Heimweg von seiner Arbeit den direkten Weg zwischen seiner Arbeitsstätte und seiner Wohnung verlässt, weil er seine Katze suchen will, steht dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Sozialgericht Landshut in einem aktuellen Urteil entschieden (Az. S 13 U 243/16). mehr

  • Lebensgefährlicher Leichtsinn an Bahnübergängen

    [] (verpd) Eine aktuelle Analyse kommt zu einem eindeutigen Schluss: Es ist nicht die Technik, die versagt, sondern der Mensch. In 84 Prozent der Fälle, in denen es an einem mit einem Blinklicht gesicherten Bahnübergang zu einem Unfall kam, ignorierten die Verkehrsteilnehmer das Rotlicht. Und auch an Bahnübergängen mit Schranken regiert zu oft der Leichtsinn. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.