Gegen Unfälle in den eigenen vier Wänden

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(verpd) Wer glaubt, dass er zu Hause am sichersten ist, der irrt, wie die Statistik zeigt: Mehr als doppelt so viele Menschen sterben bei einem Haushaltsunfall wie bei einem Verkehrsunfall.

Doch das Unfallrisiko in den eigenen vier Wänden kann jeder selbst erheblich reduzieren. Wie das geht, steht in einer neuen Broschüre.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) verletzten sich 2013 rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland durch einen Unfall im eigenen Zuhause. 8.675 Personen starben dabei, das sind mehr als doppelt so viele wie bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen – in 2013 gab es 3.542 Verkehrstote.

Stromunfälle sind besonders gefährlich

Laut der gemeinnützigen Aktion Das sichere Haus e.V. (DSH), in der verschiedene Ministerien, Verbände und Institutionen zusammenarbeiten, sind 80 Prozent der Haushaltsunfälle Stürze. Schnitt- und Brandverletzungen sind ebenfalls keine Seltenheit. Weit weniger häufig, jedoch mit am gefährlichsten sind Unfälle mit Strom, beispielsweise durch die Benutzung defekter oder nicht vorschriftsmäßig installierter Elektrogeräte.

Immer wieder kommt es auch vor, dass besonders Kinder Vergiftungsunfälle in den eigenen vier Wänden erleiden. Besonders risikoreich ist es, wenn Haushaltschemikalien wie Rohrreiniger, aber auch Medikamente nicht kindersicher aufbewahrt werden.

Zahlreiche Sicherheitstipps, wie sich solche Haushaltsunfälle vermeiden lassen, stehen in der jüngst veröffentlichten 56-seitigen Broschüre „Zu Hause sicher leben“, die von der DSH in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) herausgebracht wurde. Der Ratgeber kann als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen oder online als Papierversion bestellt werden.

Wie sich Haushaltsunfälle vermeiden lassen

Unter anderem finden sich hier Tipps, wie sich typische Sturzfallen im Haushalt, wie sie beispielsweise im Bad, im Flur und im Schlafzimmer häufig vorkommen, vermeiden lassen. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Vermeidung von Unfallrisiken in der Küche. Unter anderem wird erklärt, wie eine Küche funktional und sicher ausgestattet ist und wie sich Schnitt- und Brandverletzungen beim Kochen vermeiden lassen.

Auf 13 Seiten wird zudem beschrieben, worauf man achten sollte, wenn Kinder im Haushalt wohnen. Der Ratgeber enthält ferner Hinweise, wie und wo ein Rauchmelder am besten anzubringen ist, was in eine Hausapotheke gehört und wie diese aufbewahrt werden sollte, sowie eine Checkliste, wie sich die häufigsten und gefährlichsten Unfallrisiken vermeiden lassen.

Abgerundet wird die Broschüre durch zahlreiche Verweise auf interessante Literatur und Internetadressen zum Thema.

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